Taiwan auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin

Auch in diesem Jahr präsentierte sich Taiwan wieder auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin. Mehrere Hörerinnen und Hörer von Radio Taiwan International waren auf der ITB und haben auch den Stand Taiwans besucht.
Bernhard Henze berichtet am Freitag, den 17. März 2017, in der Sendung Briefkasten  über den Taiwan-Stand und Reiseangebote.


Vielen Dank an Bernhard Henze, Frank Dombrowski und Werner  Hoffmann für die Fotos von der ITB 2017!

Fotos: Bernhard Henze, Frank Dombrowski und Werner Hoffmann

von Eva Triendl

Der Nenggao Wanderweg

Blick vom Qilai Südgipfel

Der Spätherbst ist in Taiwan eine gute Zeit für Gebirgswanderungen. Der histroische Nenggao Wanderweg (能高越嶺古道) ist ein beliebter Wanderweg im Gebirge in Zentraltaiwan. Es ist bzw. war eigentlich ein Verbindungsweg von Nantou bis Hualien in Osttaiwan, ist aber oft nicht durchgängig begehbar (bei meiner ersten Wanderung dort traf ich noch Leute, die mit dem Mountainbike unterwegs waren). Der westliche Teil des Nenggao-Wanderwegs beginnt auf rund 2000 Metern Höhe am Tunyuan Eingang (屯原登山口). Um dorthin zu kommen fährt man von Puli im Landkreis Nantou auf der Provinzstraße 14 über Wushe (霧社) Richtung Lushan Heiße Quellen (廬山溫泉) bis zum Anfang des westlichen Teils des Nenggao Wanderwegs Tunshan. Die meisten machen eine zweitägige Wanderung auf dem Westteil des Nenggao Wanderwegs. Am ersten Tag geht es vom Eingang zum Wanderweg Tunyuan zur Tianchi Hütte (天池山莊) auf 2860 Metern Höhe. Dort übernachtet man dann und am nächsten Tag geht noch vor Tagesanbruch weiter über den Tianchi See auf 3080 Metern Höhe (天池) zum 3358 Meter hohen Qilai Südgipfel (奇萊南峰) und zum 3184 Meter hohen Berg Nanhua. (南華山). Man kann von der Tianchi Hütte aus natürlich auch noch andere Touren unternehmen.

Zwischen Yunhai Station und Tianchi Hütte

Zwischen Yunhai Station und Tianchi Hütte

Der Nenggao Wanderweg ist auch historisch interessant. Auf diesem Weg entlang haben schon die Japaner während der Kolonialzeit Posten eingerichtet, um das Gebiet und die dortigen Ressourcen zu erschließen und die dort lebenden Ureinwohner unter Kontrolle zu bringen. Beim Wushe Aufstand der Ureinwohner Atayal bzw. Sediq wurden die meisten japanischen Stützpunkte niedergebrannt, aber später wieder aufgebaut. Außerdem hat das Elektrizitätswerk Taipower über diesen Weg die Stromtrasse zwischen dem Westen und dem Osten Taiwans errichtet worden. Es gibt auf 2802 Meter Höhe noch ein Denkmal dafür.

Der Weg vom Anfang des Wanderwegs Tunyuan bis zur Tianchi Berghütte ist knapp 15 Kilometer lang. Nach etwa 5 Kilometern kommt man zur Wartungsstation des Elektrizitätswerkes Yunhai (Wolkenmeer Wartungsstation). Diese Station auf 2.360 Metern Höhe wurde 1950 als Wartungsstation des Elektrizitätswerkes erbaut. Schon während der japanischen Kolonialzeit befand sich an dieser Stelle ein japanischer Posten. Die meisten Wanderer legen an der Yunhai Station eine kurze Rast ein. Von dort sind es noch knapp 10 Kilometer bis zur Tianchi Hütte.

