Feier zum Nationalfeiertag in Berlin

Taiwans Vertreterin in Berlin, Agnes Hwa-Yue Chen, und Gäste schneiden die "Geburtstagstorte" an.

Taiwans Vertreterin in Berlin, Agnes Hwa-Yue Chen, und Gäste schneiden die „Geburtstagstorte“ an.

In Taiwan wurde auch in diesem Jahr am 10.10. der Nationalfeiertag der Republik China mit Feierlichkeiten und einer Nationalfeiertagsparade begangen.

Auch die Vertretungen Taiwans weltweit veranstalten Feiern anlässlich des Nationalfeiertags. Die Vertretung Taiwans in Berlin hat am 8.10. im Hotel Maritim pro Arte Hotel zu einem Empfang anlässlich des Nationalfeiertags geladen.

Unser Hörer Dieter Leupold hat uns einige Fotos von der Feier zugeschickt – hier einige Eindrücke:

 

 

Vielen Dank an Dieter Leupold für die Fotos!

 

 

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Langwelle

Einige Bilder unserer frühmorgendlichen Jagd nach den Super-Wellen. Anscheinend waren wir ein wenig zu früh für die Monsterbrecher, der Taifun war noch in sicherer Entfernung, doch wahrscheinlich war dies auch gut so.

Mit dem Nahverkehrszug schaukelten wir uns der Küste entgegen. Bei Ansicht des Meeres war dann auch die Müdigkeit verflogen.

Einige Impressionen unseres morgendlichen Spazierganges von Daxi nach Dali entlang der Ostküste beim Nahen des Taifuns Soudelor.

Zwar erreichten die Wellen bei weitem nicht die Höhe des folgenden Tages (bis zu 14 Meter), die unbändige Kraft des Meeres war aber immer zu spüren, das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt.

Rechtzeitig vor dem Einsetzen der starken Winde bummelte uns der Nahverkehrszug in Richtung Taipei.

Allgemeine Warnung: Taiwans Küsten und Strände warten teils wegen plötzlich auftauchender höherer Wellen oder Unterströmungen mit unangenehmen Überraschungen auf. Immer wieder werden Angler oder Badende ins Meer gezogen und dies auch außerhalb der besonders gefährlichen Taifunzeiten. Unser Spaziergang fand natürlich vor der Taifunwarnung statt.

Text und Fotos: Frank Pevec

Taiwans Baseballgeschichte – im Sonntagsmagazin im Januar

Dr. Andrew Morris, Professor für moderne chinesische und taiwanische von der Cal Poly Universität in Kalifornien, hat neben Geschichte eine weitere Leidenschaft – Sport. In seiner akademischen Tätigkeit hat er diese beiden Leidenschaften immer wieder kombiniert und ist dabei tief in Taiwans Sportgeschichte eingedrungen.

Professor Andrew Morris

Professor Andrew Morris

So hat Professor Andrew Morris z.B. vor einiger Zeit das Buch „Colonial Project, National Game: A History of Baseball in Taiwan“ herausgegeben, aber auch sonst sehr viel Forschung über Taiwans und Chinas Sportgeschichte betrieben. Morris Book

 Und ich hatte das Glück, dass Professor Morris sich freundlicherweise bereit erklärte, ein Interview mit mir durchzuführen, was sich so interessant entwickelte, dass es statt der angedachten 15-20 Minuten letztendlich eine Stunde dauerte. Daher steht das Sonntagsmagazin im Januar ganz im Zeichen von Taiwans Sportgeschichte mit dem Schwerpunkt auf Baseball. Eine kleine Übersicht darüber, was sie im Gespräch mit Professor Andrew Morris erwartet:

1. Teil am Sonntag, den 5. Januar 2014

Professor Morris erzählt darüber, was ihn vor gut 20 Jahren das erste Mal nach Taiwan brachte und wie sein Interesse am taiwanischen Sport insbesondere Baseball geweckt wurde. Ausserdem geht Professor Morris auf C. K. Yang ein, den vielleicht ersten taiwanischen Weltklasseathleten, der nicht nur bei den Olympischen Spielen 1960 im Zehnkampf die Silbermedaille gewann, sondern 1963 auch den Weltrekord im Zehnkampf hielt.

C K Yang Sports Illustrated

C K Yang auf der Titelseite von Sports Illustrated
(Dezember 1963)

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C K Yang in UCLA
mit Freund und Rivalen Rafer Johnson
und Trainerlegende Ducky Drake

Rafer Johnson (Goldmedaille) und C K Yang (Silbermedaille) nach den abschließenden 1500 M des Zehnkampfs bei Olympia 1964

Rafer Johnson (Goldmedaille) und C K Yang (Silbermedaille) nach den abschließenden 1500 M des Zehnkampfs bei Olympia 1964

2. Teil am Sonntag, den 12. Januar 2014

Im zweiten Teil des Gespräches geht Professor Morris darauf ein, wie sich die Idee für das Buch „Colonial Project, National Game: A History of Baseball in Taiwan“ entwickelt hat, und geht dann natürlich auf den Inhalt des Buches selber ein. Zunächst geht es darum, welche Rolle Baseball in der japanischen Kolonialzeit bei dem Versuch, Taiwan zu japanisieren, gespielt hat. Denn Baseball kam nicht durch Amerikaner sondern durch die Japaner nach Taiwan und entwickelte sich zu einem wichtigen Werkzeug bei der versuchten Japanisierung der Taiwaner – sowohl der mit hanchinesischem Ursprung als auch der Ureinwohner.

