Der Nenggao Wanderweg

Blick vom Qilai Südgipfel

Der Spätherbst ist in Taiwan eine gute Zeit für Gebirgswanderungen. Der histroische Nenggao Wanderweg (能高越嶺古道) ist ein beliebter Wanderweg im Gebirge in Zentraltaiwan. Es ist bzw. war eigentlich ein Verbindungsweg von Nantou bis Hualien in Osttaiwan, ist aber oft nicht durchgängig begehbar (bei meiner ersten Wanderung dort traf ich noch Leute, die mit dem Mountainbike unterwegs waren). Der westliche Teil des Nenggao-Wanderwegs beginnt auf rund 2000 Metern Höhe am Tunyuan Eingang (屯原登山口). Um dorthin zu kommen fährt man von Puli im Landkreis Nantou auf der Provinzstraße 14 über Wushe (霧社) Richtung Lushan Heiße Quellen (廬山溫泉) bis zum Anfang des westlichen Teils des Nenggao Wanderwegs Tunshan. Die meisten machen eine zweitägige Wanderung auf dem Westteil des Nenggao Wanderwegs. Am ersten Tag geht es vom Eingang zum Wanderweg Tunyuan zur Tianchi Hütte (天池山莊) auf 2860 Metern Höhe. Dort übernachtet man dann und am nächsten Tag geht noch vor Tagesanbruch weiter über den Tianchi See auf 3080 Metern Höhe (天池) zum 3358 Meter hohen Qilai Südgipfel (奇萊南峰) und zum 3184 Meter hohen Berg Nanhua. (南華山). Man kann von der Tianchi Hütte aus natürlich auch noch andere Touren unternehmen.

Zwischen Yunhai Station und Tianchi Hütte

Zwischen Yunhai Station und Tianchi Hütte

Der Nenggao Wanderweg ist auch historisch interessant. Auf diesem Weg entlang haben schon die Japaner während der Kolonialzeit Posten eingerichtet, um das Gebiet und die dortigen Ressourcen zu erschließen und die dort lebenden Ureinwohner unter Kontrolle zu bringen. Beim Wushe Aufstand der Ureinwohner Atayal bzw. Sediq wurden die meisten japanischen Stützpunkte niedergebrannt, aber später wieder aufgebaut. Außerdem hat das Elektrizitätswerk Taipower über diesen Weg die Stromtrasse zwischen dem Westen und dem Osten Taiwans errichtet worden. Es gibt auf 2802 Meter Höhe noch ein Denkmal dafür.

Der Weg vom Anfang des Wanderwegs Tunyuan bis zur Tianchi Berghütte ist knapp 15 Kilometer lang. Nach etwa 5 Kilometern kommt man zur Wartungsstation des Elektrizitätswerkes Yunhai (Wolkenmeer Wartungsstation). Diese Station auf 2.360 Metern Höhe wurde 1950 als Wartungsstation des Elektrizitätswerkes erbaut. Schon während der japanischen Kolonialzeit befand sich an dieser Stelle ein japanischer Posten. Die meisten Wanderer legen an der Yunhai Station eine kurze Rast ein. Von dort sind es noch knapp 10 Kilometer bis zur Tianchi Hütte.

Yunhai Station von Taipower

Yunhai Station

Die Tianchi Hütte wird auch oft als „Luxus-Berghütte“ bezeichnet. Sie hat 88 Plätze auf zwei Stockwerken in mehreren Schlafräumen. Gegenüber den Schlafplätzen sind Regale angebracht, in denen die Wanderer ihre Rucksäcke und andere Dinge abstellen können. Es gibt sowohl einen Raum zum Kochen für Selbstversorger (man muss einen eigenen Gaskocher mitbringen, fließendes Wasser und Trinkwasser steht zur Verfügung), man kann jedoch auch Essen vorbestellen. Die jetzige Hütte wurde 2011 erbaut. Die alte Hütte bot nicht mehr genug Platz für die wachsende Zahl der Wanderer auf dem Nenggao Wanderweg. Die erste Hütte dort wurde jedoch schon 1918 während der japanischen Kolonialzeit gebaut.
Von der Hütte aus hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Gebirgslandschaft und man kann Wolkenfälle, Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und den Sternenhimmel betrachten. Der Nenggao Wanderweg ist sehr beliebt und die Hüttenplätze werden unter den Anmeldungen verlost. Es stehen vor der Hütte auch noch Zeltplätze zur Verfügung. Aber an Wochenenden und Feiertagen ist es oft schwer, Hütten- oder Zeltplätze zu bekommen. Man benötigt für die Tour auch eine Berggenehmigung.

Tianchi Hütte

Tianchi Hütte

Am zweiten Tag machen sich die meisten Wanderer schon frühmorgens um etwa fünf Uhr auf den Weg Richtung Qilai Südgipfel (3358 m) und Nanhua Berg (3184 m). Der Weg ist recht einfach zu gehen und man kann so in aller Ruhe die schöne Gebirgslandschaft genießen.
Die meisten Wanderer gehen vom Berg Nanhua aus wieder den gleichen Weg zurück zur Tianchi Hütte. Man kann jedoch auch auf der anderen Seite über den Bergrücken absteigen. Dieser Pfad ist weniger begangen und man muss sich manchmal seinen Weg durch hohes Bambusgestrüpp bahnen.
Außerdem ist dieser Abstieg bei starkem Wind eher nicht zu empfehlen.

Blick vom Qilai Südgipfel

Blick vom Qilai Südgipfel

Die Wanderung von der Tianchi Hütte zum Qilai Südgipfel und Nanhua Berg und wieder zurück zur Tianchi Hütte dauert ungefähr fünf, sechs Stunden, wenn man sich genug Zeit nehmen möchte, die ein oder andere Pause einzulegen und ausgiebig die Landschaft zu genießen.

Nanhua Berg Richtung Tianchi Hütte

Nanhua Berg Richtung Tianchi Hütte

Mittags kann man dann an der Tianchi Hütte wieder eine kleine Pause einlegen und sich wieder auf den Rückweg machen.

 

Blick von der Tianchi Hütte

Abendstimmung an der Tianchi Hütte

von Eva Triendl

Berlin begrüßt das Jahr der Ziege

Löwentanz

Das neue chinesische Jahr der Ziege wird in Berlin mit enem Löwentanz begrüßt

Auch in Berlin ist der Beginn des neuen Jahrs der Ziege gefeiert worden.

Bei Löwentanz, Trommeltanz und Fächertanz, Gesangsdarbietungen und weiteren Programmpunkten kam bei der Feier am Sonntag, den 22. Februar in der ev. Grundschule Berlin-Neukölln nahe dem Hermannplatz auch in Berlin Neujahrsstimmung auf.

Vor Beginn des Programms wurden zahlreiche landestypische Speisen und Snacks für wenig Geld angeboten.

Unser Hörer Frank Dombrowski war dabei und hat uns einige Fotos vom Fest zur Verfügung gestellt.

Natürlich fehlte auch die Tombola zum Abschluss nicht – zu Gewinnen gab es zahlreiche Preise von Trostpreisen bis zu zwei Hin- und Rückflügen nach Taiwan.

Vielen Dank an Frank Dombrowski für den Bericht und die Fotos!

Kulinarisches und Kultur – Taichung

Heute geht es um die zentraltaiwanische Metropole Taichung. Gab man früher Taichungs Einwohnerzahl mit 1 Mio. Menschen an, wuchs die Stadt durch die Gebietsreform auf über 2,5 Mio. Einwohner und ist dabei flächenmäßig acht mal so groß wie Taipei geworden – etliche ländlichere Kreise wurden der Stadt zugeschlagen.

Rein gefühlt ist die Stadt Taichung mindestens die drittgrößte Taiwans. Die Regierenden der Stadt sind eifrig bemüht, den größeren Städten Kaohsiung und Taipei den Rang abzulaufen.

Ein mächtiger Bauboom hat dort eingesetzt, der auch für architektonisch Interesssierte etwas zu bieten hat. Interessant ist oft der Zusammenprall der Stilrichtungen, wobei die amerikanische Moderne nach wie vor ein wenig die Oberhand behält. Dieser Eindruck entsteht wohl auch durch die zahlreichen Kettenläden und Supermärkte und nicht zu vergessen die Kettenrestaurants, die das Bild der Stadt mitprägen.

Doch es entwickelt sich auch etliches Freieres, wie z.B. das Viertel „Little Europe“ ( meine ganz persönliche Bezeichnung. Es besteht aus einer Aneinanderreihung von unterschiedlichsten Restaurant, die jeweils ein Land in der Vorstellung ihrer Erbauer darstellen. Einen kleinen Eindruck davon können Sie hier
bekommen.

Wirtschaftlich ist Taichung Zentrum des Maschinenbaus und der Metallverabeitung, Taiwans Auto-, Moped- und Fahrradindustrie ist hier ebenfalls angesiedelt. Ferner ist Taichung wohl auch die eindeutige KTV-Hauptstadt Taiwans, etliche große KTV-Paläste lassen sich hier finden. Ebenso beeindruckend ist die Zahl der Motels; von Taichung aus lassen sich zudem leicht Ausflüge in die nahegelegene Berggegend machen, auch der Sonne-Mond-See ist in einer Autostunde zu erreichen.

Doch Taichung hat auch für verfeinerte Gaumenfreuden etwas zu bieten, in der Gegend um Taichung wird Kaffee und auch der beste Tee in Taiwan angebaut, ferner ist die Stadt für ihre Sonnenblumenkekse bekannt.