Yunhai Station von Taipower

Yunhai Station

Die Tianchi Hütte wird auch oft als „Luxus-Berghütte“ bezeichnet. Sie hat 88 Plätze auf zwei Stockwerken in mehreren Schlafräumen. Gegenüber den Schlafplätzen sind Regale angebracht, in denen die Wanderer ihre Rucksäcke und andere Dinge abstellen können. Es gibt sowohl einen Raum zum Kochen für Selbstversorger (man muss einen eigenen Gaskocher mitbringen, fließendes Wasser und Trinkwasser steht zur Verfügung), man kann jedoch auch Essen vorbestellen. Die jetzige Hütte wurde 2011 erbaut. Die alte Hütte bot nicht mehr genug Platz für die wachsende Zahl der Wanderer auf dem Nenggao Wanderweg. Die erste Hütte dort wurde jedoch schon 1918 während der japanischen Kolonialzeit gebaut.
Von der Hütte aus hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Gebirgslandschaft und man kann Wolkenfälle, Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und den Sternenhimmel betrachten. Der Nenggao Wanderweg ist sehr beliebt und die Hüttenplätze werden unter den Anmeldungen verlost. Es stehen vor der Hütte auch noch Zeltplätze zur Verfügung. Aber an Wochenenden und Feiertagen ist es oft schwer, Hütten- oder Zeltplätze zu bekommen. Man benötigt für die Tour auch eine Berggenehmigung.

Tianchi Hütte

Tianchi Hütte

Am zweiten Tag machen sich die meisten Wanderer schon frühmorgens um etwa fünf Uhr auf den Weg Richtung Qilai Südgipfel (3358 m) und Nanhua Berg (3184 m). Der Weg ist recht einfach zu gehen und man kann so in aller Ruhe die schöne Gebirgslandschaft genießen.
Die meisten Wanderer gehen vom Berg Nanhua aus wieder den gleichen Weg zurück zur Tianchi Hütte. Man kann jedoch auch auf der anderen Seite über den Bergrücken absteigen. Dieser Pfad ist weniger begangen und man muss sich manchmal seinen Weg durch hohes Bambusgestrüpp bahnen.
Außerdem ist dieser Abstieg bei starkem Wind eher nicht zu empfehlen.

Blick vom Qilai Südgipfel

Blick vom Qilai Südgipfel

Die Wanderung von der Tianchi Hütte zum Qilai Südgipfel und Nanhua Berg und wieder zurück zur Tianchi Hütte dauert ungefähr fünf, sechs Stunden, wenn man sich genug Zeit nehmen möchte, die ein oder andere Pause einzulegen und ausgiebig die Landschaft zu genießen.

Nanhua Berg Richtung Tianchi Hütte

Nanhua Berg Richtung Tianchi Hütte

Mittags kann man dann an der Tianchi Hütte wieder eine kleine Pause einlegen und sich wieder auf den Rückweg machen.

 

Blick von der Tianchi Hütte

Abendstimmung an der Tianchi Hütte

von Eva Triendl

Langwelle

Einige Bilder unserer frühmorgendlichen Jagd nach den Super-Wellen. Anscheinend waren wir ein wenig zu früh für die Monsterbrecher, der Taifun war noch in sicherer Entfernung, doch wahrscheinlich war dies auch gut so.

Mit dem Nahverkehrszug schaukelten wir uns der Küste entgegen. Bei Ansicht des Meeres war dann auch die Müdigkeit verflogen.

Einige Impressionen unseres morgendlichen Spazierganges von Daxi nach Dali entlang der Ostküste beim Nahen des Taifuns Soudelor.

Zwar erreichten die Wellen bei weitem nicht die Höhe des folgenden Tages (bis zu 14 Meter), die unbändige Kraft des Meeres war aber immer zu spüren, das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt.

Rechtzeitig vor dem Einsetzen der starken Winde bummelte uns der Nahverkehrszug in Richtung Taipei.

Allgemeine Warnung: Taiwans Küsten und Strände warten teils wegen plötzlich auftauchender höherer Wellen oder Unterströmungen mit unangenehmen Überraschungen auf. Immer wieder werden Angler oder Badende ins Meer gezogen und dies auch außerhalb der besonders gefährlichen Taifunzeiten. Unser Spaziergang fand natürlich vor der Taifunwarnung statt.

Text und Fotos: Frank Pevec

Kulinarisches und Kultur – Taichung

Heute geht es um die zentraltaiwanische Metropole Taichung. Gab man früher Taichungs Einwohnerzahl mit 1 Mio. Menschen an, wuchs die Stadt durch die Gebietsreform auf über 2,5 Mio. Einwohner und ist dabei flächenmäßig acht mal so groß wie Taipei geworden – etliche ländlichere Kreise wurden der Stadt zugeschlagen.

Rein gefühlt ist die Stadt Taichung mindestens die drittgrößte Taiwans. Die Regierenden der Stadt sind eifrig bemüht, den größeren Städten Kaohsiung und Taipei den Rang abzulaufen.