Berglandschaft bei Taichung

Berglandschaft bei Taichung (Foto: Frank Pevec)

Kaffeeanbau? Das mag ein wenig überraschend klingen, doch gab es hier seit den 50er Jahren bei der landwirtschaftlichen Modernisierung Versuche, die Landwirtschaft auf die Produktion hochwertigerer Agrarprodukte wie z.B. Kaffee anzubauen. Damals analysierte man pragmatisch und mit ökonomischem Sachverstand, was sich denn hier in Taiwan am gewinnträchtigsten anbauen ließe. Man stellte fest, dass das Klima in den Berghöhen um Taichung auf 1500 bis 2000 Metern Höhe dem des Klimas in Jamaika entspricht, und von dort kommt der hocharomatische Blue Mountain Kaffee, einer der besten der Welt.

Danach setzte eine rapide Entwicklung ein , die Landwirtschaft verlor dabei sehr schnell seine Rolle als treibende Kraft . Innerhalb von 30 Jahren gelang Taiwan der Sprung von einem Agrar- zu einem sich entwickelnden Industrieland, doch auch in kulinarischer Hinsicht blieb die Entwicklung ebenfalls nicht stehen.

Davon hatte ich im Rahmen einer Journalisteneinführung Gelegenheit, mich zu überzeugen. Übernachtet hatten wir im City Resort , einem recht neuen in einer Neubaugegend errichtetem Hotel, welches in zwei, drei Jahren – nach Fertigstellung des Messegeländes – dann bestens positioniert sein wird.

Auf Chinesisch trägt es den interpretationsschwangeren Namen Zhongnanhai , auf Deutsch bedeutet dies das Mittelsüdmeer, damit trägt es genau den gleichen Namen wie die kaiserliche Parkanlage im Zentrum von Beijing, die auch Revolutionsführer Mao Zedong jahrelang als das richtige Umfeld für die Entwicklung seiner einzig wahren revolutionären Ideen betrachtete.

Das Hotelmanagment gab auch zu, daß man damit die Aufmerksamkeit der Touristen vom Festland auf sich lenken wollte, welcher Festländer würde nicht gerne davon erzählen, im völlig abbeschotteten Regierungsdomizil übernachtet zu haben.

Doch gleichzeitig versicherte man auch , dass es sich um ein Hotel mit taiwanischem Geist und taiwanischer Prägung handele.

 

Das man sich hier nicht vor großen Mächten zu fürchten musste, verdeutlichten einem die vielen Teddybären in teils imposanter Größe, die in der Hotel-Lobby auf neomingzeitlichen Möbeln verteilt waren. Diese Teddy Bär Aktion mit jeweils neuen Teddy-Themen läuft zur Zeit nicht nur in Taichung, sondern im ganzen Land. Imposant war auch die 6m hohe Hochzeitssuite des Hotels.

Zum Kaffeetrinken ging es in das wohl bekannteste Kaffeehaus in Taichung, welches einem landesweit bekannten Taichunger Bürger gehört: es handelt sich um Lai Beiyuan, auch Lai Sa genannt, der sein Leben schon früh der Verbesserung der Umwelt verschrieben hatte.


Lai Sa, in Taiwan auch König der Bäume oder auch Mr. Tree genannt, bekam damals die Idee, Taiwan zu retten und Bäume zu pflanzen. Taiwans Abholzung begann in größerem Ausmaße während der japanischen Besatzungszeit 1895, etliche der tropischen Baumriesen, meist Zedern und Kampherbäume wurden gefällt, Hartholzarten waren bei den Japanern für den Bau von Schreinen und Särgen sehr beliebt.

Doch auch nach der Wiedererlangung der Souveränität nach dem 2. Weltkrieg ging die Abholzung weiter, erst 1989 wurden diese Machenschaften rechtlich unterbunden. War Taiwan Ende des 19. Jhdt. noch zu über 90% bewaldet, sind es heute nur noch 47%.
Mr. Tree, Lai Sa bemerkte die negativen Einflüsse der rapiden Industrialisierung, verkaufte seine Unternehmen und investierte sein Geld in den Kauf von Bergen, die er wieder aufforstete. Mittlerweile hat er eine Fläche von 130 ha Land gekauft, und mit einheimischen, tiefwurzelnden Zedern und Zimtbäumen aufgeforstet. Dafür inklusive der Wiederaufforstungsanstrengungen sollen bisher 50 bis 70 Mio. USD investiert worden sein. Für seine Anstrengungen wurde Lai mit diversen Auszeichnungen bedacht, auch Präsident Ma Ying-jeou lobte ihn mehrmals. Um Geld habe man bei der Regierung für die Umsetzung der Projekte aber noch nie gefragt.
Bäume werden laut der Philosophie von Lai Sa nicht gefällt, lediglich eine Teilfläche stellte Lai Sa seinen Söhnen für den Kaffeeeanbau zur wirtschaftlichen Verwertung zur Verfügung. Von diesen Geldern und den Einnahmen aus dem Kaffeehausgeschäft gehen 95% in die Wiederaufforstung.

Bei der Herstellung des Kaffees und der Kekse ließ man auch geschmacklich den Wald mit in den Kaffeegeschmack durch Kräuter und Blätter des Waldes und durch Osmanthusblüten einfließen.

Auf den König der Bäume wird mittlerweile auch im Schulunterricht hingewiesen, nicht wenige Kinder sollen ihre Mutter um einen Besuch des Kaffeehauses bitten und haben ihr auch schon deutlich gemacht, Baumpflanzer werden zu wollen, wenn sie einmal groß sind.

Die von Lai Sas Söhnen angebaute Kaffeesorte „Wolkenweg “ überzeugte in diesem Jahr beim „15 Uhr 15 Teatime“ – Wettbewerb der Stadt Taichung die Jury und wurde mit einem Hauptpreis dekoriert.

Danach ging es weiter zur nächsten kulinarischen Spezilität, zum Gebäckhaus Fengdan, einem weiteren Preisträger beim Teatime Wettbewerb von Kunst und Kulinarsichem , der Wahl der besten Kaffee- und Teehäuser bzw. von Produkten für den Tee oder Kaffee am Nachmittag.

Fengdan bedeutet üppiges Zinnoberrot, die Farbe Rot ist im chinesischen Kulturraum generell positiv belegt. Von der Bedeutung her spielt der Name auf eine Geschichte im alten China in der Stadt Kaifeng in der Provinz Henan an.

Geröstete Datteln mit Longan- und Walnußfüllung erwies sich als außergewöhnlich schmackhafte Kombination, die besonders bekömmlich für Frauen sein sollte.

In der Tat waren die uns gereichten Süßspeisen auch für Männer recht schmackhaft, leicht kross angebackene aufgeschnittene Datteln, in die Walnüsse und etwas Longan Füllung gelegt wurden, erwiesen sich als äußerst gelungene Kombination.

Die im gehobenen Stil gehaltene Patisserie hatte noch diverse Karamel-Nuss-Süßigkeiten , Kekse als auch eine Reihe von unterschiedlichsten Mondkuchen mit Füllungen neueren Stils im Angebot. Einen Blick in die Bäckerei durften wir auch noch werfen und konnten uns von der Handarbeit der Produkte überzeugen.

Anschließend ging es weiter, endlich zum Mittagstisch ins Biancapasta, ein mit Italien liebäugelndem Restaurant in einer der In-Gegenden Taichungs, im Künstlerviertel in der Nähe der Donghai – Universität.

Das Restaurant und Kaffee ist dort schon seit 1995 anwesend und dort für seinen besonders gelungenen Käsekuchen bekannt. Das Restaurant ist für seine Verwendung von Gemüse und Kräutern aus organischem Anbau geschätzt und wurde im letzten Jahr ebenfalls für ein besondere mit Waldkräutern angerichtete Nachspeise zu einer der besten zehn Speisen Taichungs mit einem Preis ausgezeichnet. Die verwendeten Zutaten kommen alle aus ökologischem Anbau, eine besondere Spezialität ist der in Taiwan wahrscheinlich einzigartige Anbau von Artischocken.

Nach einem ausgedehnten Mal ausreichend gestärkt ging es dann zu einer der weiteren Attraktionen Taichungs, zum Hochzeitsparadies Mon Ceour, auf Chinesisch in etwa „Kammer des Wohlgeruchs des Herzens„.

Hochzeiten in Taiwan können gar nicht romantisch genug sein, am besten noch mit einem ausländischen Touch, und genau dort wurde die Marktlücke gesehen. Am Rande des Talkessels von Taichung gelegen, also oben, platzierte man mit herrlichem Ausblick nach unten. Dort zu finden war ein Hochzeitsparadies mit weissen Gebäuden, Pavillions und der berühmten LOVE Plastik, zu der man sich, umringt von Mutter Natur, ebenfalls ganz in Weiß, von einem der zahlreichen Fotographen Taiwans ablichten lassen kann.

MonCeours ist spezialisiert auf individualisiertere Hochzeiten in westlich anmutendem Ambiente, also dem Duft der großen weiten Welt.

Besonders angetan war man von dem oe im Französischen Wort für Herz, dessen enge Verbundenheit doch so herrlich zur Hochzeit passte.

Der Ort bot alles , was man brauchte: für früher von weiter her kommende Gäste einen Ruheraum, einen Ruheraum für Braut und Bräutigam einen Stock höher mit größerer begrünter Terasse. Zudem zwei Gebäude, natürlich ebenfalls in weiß, für die eigentliche Hochzeitsfeier. Wer wollte, konnte auch ganz romantisch in Häusern europäischen Stils, die je nach Region mit der jeweiligen „Ich liebe Dich“ Aufschrift abgesichert waren, seine Hochzeit begehen.

 

Das Besondere an dem Hochzeitsgeschäftskonzept: Das europäische Viertel bot im Vorfeld die Möglichkeit für einen Schnupperkurs. Es waren Kaffees oder Terassen mit Blick über den Talkessel eingerichtet, etliche Souvernierläden gab es, und die Anlage bot reichlich Gelegenheit zu romantischen Schnappschüssen, mit reichlich Vorfreude auf eine exclusive Hochzeit.

 

Nach einem anschließenden Abendessen  in einem modernen Restaurant und Kaffeehaus im neugebauten Ahornpark von Taichung führte uns unser letzter Weg in das Kunstmuseum von Taichung. Dort gibt es die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre in die Grundlagen der Teezeremonie einführen zu lassen und kann dabei einen Blick auf Kunstinteressierte werfen, die gerade vom großen Meister Unterricht in der Kalligraphie bekommen.

Aus der Gegend von Taichung kommen einige der weltbesten Teesorten, wenn es um grünen Tee geht. Geheimtip: auch  den extra-alten schwarzen Tee probieren!

(von Frank Pevec)

Das Shi-Yang Teehaus – mehr als Teetrinken

Foto: Lovely Taiwan

Die Stiftung „Lovely Taiwan “ hat nun ihr Internationales Spotlight Programm erweitert. Die Stiftung „Lovely Taiwan“ (台灣好基金會) wurde 2009 gegründet, mit dem Ziel am Schaffen einer örtlichen Kultur teilzuhaben. Dadurch sollte auch Bürgern Taiwans und Besuchern ermöglicht werden, das Leben in den Städten, Stadtteilen oder Gemeinden zu erfahren.

Nach den Internationalen Spotlights im Osten 

– wie das Tiehua Music Village in Taitung, Chishan, Makutaay oder Hualien im Osten Taiwans hat „Lovely Taiwan“ nun in Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro Taiwan auch Internationale Spotlights in Nordtaiwan ausgewählt. Das Internationale Spotlight Projekt hat das Ziel, Reisende einen tieferen und genaueren Blick in die reichhaltige Kultur Taiwans zu ermöglichen und diese zu erfahren.

Angefangen mit dem Laden von „Loveley Taiwan“ selbst und dem umliegenden Stadtviertel. Der Laden befindet sich zwischen den MRT-Stationen Zhongshan und Shuanglian auf der roten Linie Richtung Tamsui.

Der Laden bietet handgefertigte lokale Produkte und Kunsthandwerk aus verschiedenen Orten. Mit den Einnahmen werden wiederum die jeweiligen Gemeinschaften, die die Produkte herstellen, unterstützt.

In der obersten Etage des Ladens befindet sich ein Raum mit Prospekten, Karten, Reisematerial und Informationen, in dem auch Ausstellungen und Workshops stattfinden. Besucher sind auch eingeladen, dort eine Pause einzulegen und sich ein wenig auszuruhen.

Der Laden ist auch ein guter Ausgangspunkt, um die Gegend mit seinen kleinen Gassen, Geschäften, Kulturstätten, Cafes und Restaurants zu erkunden.

Shi-Yang Teehaus

Ein weiteres neues Angebot im Rahmen des Internationales Spotlight Nordtaiwan ist ein Besuch des Shi-Yang Teehauses und Restaurants in den Bergen von Xizhi nahe Taipei. Das Teehaus ist ein sehr guter Ort, um zur Ruhe zu kommen. Die Architektur aus Holz mit großen Schiebefenstern- und Türen aus Glas ermöglicht überall einen schönen Blick in die bergige Landschaft.

Shi-Yang Teehaus

Im Shiyang Teehaus kann man keine bestimmten Teesorten bestellen und im Restaurant gibt es keine Speisekarte. Der Teemeister bereitet für die Gäste zwei verschiedene Teesorten zu. Das Essen wird in einem Nebenhaus serviert – man kann wählen zwischen einem normalen und vegetarischen Menü.

Das Shiyang Restaurant liegt etwas Abseits in den Bergen und ist für Touristen aus dem Ausland vielleicht nicht so einfach zu erreichen. Außerdem muss man sich vorher anmelden.

Das Teehaus an einem regnersichen Spätnachmittag

Das Teehaus an einem regnersichen Spätnachmittag

Deshalb bietet „Lovely Taiwan“ jeden Mittwoch um 15:15 Uhr eine Fahrt zum Shi-Yang Teehaus. Man kann die Fahrt über die Webseiten oder direkt im Laden buchen. Die Kosten betragen 1.225 Taiwan Dollar, eingeschlossen Teezeremonie und Menü mit Kostenloser Hin- und Rückfahrt vom Laden von „Lovely Taiwan“

Anmelden kann man sich über die Webseite

http://www.lovelytaiwan.org.tw/web/news_detail.php?id=192 (Chinesisch und Englisch)

Dieses Programm ist auch für Reisende ohne Chinesischkenntnisse gut geeignet – es gibt englischsprachige Begleitung und englischsprachige Teemeister.

Ein weiterer Punkt der Internationalen Spotlights im Norden ist das U-Theatre in den Bergen von Muzha. Das U-Theatre ist ein bekanntes Trommel-Ensemble mit dem Konzept „Erst Meditation, dann Trommeln“. Das U-Theater hat seinen Sitz in den Mucha-Bergen, wo sich auch ein Freilufttheater befindet.

Kurse und Camps werden für Gruppen abgehalten. Bei Interesse kann man sich an die Stiftung „Lovely Taiwan“ wenden, um nähere Informationen zu erhalten.

Mehr Informationen über die Angebote von Lovely Taiwan auf den Webseiten

www.lovelytaiwan.org.tw (chinesisch)

oder:
http://www.lovelytaiwan.org.tw/web/index.en.php (englisch)

von Eva Triendl

Drachenbootrennen

Drachenbootrennen Bitan

Drachenbootrennen

Das Duanwu-Fest (端午節), das Drachenbootfest wird jedes Jahr am 5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender gefeiert, in diesem Jahr am 2. Juni.

Das Drachenbootfest ist nach dem Chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest eines der drei wichtigsten traditionellen Feste im chinesischen Kulturkreis.
Zu Duanwu – dem Beginn der heißen Jahreszeit – gibt es auch einige Bräuche, um Krankheiten oder andere negative Einflüsse abzuwehren. Einer davon sind die Duftbeutel, die man Kindern zum Drachenbootfest um den Hals hängt.

Drachenbootrennen

Der Trainer gibt dem Team vor dem Start noch letzte Anweisungen

Jedes Jahr werden zum Drachenbootfest Drachenbootrennen abgehalten. Die Stadt Taipei veranstaltet ihr Internationales Drachenbootrennen Taipei im Dajia-Riversidepark. Das Drachenbootfest von New Taipei findet in Xidian am Bitan statt. Aber auch in anderen Städten und Landkreisen werden Drachenbootrennen und andere Aktionen zum Drachenbootfest veranstaltet. Die Drachenbootrennen in New Taipei und Taipei City erstrecken sich meist über zwei bis drei Tage.
Ich war in diesem Jahr am Drachenbootfest am Bitan in Xindian, wo die Rennen von New Taipei stattfinden.  Bitan ist sehr bequem mit der U-Bahn zu erreichen. Man fährt einfach mit der grünen Linie bis zur Endstatioin Xindian. Von dort aus sind es nur etwa 5 Minuten zu Fuss zum Fluss – zum Bitan. Auch wenn keine Drachenbootrennen sind, ist Bitan recht beliebt bei den Bewohnern Taipeis. Dort kann man am Fluss entlangspazieren, in den Restaurants oder Cafes an der Uferpromenade etwas essen oder trinken, man kann sich ein Tretboot mieten oder am Abend am Flussufer sitzen und die Abendstimmung genießen.

Der Flaggenfänger auf dem Drachenkopf muss am Ziel die Flagge greifen

Der Flaggenfänger auf dem Drachenkopf muss am Ziel die Flagge greifen

Während der Drachenbootrennen geht es am Bitan natürlich besonders lebhaft zu. Alt und Jung sehen den Drachenbootteams zu, die unter Anfeuerungsrufen und Trommelschlägen in den buntbemalten Drachenbooten auf dem Fluss um die Wette rudern.

Es gibt am Bitan auch eine Menge Stände, die alles mögliche Anbieten, von herzhaften Snacks über Süßigkeiten, traditionelle Duftbeutel, Spielzeug und Luftballons für die Kleinen. Außerdem gibt auch Buden mit verschiedenen Nachtmarkt-Vergnügungen, wie mit Darts auf Luftballons werfen, Ringe werfen oder Badeentchen angeln. Außerdem sind während der Drachenbootrennen verschiedene Rahmenprogramme geboten, unter anderem Konzerte am Abend.

 von Eva Triendl

Ente in Keelung

Auch wir waren bei der Ente in Keelung – und zwar noch bevor sie geplatzt ist.

Bihui Chiu und unsere Praktikantin Sophie Spadin waren am 26. Dezember in der nordtaiwanischen Hafenstadt Keelung und haben die Ente des niederländischen Künstlers Florentijn Hofman im Hafen von Keelung besucht.