Ein mächtiger Bauboom hat dort eingesetzt, der auch für architektonisch Interesssierte etwas zu bieten hat. Interessant ist oft der Zusammenprall der Stilrichtungen, wobei die amerikanische Moderne nach wie vor ein wenig die Oberhand behält. Dieser Eindruck entsteht wohl auch durch die zahlreichen Kettenläden und Supermärkte und nicht zu vergessen die Kettenrestaurants, die das Bild der Stadt mitprägen.

Doch es entwickelt sich auch etliches Freieres, wie z.B. das Viertel „Little Europe“ ( meine ganz persönliche Bezeichnung. Es besteht aus einer Aneinanderreihung von unterschiedlichsten Restaurant, die jeweils ein Land in der Vorstellung ihrer Erbauer darstellen. Einen kleinen Eindruck davon können Sie hier
bekommen.

Wirtschaftlich ist Taichung Zentrum des Maschinenbaus und der Metallverabeitung, Taiwans Auto-, Moped- und Fahrradindustrie ist hier ebenfalls angesiedelt. Ferner ist Taichung wohl auch die eindeutige KTV-Hauptstadt Taiwans, etliche große KTV-Paläste lassen sich hier finden. Ebenso beeindruckend ist die Zahl der Motels; von Taichung aus lassen sich zudem leicht Ausflüge in die nahegelegene Berggegend machen, auch der Sonne-Mond-See ist in einer Autostunde zu erreichen.

Doch Taichung hat auch für verfeinerte Gaumenfreuden etwas zu bieten, in der Gegend um Taichung wird Kaffee und auch der beste Tee in Taiwan angebaut, ferner ist die Stadt für ihre Sonnenblumenkekse bekannt.

Berglandschaft bei Taichung

Berglandschaft bei Taichung (Foto: Frank Pevec)

Kaffeeanbau? Das mag ein wenig überraschend klingen, doch gab es hier seit den 50er Jahren bei der landwirtschaftlichen Modernisierung Versuche, die Landwirtschaft auf die Produktion hochwertigerer Agrarprodukte wie z.B. Kaffee anzubauen. Damals analysierte man pragmatisch und mit ökonomischem Sachverstand, was sich denn hier in Taiwan am gewinnträchtigsten anbauen ließe. Man stellte fest, dass das Klima in den Berghöhen um Taichung auf 1500 bis 2000 Metern Höhe dem des Klimas in Jamaika entspricht, und von dort kommt der hocharomatische Blue Mountain Kaffee, einer der besten der Welt.

Danach setzte eine rapide Entwicklung ein , die Landwirtschaft verlor dabei sehr schnell seine Rolle als treibende Kraft . Innerhalb von 30 Jahren gelang Taiwan der Sprung von einem Agrar- zu einem sich entwickelnden Industrieland, doch auch in kulinarischer Hinsicht blieb die Entwicklung ebenfalls nicht stehen.

Davon hatte ich im Rahmen einer Journalisteneinführung Gelegenheit, mich zu überzeugen. Übernachtet hatten wir im City Resort , einem recht neuen in einer Neubaugegend errichtetem Hotel, welches in zwei, drei Jahren – nach Fertigstellung des Messegeländes – dann bestens positioniert sein wird.

Auf Chinesisch trägt es den interpretationsschwangeren Namen Zhongnanhai , auf Deutsch bedeutet dies das Mittelsüdmeer, damit trägt es genau den gleichen Namen wie die kaiserliche Parkanlage im Zentrum von Beijing, die auch Revolutionsführer Mao Zedong jahrelang als das richtige Umfeld für die Entwicklung seiner einzig wahren revolutionären Ideen betrachtete.

Das Hotelmanagment gab auch zu, daß man damit die Aufmerksamkeit der Touristen vom Festland auf sich lenken wollte, welcher Festländer würde nicht gerne davon erzählen, im völlig abbeschotteten Regierungsdomizil übernachtet zu haben.

Doch gleichzeitig versicherte man auch , dass es sich um ein Hotel mit taiwanischem Geist und taiwanischer Prägung handele.

 

Das man sich hier nicht vor großen Mächten zu fürchten musste, verdeutlichten einem die vielen Teddybären in teils imposanter Größe, die in der Hotel-Lobby auf neomingzeitlichen Möbeln verteilt waren. Diese Teddy Bär Aktion mit jeweils neuen Teddy-Themen läuft zur Zeit nicht nur in Taichung, sondern im ganzen Land. Imposant war auch die 6m hohe Hochzeitssuite des Hotels.