Sie berichten darüber in diesem Videobeitrag und in „Reise durch Taiwan“ am Samstag, den 4. Januar 2014.

 

RTI

 

Taiwanrundfahrt: Formosa 900 – Von Kaohsiung zurück in die Hauptstadt Taipei

Taiwanrundfahrt: Formosa 900 – 6. Tag  –  von Kaohsiung bis nach Chiayi (138 km )

Gut die Hälfte des Weges ist zurückgelegt, jetzt geht es wieder stramm nach Norden in Richtung Hauptstadt durch die dichtbesiedelte Westhälfte der Insel. Die heutige Etappe führte uns von Kaohsiung über Tainan bis nach Chiayi, mit 140 km stand die längste Etappe auf dem Programm.

 Weiterhin wunderschönes Wetter bei 30 Grad, allerdings stellte ging es diesmal nur sehr schleppend zum in das eigentlich recht nahe liegende, nur 30 km entfernte Tainan. Kaohsiung ist mit gut 1,5 Mio. Einwohnern Taiwans zweitgrößte Stadt.

Der Verkehr von Kaohsioung war sehr intenstiv, etliche knatternde Mopeds PKWs und LKWs sorgten für Geräuschkulisse und dicke Luft, zudem kam man wegen der zahlreichen Ampeln kaum voran.

 Tainan und Kaoshiung wachsen immer mehr zusammen, zudem befindet sich nahezu sämtliche wirtschaftliche Aktivität an der Westküste, entsprechendicht ist es dort besiedelt. Nur ein Drittel der Fläche ist bewohnbar. So kommt man schnell auf eine Bevölkerungsdichte von 2000 Personen pro km2, inklusive unbewohnter landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Rast machten wir in einem Museums-Park für Merkwürdigkeiten mit dem Namen „Glaub es oder glaub es nicht“.

Irgendwann erreichten wir Anping, einen Vorort von Tainan. Dieser Ort hat nicht nur historisch mit die ältesten Gebäude Taiwans aufzuweisen, sondern ist auch für seine kulinarischen Spezialitäten bekannt, vornehmlich Seafood,  Tainan liegt küstennah.

Nach einem ausgezeichneten Mittagesseen ging es bei über 30 Grad weiter, es wurde richtig heiss, doch zum Glück weg von der Hauptstraße, vorbei an Feldern und Fischteichen.

Im Dunkeln erreichte man nach einem langen Tag das etwas verschlafene Chiayi. Dort scheinen die nettesten Taiwanesen zu leben. Freundlich neugierig zeigten sie sich sehr interessiert, mehrfach wurden wir auf unserem Weg zum Restaurant angesprochen. Durch kleine Gassen ging es, in denen wir zwei auffällig grosse und schöne Tempelanlagen entdecken konnten.

 

Abendessen gab es in einem einfachen Restaurant in der Innenstadt, die aus lediglich einer Hauptstraße zu bestehen scheint.

Gegessen wurde heute mal eine ganz einfache, lokale Küche, die aber immer schmackhaft ist. Sollte es nebenan eine Spezialität geben: Kein Problem, bestellen und rüberbringen lassen!

Kurzum: Chiayi ist zwar nicht spektakulär, die Bewohner vermittelten uns aber ein äußerst positives Lebensgefühl. Von hier kann übrigends man mit der berühmtesten Bergbahn Taiwans den Berg Ali erklimmen. Dieser liegt ca. 70 km von Chiayi entfernt, die Bahn schraubt sich dann bis in 2500 Meter Höhe.

Formosa 900 – 7. Tag – Chiayi nach Taichung (85 km)

Vor dem Start erst ein ausgiebiges Frühstück mit allerlei frischen Dingen. Abgenommen habe ich auf der Fahrt nicht, wahrscheinlich wegen des Muskelzuwachses in den Oberschenkeln.

Nächste Etappe war Taichung, die Metropole Zentraltaiwans und mit gut 1 Mio. Einwohnern drittgrößte Stadt des Landes.  Lediglich 85 km, das war mittlerweile eine kleine Übung. Das Wetter war weiterhin warm und sonnig, etwas mehr Gegenwind gab es, zum Glück führte uns die Strecke weg von den Hauptstraßen durch verkehrsärmere Gegenden.

Zum Mittagessen besuchten wir ein vom Expräsidenten Chen Shui-bian favorisiertes einfaches Restaurant.

Allez , allez, was tut mir alles weh….

Bei der Nachmittagspause mussten doch einige den Temperaturen, der letzten Woche und wohl auch dem guten Essen Tribut zollen.

Langsam näherten wir uns der Stadtgrenze Taichungs. Auf dem Programm stand noch ein Besuch bei der Verkaufszentrale des Tourveranstalters GIANT.

Dort war man natürlich informiert und vorbereitet, lautstark wurden wir von einem Heer taiwanischer Vuvuzeela und  Chinaböllern empfangen.

Tony Lo, der CEO von GIANT, stellte uns dort vor, wie GIANT auf einem justierbaren Modellrad für seine Kunden die optimalen Fahrradmaße ermittelt. Dies soll in allen größeren Zentralen von GIANT möglich sein.

Day 8 (Nov. 17) Taichung – Hsinchu (110 km)

Bei der Rückfahrt Richtung Norden gerieten wir immer stärker unter den Einfluss des Nordwestmonsuns, im Klartext: Es wehte bereits ein recht strammer Gegenwind, zudem war es jetzt Schluss mit dem Sonnenschein.

Heute galt es 110 km bis nach Hsinchu zu bewältigen. Die Kondition war mittlerweile deutlich verbessert, kleiner Steigungen konnten mühelos auch mit dem großen Zahnkranz bewältigt werden, man war gut im Tritt und hatte seinen Lebensrhythmus mühelos an die neuen Anforderungen angepasst:

Aufstehen , Essen , Morgengymnastik, Fahrradfahren, Essen, Schlafen. Um mehr brauchte man sich nicht zu kümmern, der Alltag war weit weg und wurde von niemandem vermisst .

Doch auch am Morgen des achten Tages, im warmen Hotelbett liegend, fühlten sich die Beine etwas dicker, etwas schwerer an und wiesen ein leichte Druckempfindlichkeit auf. Es handelte sich um eine bisher unbekannte, leichtere Form von Muskelkater, welcher zum permanenten Begleiter geworden war und einen erst drei bis vier Tage nach der Radtour verlassen sollte.

Die Geräusche nach dem Weckruf versprachen nichts Gutes: Regen trommelte gegen die Scheiben des angenehmen, nicht ganz unluxuriösen Hotels in Taichung, der Nordostmonsun versteckte sich nicht mehr und ließ die Werbeflaggen heftig im Wind flattern.

Heute hieß es mal wieder hinein in das Plastikregencape., welches unsere aufmerksamen unermüdlichen Helfer des GIANT-Teams zur Verfügung stellten.

Bei ordentlich Wind und nachlassendem Regen raus aus dem Talkessel von Taichung Richtung Küste und Hafen und dann immer dem Gegenwind entlang, auf irgendwelchen Nebenstraßen mit wenig Autoverkehr.

Erster Stop am Samstagmorgen war der berühmte Zhenla-Tempel von Dajia. Hier beginnt jährlich die große Prozession der Tempelgöttin Matzu, ihre Reise in den Süden einschließlich Rückkehr statt.  Matzu ist die Schutzpatronin der Fischersleute und daher in Taiwan sehr beliebt. Der Tempel genießt hohes Ansehen und war an diesem Samstagmorgen gut besucht.

Besonders auffällig war die lange Schlange mit Neuwagen im Vorhof des Tempels.

Der Grund: Der Tempel hat seine Schutzdienste ausgeweitet, professionelle Kräfte sorgen dafür, dass der Wagen im Verkehr gegen böse Geister geschützt ist, eine Art „Geisterversicherung“. Den zuckenden Bewegungen und ausgestoßenen, äußerst seltsam klingenden Tönen des Profi-Beschwörers  nach zu urteilen waren die 6-7 EUR Gebühr gut investiertes Geld.

Mittag hatten wir dann mittlerweile vom Regen pitschnass zusammen mit einer Hochzeitsgruppe im gleichen Restaurant.

Am Nachmittag dann der Härtetest: Starker permanenter Gegenwind mit teils heftigen Schauern bei nur noch 16 Grad ließen die Strecke bis nach Hsinchu deutlich länger erscheinen.

Das Abendessen in Hsinchu wurde diesmal individuell auf dem in der Nähe liegenden Nachtmarkt eingenommen.

9. Tag: Von  Hsinchu nach Taipei  (84 km)

Auch der heutige Tag stand im Zeichen des Nordwestmonsuns, Gegenwind mit Regenfällen bei ungemütlichen Temperaturen von 16 Grad, zum Nachmittag stellte uns dann der Regen nochmals auf die Probe.

Stramm in die Pedale tretend erreichten wir dann am Nachmittag das Rathaus von Taipei , wo wir zur „Siegerehrung“ empfangen wurden, das ganze natürlich notariell beglaubigt.

Eine erlebnisreiche Zeit mit vielen positiven Eindrücken, eine Reise, bei der man etliche nette Leuten kennen gelernt hatte, fand damit ihr Ende. Eine gutgelauntes und engagiertes Begleitteam sorgten für einen reibungslosen Verlauf der Inselumrundung. Die Tour steht übrigends allen offen, es handelt sich um keine geschlossene Gesellschaft. Eine gute Möglichkeit, mit Taiwanesen gmeinsam die Insel zu umrunden und Land und Leute näher als sonst kennenzulernen.

Eine Welt ohne Fahrrad? Unmöglich!

Text und Fotos: Frank Pevec

Gipfelstürmen für Anfänger – Hsueshan – der zweithöchste Gipfel Taiwans

Auf dem Hauptgipfel des Hsueshan - 3886 Meter

Auf dem Hauptgipfel des Hsueshan – 3886 Meter

Gruppenfoto mit freundlicher Genehmigung von Basecamp

Taiwan ist etwa zur Hälfte von Bergen bedeckt – davon sind über 200 Gipfel über 3000 Meter hoch – der höchste Gipfel Taiwans ist der Hauptgipfel des Yushan 玉山 mit 3952 Metern.
Die gute Nachricht ist, dass viele Berge Taiwans auch für die allgemein Wanderfreudigen, die einigermaßen fit und gut zu Fuß sind, zu besteigen sind. Das gilt auch für den höchsten und zweithöchsten Berg Taiwans – die Hauptgipfel des Yushan 玉山 und des Hsueshan 雪山.

Da die Route zum  雪山 (auch Syue Mountain, Shiue Shan oder Xueshan) als sehr schön und normalerweise als „für Anfänger mit normaler Kondition“ geeignet gelten. Die Besteigung des Hsueshan – mit Ost- und Hauptgipfel – ist eine der beliebtesten Bergwanderrouten Taiwans. Normalerweise plant man für die Besteigung des Hsueshan insgesamt drei Tage ein. Der Hsueshan liegt im Shei-Pa-Nationalpark etwas an der Grenze zwischen dem Landkreis Miaoli und Taichung.

So habe ich schließlich die Gelegenheit ergriffen, und mich mit einer geführten Gruppe auf den Weg gemacht…

Los ging es frühmorgens von Taichung aus. Der Bus gabelte auf dem Weg noch einige Gruppenmitglieder auf – letzte Station Taipei, wo es dann um 10.00 Uhr vormittags weiterging Richtung Ilan und dann zur Wuling Farm (武陵農場). Dort auf 2165 Metern treffen sich Ausflügler, Spaziergänger, Camper, Wanderer und Bergsteiger. Hinter dieser Bergstation der Wuling Farm beginnt der Wanderweg, der zum Hsueshan führt.

Angekommen an der Bergstation der Wuling Farm werden erst einmal die Personalien gecheckt. Um von hier weiter in die Berge zu gehen, benötigt man nämlich eine Berggenehmigung, die man vorher beantragen muss. Auch die Schlafplätze in den Hütten müssen vorher schon beantragt werden. Das hat unsere Bergführerin schon für die gesamte Gruppe vorher über Internet erledigt.

Außerdem muss die Gruppe, bevor man sich auf den Wanderweg begibt, ein Video ansehen, in dem unter anderem Sicherheitstipps bei Unfällen, Hitzschlag, Unterkühlung, Höhenkrankheit usw. gegeben werden – oder es wird gezeigt, wie man die umweltfreundlichen Toiletten ohne Wasserspülung auf den Berghütten benutzt.

Dann kann es endlich losgehen … Am ersten Tag nur etwa 2 km hoch bis zur Qika Hütte (七卡山莊) auf einer Höhe von 2463 Metern. Dort angekommen ist es gerade dunkel geworden. Unsere Bergführer fangen gleich nach der Ankunft an, einen Topf Reis und zwei Töpfe Suppe zu kochen – einen mit Fleisch und einen ohne – damit auch die Vegetarier unter uns gut versorgt sind. Die Qika Hütte hat über 100 Schlafplätze, Kochgelegenheit und Toiletten- und Waschgelegenheit. In den allermeisten Berghütten in Taiwan muss man sein eigenes Essen mitbringen und sich selbst versorgen.

Trotz der Aussicht, am nächsten Tag um etwa halb vier aufstehen zu müssen, ist der wunderschöne Sternenhimmel einfach zu faszinierend, um sich frühzeitig in die Hütte zurückzuziehen. Schlaf bekam man in dieser Nacht sowieso nicht viel – die einen kamen spät in der Hütte an, die anderen krochen schon wieder um 2 Uhr morgens aus dem Schlafsack, packten ihre Sachen und machten sich auf den Weg. Bei uns gab es um vier Uhr Frühstück und bald darauf ging es los, wir wollten an diesem Tag ja noch bis zum Hauptgipfel auf 3886 Meter steigen und dann wieder hinunter zur 369 Hütte zum Übernachten.

Bei Dunkelheit geht es weiter langsam immer weiter hinauf – der Weg ist nicht besonders schwierig, mit einer Stirnlampe kommt man auch im Dunkeln gut voran. Dann färbt sich der Himmel langsam und alle bleiben stehen, um den Sonnenaufgang zu sehen – allein der Sonnenaufgang in den Bergen bei schönstem Herbstwetter ist den Ausflug schon wert. Dann geht es langsam weiter – bis zu einer Aussichtsplattform am Fuß des sogenannten Ku Bo „哭玻“ – dem „Berghang der Tränen“ – „Ku“ heißt „Weinen“ und „Bo“ heißt „Berghang“. Dieser Hang ist jedoch nicht so schlimm, wie der Name befürchten lässt – der Weg hinauf ist nicht wirklich übermäßig steil oder lang. Falls Sie also den Hsueshan besteigen möchten – der „Ku Bo“ ist nichts, worüber man sich Sorgen machen muss. Falls man jedoch hier schon anfängt zu keuchen – nun, es wird später beim Aufstieg zum Hauptgipfel des Hsueshan noch steiler – und die Luft noch dünner.
Wir sind mittlerweile wohl etwa eine Stunde unterwegs, haben 2 Kilometer zurückgelegt und befinden uns auf einer Höhe von 3000 Metern. Nach einer kurzen Pause und Stärkung geht es weiter über den „Ku Bo“ Richtung Ostgipfel. Nach etwa einer weiteren Stunde mäßigem Aufstieg sind wir auf dem Ostgipfel auf 3201 Meter – man hat einen schönen Blick auf die Gebirgslandschaft bei klarem Himmel und Sonnenschein. Wir hatten wirklich Glück, denn am Wochenende vorher war Taifun und das Wochenende darauf war wieder Taifun. Da mussten alle Wanderungen im Gebirge abgesagt werden. Vom Ostgipfel geht es weiter zur 369 Hütte – dort werden wir auch übernachten – nachdem wir vom Hauptgipfel wieder zurückgekommen sind.

Die 369 Hütte liegt auf einer Höhe von 3155 Metern – eine Haupthütte mit den üblichen doppelstöckigen Schlafplätzen, eine Hütte zum Kochen, eine extra Hütte mit Toiletten und einige Tische und Bänke draußen zum Essen. Wir haben mittlerweile vom Ausgangspunkt unserer Wanderung an der Wuling Farm 7,1 Kilometer zurückgelegt – bis zum Hauptgipfel des Hsueshan sind es vom Beginn des Wanderwegs an der Wuling Farm 10,9 Kilometer.

Zwei der Mitglieder unserer Gruppe bleiben an der 369 Hütte und gehen nicht mehr weiter zum Hauptgipfel. Das ist auch ein Grund, warum die Wanderroute zum Hsueshan als geeignet für Anfänger gilt. Falls es jemandem nicht besonders gut geht, sei es wegen der Höhe oder wegen mangelnder Kondition, kann man an der 369 Hütte bleiben und warten, bis der Rest der Gruppe wieder zurückkommt – und man kann auch an der 369 Hütte die schöne Berglandschaft genießen oder dort ein wenig spazieren gehen.

Wir legen erst einmal unsere schwereren Sachen ab – es geht nämlich mit leichtem Gepäck weiter – Regensachen müssen mit, eine Stirnlampe, Wasser, etwas zum Essen für den Weg, eine Jacke, alles andere lassen wir in der Hütte zurück. Unser Bergführer hatte vor Abmarsch noch ein paar Instant-Nudeln gekocht, damit wir auf dem Weg zum Gipfel nicht schlappmachen. Dann geht es weiter, es ist mittlerweile etwa 10 Uhr vormittags. Unsere Bergführerin sagt, dass man hin- und zurück ungefähr etwa sechs Stunden benötigt. „Aber egal was ist, um drei Uhr müssen wir uns wieder auf den Rückweg machen“, sagt sie.

Bergführerin Yihua vor dem Eingang zum "Schwarzwald"

Bergführerin Yihua vor dem Eingang zum „Schwarzwald“

Hinter der 369 Hütte geht es dann wieder langsam weiter nach oben und bald sind wir am Eingang zum Schwarzwald – „黑森林“ – angekommen. Der Wald heißt so, weil man eben meinen könnte, man sei im Schwarzwald. Nur, dass es solche Wälder in Taiwan nur in höheren Höhen gibt. Etwa zwei Kilometer geht es weiter durch den Wald mit riesig hohen Bäumen – so wirken sie zumindest auf mich –  über Wurzeln, Schotter und Stein – man kommt auch an zwei Wasserquellen vorbei, an denen man seinen Wasservorrat auffüllen kann.