Zum Kaffeetrinken ging es in das wohl bekannteste Kaffeehaus in Taichung, welches einem landesweit bekannten Taichunger Bürger gehört: es handelt sich um Lai Beiyuan, auch Lai Sa genannt, der sein Leben schon früh der Verbesserung der Umwelt verschrieben hatte.


Lai Sa, in Taiwan auch König der Bäume oder auch Mr. Tree genannt, bekam damals die Idee, Taiwan zu retten und Bäume zu pflanzen. Taiwans Abholzung begann in größerem Ausmaße während der japanischen Besatzungszeit 1895, etliche der tropischen Baumriesen, meist Zedern und Kampherbäume wurden gefällt, Hartholzarten waren bei den Japanern für den Bau von Schreinen und Särgen sehr beliebt.

Doch auch nach der Wiedererlangung der Souveränität nach dem 2. Weltkrieg ging die Abholzung weiter, erst 1989 wurden diese Machenschaften rechtlich unterbunden. War Taiwan Ende des 19. Jhdt. noch zu über 90% bewaldet, sind es heute nur noch 47%.
Mr. Tree, Lai Sa bemerkte die negativen Einflüsse der rapiden Industrialisierung, verkaufte seine Unternehmen und investierte sein Geld in den Kauf von Bergen, die er wieder aufforstete. Mittlerweile hat er eine Fläche von 130 ha Land gekauft, und mit einheimischen, tiefwurzelnden Zedern und Zimtbäumen aufgeforstet. Dafür inklusive der Wiederaufforstungsanstrengungen sollen bisher 50 bis 70 Mio. USD investiert worden sein. Für seine Anstrengungen wurde Lai mit diversen Auszeichnungen bedacht, auch Präsident Ma Ying-jeou lobte ihn mehrmals. Um Geld habe man bei der Regierung für die Umsetzung der Projekte aber noch nie gefragt.
Bäume werden laut der Philosophie von Lai Sa nicht gefällt, lediglich eine Teilfläche stellte Lai Sa seinen Söhnen für den Kaffeeeanbau zur wirtschaftlichen Verwertung zur Verfügung. Von diesen Geldern und den Einnahmen aus dem Kaffeehausgeschäft gehen 95% in die Wiederaufforstung.

Bei der Herstellung des Kaffees und der Kekse ließ man auch geschmacklich den Wald mit in den Kaffeegeschmack durch Kräuter und Blätter des Waldes und durch Osmanthusblüten einfließen.

Auf den König der Bäume wird mittlerweile auch im Schulunterricht hingewiesen, nicht wenige Kinder sollen ihre Mutter um einen Besuch des Kaffeehauses bitten und haben ihr auch schon deutlich gemacht, Baumpflanzer werden zu wollen, wenn sie einmal groß sind.

Die von Lai Sas Söhnen angebaute Kaffeesorte „Wolkenweg “ überzeugte in diesem Jahr beim „15 Uhr 15 Teatime“ – Wettbewerb der Stadt Taichung die Jury und wurde mit einem Hauptpreis dekoriert.

Danach ging es weiter zur nächsten kulinarischen Spezilität, zum Gebäckhaus Fengdan, einem weiteren Preisträger beim Teatime Wettbewerb von Kunst und Kulinarsichem , der Wahl der besten Kaffee- und Teehäuser bzw. von Produkten für den Tee oder Kaffee am Nachmittag.

Fengdan bedeutet üppiges Zinnoberrot, die Farbe Rot ist im chinesischen Kulturraum generell positiv belegt. Von der Bedeutung her spielt der Name auf eine Geschichte im alten China in der Stadt Kaifeng in der Provinz Henan an.

Geröstete Datteln mit Longan- und Walnußfüllung erwies sich als außergewöhnlich schmackhafte Kombination, die besonders bekömmlich für Frauen sein sollte.

In der Tat waren die uns gereichten Süßspeisen auch für Männer recht schmackhaft, leicht kross angebackene aufgeschnittene Datteln, in die Walnüsse und etwas Longan Füllung gelegt wurden, erwiesen sich als äußerst gelungene Kombination.

Die im gehobenen Stil gehaltene Patisserie hatte noch diverse Karamel-Nuss-Süßigkeiten , Kekse als auch eine Reihe von unterschiedlichsten Mondkuchen mit Füllungen neueren Stils im Angebot. Einen Blick in die Bäckerei durften wir auch noch werfen und konnten uns von der Handarbeit der Produkte überzeugen.

Anschließend ging es weiter, endlich zum Mittagstisch ins Biancapasta, ein mit Italien liebäugelndem Restaurant in einer der In-Gegenden Taichungs, im Künstlerviertel in der Nähe der Donghai – Universität.