Auf dem Weg durch den Wald haben wir uns langsam auf 3500 Meter hochgearbeitet – und sind am „Runden Tal“ – einem Kar, an dessen linkem Rand wir entlang weiter zum Hauptgipfel des Hsueshan gehen. Hier ist die Luft schon etwas dünner – der ein oder andere wird schon etwas langsamer. Das letzte Stück das Tal entlang zum Gipfel ist nur etwas über einen Kilometer weit – mit einem Höhenunterschied von etwas über 300 Metern. Wir überholen einige Nachzügler der Gruppe vor uns, die schon ganz schön heftig schnaufen und etwas blass um die Nase aussehen. Mitglieder einer anderen Gruppe, die schon früher aufgebrochen war, kommen uns beim Abstieg vom Gipfel entgegen. Drei Engländer, die in Hongkong wohnen, und übers Wochenende nach Taiwan gekommen sind, um den Hsueshan zu besteigen, sind auch wieder beim Abstieg. Sie fanden den Aufstieg zum Hsueshan schon sehr anstrengend – obwohl sie, wie sie sagen, jedes Wochenende Hiking gehen – dass die Tour als Route geeignet für Unerfahre und Anfänger gilt, überrascht sie etwas.  Aber es liegt sicher auch an der Höhe, dass man die Anstrengung deutlicher spürt, meinen sie.  Wir steigen weiter den Schotterweg hinauf. Einer in der Gruppe meint, ihm ist flau im Magen, ein anderer bekommt Kopfschmerzen, aber eigentlich sind alle noch ganz gut dabei. Unser Bergführer, der das Schlusslicht macht, begleitet die Langsameren langsam nach oben und nimmt einer den Rucksack ab. Etwa eine Stunde braucht man normalerweise das Tal entlang hinauf zum Gipfel – aber es ist oft schwer zu sagen, meint unsere Bergführerin, wegen der Höhe geht es hier oft etwas langsamer voran. Noch eine kleine Pause und dann die letzten paar Höhenmeter. Ich weiß nicht mehr genau, wann ich am Gipfel angekommen bin ich denke, es war etwa 13.45 Uhr. Ich hatte glücklicherweise weder Höhenprobleme noch sonstige Beschwerden – und konnte sogar auf der ganzen Strecke gebührend die schöne Gebirgslandschaft bewundern.

Auf dem Gipfel werden natürlich die obligatorischen Gipfelfotos gemacht – eine Frau aus unserer Gruppe, die nicht das erste Mal auf dem Hsueshan ist, sagt, dass man sein Foto auf dem Gipfel an die Shei-Pa Nationalparkverwaltung mailen kann, mit der Bitte um Bestätigung, dann erhält man ein sehr schönes Zertifikat, dass man den Gipfel des Hsueshan bestiegen hat – eins zum Aufklappen mit Beschreibung des Nationalparks.

Um etwa 14.00 Uhr sind alle am Gipfel angekommen. Ein Ehepaar einer anderen Gruppe bedankt sich bei unserem Bergführer, weil er die Frau mehrmals ermutigt hat, noch das letzte Stück zum Gipfel weiterzugehen. Sie freut sich sehr, dass sie doch noch den Gipfel erreicht hat. Ein Mann kommt erschöpft mit einem Bergführer zum Gipfel – es sind die Nachzügler der Gruppe, zu dem auch das Ehepaar gehört. Ihr Bergführer drängt, sich nicht allzu lange aufzuhalten und bald wieder abzusteigen – wir sind langsamer, wir brauchen länger, meint ihr Bergführer. Wir machen natürlich auch noch ein Gruppenfoto – bleiben noch ein bisschen und genießen das Gefühl auf dem zweithöchsten Gipfel Taiwans zu sein – und machen uns dann langsam wieder an den Abstieg – wir sind gut in der Zeit, das Wetter ist stabil, es steigt nur ein bisschen Nebel auf. Beim Abstieg bin ich recht froh, dass es relativ trocken ist, bei Regen müssen die steilen Schotterwege nach unten sicher sehr anstrengend sein. Unser Bergführer sagt, dass im Winter hier die Landschaft mit den schneebedeckten Bergen sehr schön ist –  etwa drei Stunden sollte man für den Abstieg rechnen, ich denke, wir haben es bei dem guten Wetter etwas schneller geschafft – und es ist immer noch hell, als wir wieder an der 369 Hütte ankommen.

Auf dem Weg durch den „Schwarzwald“ war es zwar schon etwas nebelig, aber immer noch recht gute Sicht – auf dieser Strecke durch den Wald bestehen die Bergführer normalerweise darauf, dass sich die Gruppe nicht zu weit auseinanderbewegt – denn besonders bei Regen und Nebel kann man sich dort einfach verirren. Aber der Weg durch den Schwarzwald ist bei etwas Nebel auch sehr schön …

Bergführer Wen-chen im "Schwarzwald"

Bergführer Wen-chen im „Schwarzwald“

Zurück an der 369 Hütte treffen wir wieder die „Zurückgebliebenen“, denen es auch ohne uns nicht langweilig geworden ist – wie gesagt, man kann auch von der Hütte aus spazieren gehen und die Landschaft genießen. Zurück an der Hütte, suchen wir uns unsere Schlafstellen, packen Schlafmatte und Schlafsack aus und unsere Bergführer fangen an zu kochen – es gibt einen großen Topf Nudeln und Suppe. Unser Bergführer isst den Rest und beschwert sich, dass er immer, wenn er in den Bergen mit einer Gruppe unterwegs ist, zunimmt. Über mangelnde Ernährung konnten wir uns auf unserer Wanderung wirklich nicht beklagen, außer dem Essen, dass unsere Bergführer für uns gekocht haben, hatte natürlich Jeder noch einige Portionen „Wegzehrung“ dabei – ich muss zugeben, dass ich einen ganz Apfelkuchen und ein ganzes Brot dabei hatte, beides vom deutschen Bäcker. Aber mithilfe aller Mitwanderer hat auch das bei den kurzen Pausen, die man etwa alle halbe Stunde einlegt, schnell seine Abnehmer gefunden.

Am Tag der Gipfelbesteigung waren wir wohl über 11 Stunden unterwegs – mit Pausen – und so haben sich die meisten schon relativ frühzeitig in die Schafsäcke verkrochen. Es war relativ kühl, aber nicht wirklich unangenehm kalt in dieser Nacht. Wenn man früh schlafen geht, hat das den Vorteil, dass man schon vor Sonnenaufgang wieder wach wird – und den Sonnenaufgang sehen kann. Wir haben es an diesem Morgen nicht so besonders eilig – der Abstieg zur Wuling Farm zurück dauert vielleicht nur etwa vier Stunden. Von der Wuling Farm aus geht es am frühen Nachmittag gleich wieder zurück nach Taipei.  In Jiaoxi in Ilan wurde noch ein Halt eingelegt, nach einem kurzen Aufenthalt in den heißen Quellen in Jiaoxi und einem gemeinsamen Abendessen waren wir dann abends wieder in Taipei.  Es war wirklich eine sehr schöne Wanderung, für normal Sportliche und ein wenig Übung in den Bergen um Taipei durchaus geeignet. Das kann ich nun bestätigen – schade, dass es insgesamt nur drei Tage dauerte – ich hätte gut noch einige Tage länger über 3000 Meter zubringen können. Die Berge in Taiwan sind wirklich eine Wanderung bzw. eine Reise wert. Falls man unerfahren ist, oder die Gegend und das Umfeld nicht kennt, ist es doch ratsam, sich einer Gruppe mit Bergführern anzuschließen. Und falls man nicht zu Fuß so hoch hinaus will, kann man auch irgendwohin mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln oder einer Reisegruppe einfach zu einem Ausflugsort in den Bergen fahren und dort spazieren gehen und die Landschaft genießen. Ich hoffe, dass ich bald wieder Gelegenheit habe, die Berge weiter zu erkunden. Dass diese Wanderung ein so schönes Erlebnis war, ist natürlich auch meinen netten Mitwanderern zu verdanken und Yihua und Wen-chen von Basecamp, den besten Bergführern, die man sich wünschen kann.

Hsueshan Gebirge

Hsueshan Gebirge

Fotos: Eva Triendl

von Eva Triendl

Mochi stampfen in Wulai (烏來)

Berglandschaft in Wulai

Wulai (烏來) liegt im Süden von Taipei und ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Man kann zum Beisipiel mit der MRT nach Xindian (Endstation der grünen U-Bahnlinie) fahren. Von dort aus mit dem Bus 849 bis zur Endhaltestelle Wulai (烏來).
Wulai ist zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert. Es gibt dort Berglandschaften, Wasserfälle, Wanderwege, Bergpfade, das Neidong Walderholungsgebiet, Küche und Kultur der Ureinwohner Atayal und natürlich – vor allem im Winter – kann man sich in Wulai in den heißen Quellen dort entspannen und aufwärmen.

Der Anlass meines diesmaligen Besuches in Wulai war ein Treffen mit meinem Kurs der Ureinwohner-Volkshochschule (原住民族部落大學) auf der Freizeitfarm Geszyou (葛思悠休閒農場).

Wenn man von der Bushaltestelle Wulai ein kleines Stück die Straße weiter hinaufgeht, kommt man zur alten Straße von Wulai, mit vielen Läden und Geschäften, die unter anderem Spezialitäten der Ureinwohner anbieten, wie Reis in Bambus gekocht, gegrilltes Wildschweinfleisch, Hirsewein und Vieles mehr. Auf dieser Straße befindet sich auch das Wulai Atayal Museum. In diesem Museum kann man sich über die in Wulai lebenden Ureinwohner Atayal informieren, über die Geschichte, Archichtektur Lebensgewohnheiten und Kultur.

Wulai Atayal Museum

Wulai Atayal Museum

Wulai Atayal Museum

Wulai Atayal Museum

Alte Straße in Wulai

Alte Straße in Wulai

Brücke am Ende der alten Straße

Brücke am Ende der alten Straße

Dann ging es weiter über die Brücke am Ende der alten Straße, die Bergstraße hoch  bis zur  Freizeitfarm Geszyou (葛思悠休閒農場).

Blick auf Wulai

Blick auf Wulai

Nach einer etwa einstündigen Wanderung die Bergstraße hinauf bin ich an meinem Ziel angekommen – die  Freizeitfarm Geszyou .

Freizeitfarm Geszyou

Freizeitfarm Geszyou

Auf der Farm werden verschiedene Produkte angebaut, darunter Bambussprossen und Makao, ein Gewürz, das besonders in der Küche der Ureinwohner Atayal oft verwendet wird. Das Restaurant auf der Freizeitfarm hat keine festen Öffnungszeiten und es gibt auch keine Speisekarte. Man muss auch vorher Bescheid sagen, wann man mit wievielen Leuten zum Essen kommen möchte – dann bekommt man dort frisch zubereitetete Gerichte aus den frischesten Zutaten je nach Saison. 

Hier wird das Essen für die Besucher serviert

Hier wird das Essen für die Besucher serviert

Bei unserem Eintreffen wurde gerade Bambus geschält – denn heute werden unter anderem frische Bambussprossen gekocht. Die Besucher dürfen auch mal testen, wie gut ihre Bambussprossen-Schälkünste sind – und wir bekommen auch fachkundige Anleitung:

Ein Grund, warum sich die Teilnehmer der zwei Kurse der Ureinwohner-Volkshochschule Taipei auf dieser Farm in Wulai versammeln ist, weil Kursleiter Lin Nan-chi (巴拉•卡夫 , 林南吉老師) den Kursteilnehmern hier die Pflanzen auf der Farm erklärt und auch zeigen will, wie man auf tradtionelle Weise Hirse- und Klebereis Mochi herstellt.

Kursleiter Herr Lin stellt die Pflanzen auf der Farm vor

Kursleiter Herr Lin stellt die Pflanzen auf der Farm vor

Kursteilnehmer bei ihrer Exkursion

Kursteilnehmer bei ihrer Exkursion

Dieser Baum mit den großen Dornen spielt auch eine Rolle bei der Geschichte der Ureinwohner Bunun von der Hundert-Schritte-Schlange, erklärt unser Kursleiter Herr Lin

WulaiPflanzen

Kursleiter Herr Lin hat auch alles für die traditionelle Zubereitung von Hirse- und Klebereis-Mochi dabei – Gasflasche, Gefäße zum Dämpfen von Reis und Hirse, einen großen Holzmörser und Stampfer.

Hirse stampfen

Hirse stampfen

 Zuerst wird die Hirse gestamft, dann gedämpft bzw. gekocht und dann im Mörser zu einem klebrigen Brei zerstampft – was ganz schön anstrengend ist. Die klebrige Masse wird dann – noch heiss zu Mochi verarbeitet.

Mochi machen

Mochi machen

Mochi machen

Mochi machen

… und mit einer Tüte Mochi aus Hirse und Reis, einer großen Tüte frisch geernteter, geschälter und gekochter Bambussprossen und einer Probe Makao (kleiner grüner bzw. brauer Gewürzkörner), machte ich mich dann bei einm kräftigen, aber kühlendem, Regenschauer wieder auf den Weg, die Bergstraße hinunter, Richtung Bushaltestelle Wulai …

mehr über unseren Tagesausflug nach Wulai am Samstag, den 22. Juni 2013 in „Reise durch Taiwan“ mit Chiu Bihui und Eva Triendl

http://www.rti.org.tw/ajax/RtiwebPod/German_VOD.aspx

von Eva Triendl

Taiwanrundfahrt: Formosa 900 Radtour – Rund um die Insel

Formosa 900

Einmal mit dem Fahrrad um die Insel, dass ging einem schon des Öfteren durch den Kopf. Beim morgendlichen E-mail-Check dann die Nachricht des Tapeier Clubs der Auslandsjournalisten: Formosa 900 – Medienvertreter für eine Taiwanrundreise gesucht!

Bewerbungsfrist: bereits abgelaufen…

Egal.

Eine kurze Email-Nachfrage, eine schnelle Antwort, nach der Kleidergröße wurde gefragt und weitere Kontaktdaten des Reiseausrichters GIANT übermittelt…Infoveranstaltung am Samstag in Taipei.

Info-Veranstaltung im GIANT-Shop

… und damit genau 10 Tage Zeit, sich noch ein wenig in Form zu bringen.

Am Vorabend der Rundreise  noch schnell die letzte Trainingseinheit,   ein wenig Hügel mit 300-400 Höhenmetern und zwei lange Sprints, 60 km in 2 Stunden,  man fühlte sich gewappnet – dass sollte reichen.

Das Packen zog sich allerdings ein wenig in die Länge, mit nur einer Stunde Schlaf ging es dann am 10. November um 7:30 Uhr zum frühen Treffpunkt am Rathaus in Taipei. Taiwans herbstlicher November zeigte sich von der besten Seite, Sonne pur, kein Wölkchen am Himmel, 30 Grad könnten es werden.

1. Tag: (Nov. 10) Taipei – Luodong bei  Yilan (86KM)

Bei Ankunft tummelten sich schon hunderte Personen auf dem Rathausplatz. Unter den wohl 100 auf den Boden liegenden Fahrrädern suchte ich mir meines heraus, kleiner Testlauf, kleine Anpassungen, das Rad machte einen guten Eindruck, ich war bereit!
Find your Bike

Offizielle Eroeffnung
Doch erst gab es noch eine Weile ein großes Gewimmel und Medienspektakel: Vertreter von Politik und Wirtschaft waren anwesend, ein Präfekt aus Japan nahm ebenfalls mit einer Gruppe japanischer Fahrradfreunde teil und hatte als Gastgeschenk bergeweise Mandarinen aus Okinawa mitgebracht – somit die Besten , die ich je in meinem Leben gegessen hatte. Typisch chinesisch-asiatisch: schon vor der Abfahrt gab es kleine Spezialitäten.

First Class Mandarinen aus Japanwirklich lecker

Die Teams

Zehn Gruppen mit etwa je 25 – 30 Teilnehmern traten die 9-tägige Tour gleichzeitig an, allerdings von verschiedenen Etappenpunkten aus.  Wir in der Unternehmer- und Mediengruppe reisten im Uhrzeigersinn, alle anderen entgegengesetzt. Zum Mittag oder abends im Hotel traf man dann täglich eine der Gruppen. Es gab eine Seniorengruppe, eine Frauengruppe, eine Behindertengruppe, Firmengruppen etc. , insgesamt wollten ca. 300 Personen im Rahmen von Taiwans Fahrradfestival die gut 900 km um die Insel strampeln – eben Formosa 900.

Mit viel Tamtam verließen ca. 250 Radler das Rathaus, darunter auch der 78 jährige Gründer der Fahrradschmiede GIANT, der mit 74 Jahren die Formosa 900 Rundfahrt ins Leben gerufen und auch geradelt ist. Diesmal reiste er aber aus nicht weiter genannten Gründen nur am ersten Tag ein Stück mit des Weges.

Die erste Pause wurde schon nach gut 10 km in Bitan eingelegt, dort gab es ein großes Verabschieden, dort trennten sich die Gruppen, wir fuhren in den Osten , die anderen Richtung Westen.

Flussufer bei Bitan

Für alle die zu Besuch in Taipei sind: Man muss nicht gleich um die Insel fahren, hier kann man auch gemütlich an einem Tag die Stadt auf Fahrradwegen am Flußufer umrunden, etwa 50 km lang ist die Strecke, auf der man vom normalen Verkehr verschont bleibt und den Talkessel von Taipei angenehm entdecken kann. .

Die erste Etappe der Formosa 900 war gleich die „Königsetappe“ – zumindest wähnte ich mich anfangs in dem Glauben, es gäbe nur diese eine. Etwa 100 km von Taipei ging es immer die Hügel durch das Teeanbaugebiet um Pinglin hinauf bis nach Luodong an die Ostküste.

Teehuegel Richtung Pinglin

Von Bitan bis zur nächsten Raststätte waren es 30 km bergauf mit Steigungen von bis zu 9% , ein würdiger Anfang für den Rest der Reise.

Das Thermometer erreichte die befürchteten 30 Grad, der wenige Schlaf und die späte Trainingseinheit am Vorabend machten sich bei dem langen Anstieg Richtung Yilan bemerkbar.

Pinglin

Das man Tee nicht nur trinken kann, erfuhren wir dann beim Mittagessen: Frittierte Teeblätter, Teekekse und Teebonbons, Pinglin hat auch kulinarisch einiges zu bieten. Ansonsten gab es deftige Kost vom Lande, gerade richtig für hungrige Radler.

Nach dem Essen ging es wieder bergab und bergauf, irgendwann war es dann geschafft, erleichtert konnte man am späteren Nachmittag den Blick aus etwa 500 Metern Höhe über die Tiefebene der Ostküste genießen.

Pass von Yilan

Blick auf die Tiefbebene von Yilan – 500 Höhenmeter in Serpentinen bergab

Tiefebene von Yilan

Tiefebene von Yilan

Lediglich eine etwa  15 km lange Serpentinenabfahrt galt es noch zur Belohnung zu bewältigen, der Rest verlief dann im Flachen durch das dichtbesiedelte  Ortschaften bis Luodong.