Das Restaurant und Kaffee ist dort schon seit 1995 anwesend und dort für seinen besonders gelungenen Käsekuchen bekannt. Das Restaurant ist für seine Verwendung von Gemüse und Kräutern aus organischem Anbau geschätzt und wurde im letzten Jahr ebenfalls für ein besondere mit Waldkräutern angerichtete Nachspeise zu einer der besten zehn Speisen Taichungs mit einem Preis ausgezeichnet. Die verwendeten Zutaten kommen alle aus ökologischem Anbau, eine besondere Spezialität ist der in Taiwan wahrscheinlich einzigartige Anbau von Artischocken.

Nach einem ausgedehnten Mal ausreichend gestärkt ging es dann zu einer der weiteren Attraktionen Taichungs, zum Hochzeitsparadies Mon Ceour, auf Chinesisch in etwa „Kammer des Wohlgeruchs des Herzens„.

Hochzeiten in Taiwan können gar nicht romantisch genug sein, am besten noch mit einem ausländischen Touch, und genau dort wurde die Marktlücke gesehen. Am Rande des Talkessels von Taichung gelegen, also oben, platzierte man mit herrlichem Ausblick nach unten. Dort zu finden war ein Hochzeitsparadies mit weissen Gebäuden, Pavillions und der berühmten LOVE Plastik, zu der man sich, umringt von Mutter Natur, ebenfalls ganz in Weiß, von einem der zahlreichen Fotographen Taiwans ablichten lassen kann.

MonCeours ist spezialisiert auf individualisiertere Hochzeiten in westlich anmutendem Ambiente, also dem Duft der großen weiten Welt.

Besonders angetan war man von dem oe im Französischen Wort für Herz, dessen enge Verbundenheit doch so herrlich zur Hochzeit passte.

Der Ort bot alles , was man brauchte: für früher von weiter her kommende Gäste einen Ruheraum, einen Ruheraum für Braut und Bräutigam einen Stock höher mit größerer begrünter Terasse. Zudem zwei Gebäude, natürlich ebenfalls in weiß, für die eigentliche Hochzeitsfeier. Wer wollte, konnte auch ganz romantisch in Häusern europäischen Stils, die je nach Region mit der jeweiligen „Ich liebe Dich“ Aufschrift abgesichert waren, seine Hochzeit begehen.

 

Das Besondere an dem Hochzeitsgeschäftskonzept: Das europäische Viertel bot im Vorfeld die Möglichkeit für einen Schnupperkurs. Es waren Kaffees oder Terassen mit Blick über den Talkessel eingerichtet, etliche Souvernierläden gab es, und die Anlage bot reichlich Gelegenheit zu romantischen Schnappschüssen, mit reichlich Vorfreude auf eine exclusive Hochzeit.

 

Nach einem anschließenden Abendessen  in einem modernen Restaurant und Kaffeehaus im neugebauten Ahornpark von Taichung führte uns unser letzter Weg in das Kunstmuseum von Taichung. Dort gibt es die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre in die Grundlagen der Teezeremonie einführen zu lassen und kann dabei einen Blick auf Kunstinteressierte werfen, die gerade vom großen Meister Unterricht in der Kalligraphie bekommen.

Aus der Gegend von Taichung kommen einige der weltbesten Teesorten, wenn es um grünen Tee geht. Geheimtip: auch  den extra-alten schwarzen Tee probieren!

(von Frank Pevec)

Drachenbootrennen

Drachenbootrennen Bitan

Drachenbootrennen

Das Duanwu-Fest (端午節), das Drachenbootfest wird jedes Jahr am 5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender gefeiert, in diesem Jahr am 2. Juni.

Das Drachenbootfest ist nach dem Chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest eines der drei wichtigsten traditionellen Feste im chinesischen Kulturkreis.
Zu Duanwu – dem Beginn der heißen Jahreszeit – gibt es auch einige Bräuche, um Krankheiten oder andere negative Einflüsse abzuwehren. Einer davon sind die Duftbeutel, die man Kindern zum Drachenbootfest um den Hals hängt.