Wie selten genoss man die warme Dusche am Abend, und auch für das Abendessen war man nach dem langen Tag wohl präpariert, es schmeckte vorzüglich. Ungewöhnlich früh um 10 Uhr legte man sich auf ein himmlisch weiches Bett und sank in einen wohligen Tiefschlaf.

2. Tag:  Luodong – Hualien – Ruisui (90 km)

Morgengrauen in Luodong

Morgengrauen in Luodong mit der Schildkröteninsel im Hintergrund (links)

Der Morgen begann natürlich erstmal mit einem stärkenden Frühstück, etliches aus Taiwans Küche wurde aufgefahren, doch auch ein westliches Frühstück liess sich leicht aus dem großen Büffett zusammenstellen. Eine große Palette an Früchten und Salaten neben deftiger Kost wurde ebenfalls angeboten.

Asiatisch gesund

Ein Bruchteil dessen, was das Frühstücksbuffet zu bieten hatte.

Der Morgen begann mit einem kurzen 10 km – Antritt bis zur kleien Hafenstadt Suao, auf dem Weg dahin wurde noch ein etwas längerer Photostopp eingelegt, nicht der letzte auf der Reise, um dann von Suao  aus mit der Bahn 80 km weiter in Richtung Hualien zu fahren.

BizMedia Team

Der Grund: die Strecke ist für den Fahrradverkehr gesperrt. Etliche z. T. mehr als 2 km lange Tunnel müssen auf der an der Steilküste liegenden Straße passiert werden. Da es die Hauptverkehrsader an der Ostküste ist, herrscht dort reges Verkehrsaufkommen und etliche ambitionierte Lastwagenfahrer oberhalb der 20 to Klasse mit anscheinend größeren Zeitproblemen sind dort anzutreffen.

Trotz der landschaftlichen Schönheit ist diese Strecke nicht nur für Fahrradfahrer sondern auch für Rollerfahrer recht gefährlich. Neben des erhöhten Risikos von Steinschlag können die einsatzfreudigen Lastwagenfahrer eine echte Gefährdung darstellen, u.a. werden dort riesige, etliche Tonnen schwere Marmorplatten auf den kurvigen und bergigen Straßen transportiert. Als Zweiradfahrer fühlt man sich angesichts dieser Riesen in der Tat ziemlich deplatziert und sehnt sich plötzlich nur noch nach seinem sicheren Heim.

Daher zu dieser Strecke mein absolutes Nein, die Bahnfahrt ist auch nicht schlecht und bietet ebenfalls des öfteren einen schönen Panoramablick auf die Ostküste Taiwans.

Bahnwagon

Tunnelmarathon nach Huelien

Suao-Hualien-Bahnfahrt

Inkognito

Inkognito

In Hualien ging es dann erstmals zum Mittagessen und relativ spät, um halb Zwei, konnte man dann endlich wieder einige Kalorien abarbeiten. Doch fehlgeschlagen, eine weitere „Stärkung“ galt es zu bewältigen: Eine lokale Spezialität namens Douhua, Doufu-Pudding !

Auf der Bundestraße 9 radelten wir im Binnenland weiter Richtung Süden, der schon am Morgen wolkenverhangene Himmel wurde noch ein wenig dunkler, ab und an ein bischen Regen, am Abend dann etwas mehr.

Ruishui liegt in einem immergrünen Talbecken, mystisch wolkenverhangen oder mit Fernblick auf das blauschwarze Gebirge – je nach Wetterlage – doch beides hat seinen Reiz. Der Ort ist wegen seiner extrem mineralstoffhaltigen Quellen in ganz Taiwan beliebt und bekannt – und genau das richtige Wasser für verhärtete Radlerbeine. Die fühlten sich mittlerweile mindestens 5 cm dicker an und schmerzten schon bei leichtem Druck recht ordentlich- klassischer Fall von Muskelkater. Auch am heutigen Abend schlief es sich hervorragend und erneut zu ungewohnt früher Uhrzeit.

3. Tag: (Nov. 12) Ruisui – Zhiben (123KM)

Die dritte Etappe der gut 900 km langen Taiwanumrundung führte vom Thermalort Ruisui im Osten des Landes zum Thermalort Zhiben etwa 20 km südlich von Taidung. Obwohl beides Thermalorte sind, gibt es deutliche Unterschiede: In Ruisui ist das Wassser enorm mineralstoff- und eisenhaltig, es läuft in der Tat braun aus der Leitung, das perfekte Sportlerwasser.

In Zhiben ist das Wasser besonders weich, es fühlt sich fast wie flüssigerer Wackelpudding an und verschafft einem eine besonders weiche Haut, Zhiben ist daher oft bei der Damenwelt beliebt.

Doch noch waren wir nicht dort,  es stand eine der längeren Etappen auf dem Programm. Schlappe 125 km auf der Nationalstraße 9 galt es zu bewältigen, immer weiter im Tal des östlichen Grabens Richtung Süden.

Das Einschlafen bereitet einem auch am dritten Tag keine Probleme, ähnlich verhält es sich mit dem Aufstehen. Sehr früh um halb fünf mit dem ersten Hahnenschrei wurde ich wach, deutlich vor der Abfahrtszeit. Ein Plätschern von Regentropfen war auszumachen. Mal leise Aufstehen , nicht meinen Zimmerkollegen Ruben wecken, doch: Ruben ist nicht da! Etwas verwundert löst sich dies dann auf: Er nutzte schon die dunkelgrauen Morgenstunden, um in der Gartenanlage unseres Hotels, eher eine Ansiedlung kleinerer, komfortabler Holzhäuser, seine Taiqi-Übungen zu machen. Ein mystischer Regen verstärkte das Gefühl von Ruhe und Abgeschiedenheit , recht passend zum Taiqi,  für das Fahrradfahren gibt es natürlich bessere Bedingungen, doch als kalt wurden die 22 Grad nicht empfunden.

Endlich um 6 Uhr 30 ging es los, die Abfahrtszeit kam mir mittlerweile etwas spät vor – so schnell kann eine Nachteule seinen Lebensrhythmus wechseln.

Auf das Plastikregencape verzichtete ich angesichts der aktzeptablen Temperaturen,es gab nur noch Nieselregen. Meine Spekulation, dass der Einfluss des Nieselregens geringer ist als der des Schwitzen unter einem Plastikcape ging auf, der leicht feuchte Nieselfilm auf meiner Haut erwies sich als angenehme Kühlung. Ansonsten empfehle ich Radlern für Reisen in Taiwan eine leichte, atmungsaktive Regenjacke.

Ein Fotostop wurde dann am Wendekreis des Krebses eingelegt, dem Übergang von den Subtropen zu den Tropen.

Wendekreis

Bruecke ueber den Wendekreis

Ansonsten ging es durch Reisfelder, Reisfelder Reisfelder , links und rechts in der Ferne die Berge, der Himmel meist verhangen  teils etwas dunkler, was aber das Grün besser zur Geltung kommen ließ.

Tempel im Reisfeld RuishuiReisfelder auf dem Weg nach ZhibenPausenteam

Kaum Verkehr im abgelegeneren Süden, nach Taidung , einem Ort mit 100.000 Einwohnern, kommt eben nicht mehr viel. Kurzum – die perfekte Gegend für entspanntes Radeln.

Das Mittagessen war heute etwas einfacher aber sehr berühmt, ein Biandang, welches wir an einem Bahnhofsrestaurant einnahmen. Biandangsind diese in Taiwan so beliebten Mittagessen in Pappschachteln zum Mitnehme. Bestückt meist mit verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten und einem Teeei an Reis, vegetarische Varianten sind auch zu bekommen.

Der erste und echte Biandang

Der Urvater aller Biandang

An dem Bahnhof hier vor Ort soll in der grauen Vorzeit ohne Speisewagen dieser für die Reise bestens geeignete Biandang erfunden worden sein.

Das Streckenprofil war ein sehr angenehmes, man hatte das Gefühl es ginge ständig bergab, nur zum Schluss einige etwas längere Steigungen, die man mit relativer Leichtigkeit nahm. War diese Leichtigkeit schon den Trainingserfolgen der Vortage zu verdanken…spekulierte man hoffnungsvoll. Zum Schluss belohnte nochmals eine längere Abfahrt für die Anstrengungen des Tages, die erwartet langen 125 km erwiesen sich als relativ leichte Aufgabe.

Chulu-Milch ist die Beste

Chulu-Milch, schmeckt frisch wie zu Hause!Taitung ist Heimat der glücklichsten Milchkühe Taiwans

Nach der Ankunft im Hotel von Zhiben fühlte man sich wie in Festlandchina. Etliche Reisegruppen aus China waren anzutreffen. Das Abendessen, es gab Buffet, machte einem mehr deutlich, dass die langen Jahre der Mangelwirtschaft immer noch nicht verdaut sind und nach wie vor das Essverhalten einiger Besucher vom Festland prägen: Greife zu, solange noch etwas da ist.

Die Leichtigkeit, mit der man sich tagsüber bewegte, war allerdings nach dem Essen verschwunden, Muskelkater machte sich breit, Beine , Rücken Arme, einfach alles angespannt und unangenehm. Glücklicherweise fand ich einen Massagesalon, in dem die Masseuse anscheinend besser über die Unannehmlichkeiten meiner angespannten Muskeln Bescheid wusste als ich selber. Zwei Stunden war ich in Bearbeitung, danach war der Muskelkater fast weg.  Wunderbar.