Drachenbootrennen

Der Trainer gibt dem Team vor dem Start noch letzte Anweisungen

Jedes Jahr werden zum Drachenbootfest Drachenbootrennen abgehalten. Die Stadt Taipei veranstaltet ihr Internationales Drachenbootrennen Taipei im Dajia-Riversidepark. Das Drachenbootfest von New Taipei findet in Xidian am Bitan statt. Aber auch in anderen Städten und Landkreisen werden Drachenbootrennen und andere Aktionen zum Drachenbootfest veranstaltet. Die Drachenbootrennen in New Taipei und Taipei City erstrecken sich meist über zwei bis drei Tage.
Ich war in diesem Jahr am Drachenbootfest am Bitan in Xindian, wo die Rennen von New Taipei stattfinden.  Bitan ist sehr bequem mit der U-Bahn zu erreichen. Man fährt einfach mit der grünen Linie bis zur Endstatioin Xindian. Von dort aus sind es nur etwa 5 Minuten zu Fuss zum Fluss – zum Bitan. Auch wenn keine Drachenbootrennen sind, ist Bitan recht beliebt bei den Bewohnern Taipeis. Dort kann man am Fluss entlangspazieren, in den Restaurants oder Cafes an der Uferpromenade etwas essen oder trinken, man kann sich ein Tretboot mieten oder am Abend am Flussufer sitzen und die Abendstimmung genießen.

Der Flaggenfänger auf dem Drachenkopf muss am Ziel die Flagge greifen

Der Flaggenfänger auf dem Drachenkopf muss am Ziel die Flagge greifen

Während der Drachenbootrennen geht es am Bitan natürlich besonders lebhaft zu. Alt und Jung sehen den Drachenbootteams zu, die unter Anfeuerungsrufen und Trommelschlägen in den buntbemalten Drachenbooten auf dem Fluss um die Wette rudern.

Es gibt am Bitan auch eine Menge Stände, die alles mögliche Anbieten, von herzhaften Snacks über Süßigkeiten, traditionelle Duftbeutel, Spielzeug und Luftballons für die Kleinen. Außerdem gibt auch Buden mit verschiedenen Nachtmarkt-Vergnügungen, wie mit Darts auf Luftballons werfen, Ringe werfen oder Badeentchen angeln. Außerdem sind während der Drachenbootrennen verschiedene Rahmenprogramme geboten, unter anderem Konzerte am Abend.

 von Eva Triendl

Taiwan auf der Internationalen Tourismusbörse 2014

Vom 5. bis 9. März fand in Berlin die Internationale Tourismusbörse 2014 statt. Es präsentierten sich gemäß der Messe Berlin 10.147 Aussteller aus 189 Ländern – mehr als zwei Drittel davon internationale Aussteller – in 26 Hallen. Insgesamt besuchten rund 114.000 Fachbesucher die Messe.

Am Samstag und Sonntag war die Messe auch für Privatbesucher offen. Über 60.000 Privatbesucher informierten sich an diesem Wochenende auf der ITB Berlin.

Auch Taiwan war wieder auf der Messe mit einem Stand vertreten. Einige RTI-Hörer und Hörerinnen haben  den Stand besucht und uns darüber informiert und Fotos geschickt.

Bernhard Henze vom RTI-Hörerklub Berlin hat uns telefonisch im Briefkasten am Freitag, den 14. März von seinen Eindrücken berichtet: (MP3-Datei)

Bereits im Vorfeld der ITB präsentierte sich Taiwan am 4. März im Sony-Center in Berlin. Frank Dombrowski hat uns Fotos von der Veranstaltung geschickt. Es gab gemäß Frank Dombrowski einen Stand mit Showbühne und es wurde auch Informationsmaterial verteilt, wie Broschüren, Stadtpläne, Reisebröschüren und Hotelführer. Außerdem wurde ein Gewinnspiel veranstaltet und auf der Bühne wurden verschiedene Tänze vorgeführt.
Hier einige Fotos, die uns Frank Dombrowski von der Veranstaltung geschickt hat:

 Fotos vom Taiwan-Stand auf der ITB Berlin von Frank Dombrowski:

RTI-Hörer Dieter Leupold hat uns ebenfalls Fotos vom Taiwan-Stand auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin 2014 geschickt – er traf auf dem Taiwan-Stand auch auf Bernhard und Ilona Henze. Hier einige Fotos:

 

Ente in Keelung

Auch wir waren bei der Ente in Keelung – und zwar noch bevor sie geplatzt ist.

Bihui Chiu und unsere Praktikantin Sophie Spadin waren am 26. Dezember in der nordtaiwanischen Hafenstadt Keelung und haben die Ente des niederländischen Künstlers Florentijn Hofman im Hafen von Keelung besucht.

Sie berichten darüber in diesem Videobeitrag und in „Reise durch Taiwan“ am Samstag, den 4. Januar 2014.

 

RTI