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Das berühmte Kano Team aus Chiayi (1931)

3. Teil am Sonntag, den 19. Januar 2014

Dann endete der zweite Weltkrieg und Taiwan wurde der Republik China zugeführt. Das hatte auch Einfluss auf den Baseball in Taiwan, denn der eigentliche neue Nationalsport der Republik China war in erster Linie Basketball und Baseball wurde von der neuen chinesischen Regierung als Teil der japanischen Kultur angesehen. Doch auch wenn Baseball nicht die gleiche Förderung erfuhr wie Basketball, wurde er jedoch nicht unterdrückt, denn die Regierung sah Sport als sehr wichtig an, und der beliebteste Sport in Taiwan zu der Zeit war Baseball. Und natürlich erzählt Professor Morris von den berühmten Little League Teams Taiwans, die in den 70er Jahren die Welt dominierten. Doch dabei spielten diese Teams nicht nur eine sportliche Rolle, sondern auch eine politische Rolle. Das mussten die Amerikaner und die amerikanischen Medien mit Erstaunen feststellen, als sie Zeuge davon wurden, dass es während der Endspiele in den USA zwischen Fans, die alle die taiwanischen Little League Teams unterstützten, immer wieder zu Schlägereien kam.

Das Hongye Team, das 1969 als erstes taiwanisches Team die Little League Meisterschaft gewann, ist auf dem 500 NTD Geldschein verewigt.

Das Hongye Team, das 1969 als erstes taiwanisches Team die Little League Meisterschaft gewann, ist auf dem 500 NTD Geldschein verewigt.

Zwei Mitglieder des Hongye Teams von 1969

Zwei Mitglieder des Hongye Teams von 1969

4. Teil am Sonntag, den 26. Januar 2014

Welche Rolle spielt Baseball im modernen Taiwan und welchen Einfluss hatten und haben die Wettskandale? Professor Morris legt seine Schlussfolgerung dar und geht nochmal auf die interessanten Widersprüche der Baseballgeschichte Taiwans ein. Außerdem nimmt er Stellung zu der scheinbaren Widersprüchlichkeit bei der Einstellung vieler Taiwaner zum Sport – das Verlangen nach internationalem Erfolg taiwanischer Athleten bei gleichzeitigem Widerstreben, die eigenen Kinder eine Sportlerkarriere einschlagen zu lassen.

Mehr über Professor Andrew Morris kann man auf dieser Webseite von Cal Poly erfahren:

http://cla.calpoly.edu/hist_morris.html

Und hier mehr zum Buch „Colonial Project, National Game: A History of Baseball in Taiwan“:

http://www.amazon.com/Colonial-Project-National-Game-Baseball/dp/0520262794

Übrigens arbeitet der taiwanische Regisseur We Te-sheng (Cape No. 7, Seediq Bale) an einem Film über das berühmte Kano Baseballteam aus dem zentraltaiwanischen Chiayi, das 1931 an den Oberschulmeisterschaften des gesamten japanischen Reiches teilnahm und den zweiten Platz belegte.

Kano Movie

Dieser Film soll im Februar 2014 in die Kinos kommen –  und hier eine kurze Vorschau:

http://www.youtube.com/watch?v=BlXvc-Nd2xg

Ilon Huang

Taiwanrundfahrt: Formosa 900 – Von Kaohsiung zurück in die Hauptstadt Taipei

Taiwanrundfahrt: Formosa 900 – 6. Tag  –  von Kaohsiung bis nach Chiayi (138 km )

Gut die Hälfte des Weges ist zurückgelegt, jetzt geht es wieder stramm nach Norden in Richtung Hauptstadt durch die dichtbesiedelte Westhälfte der Insel. Die heutige Etappe führte uns von Kaohsiung über Tainan bis nach Chiayi, mit 140 km stand die längste Etappe auf dem Programm.

 Weiterhin wunderschönes Wetter bei 30 Grad, allerdings stellte ging es diesmal nur sehr schleppend zum in das eigentlich recht nahe liegende, nur 30 km entfernte Tainan. Kaohsiung ist mit gut 1,5 Mio. Einwohnern Taiwans zweitgrößte Stadt.

Der Verkehr von Kaohsioung war sehr intenstiv, etliche knatternde Mopeds PKWs und LKWs sorgten für Geräuschkulisse und dicke Luft, zudem kam man wegen der zahlreichen Ampeln kaum voran.

 Tainan und Kaoshiung wachsen immer mehr zusammen, zudem befindet sich nahezu sämtliche wirtschaftliche Aktivität an der Westküste, entsprechendicht ist es dort besiedelt. Nur ein Drittel der Fläche ist bewohnbar. So kommt man schnell auf eine Bevölkerungsdichte von 2000 Personen pro km2, inklusive unbewohnter landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Rast machten wir in einem Museums-Park für Merkwürdigkeiten mit dem Namen „Glaub es oder glaub es nicht“.

Irgendwann erreichten wir Anping, einen Vorort von Tainan. Dieser Ort hat nicht nur historisch mit die ältesten Gebäude Taiwans aufzuweisen, sondern ist auch für seine kulinarischen Spezialitäten bekannt, vornehmlich Seafood,  Tainan liegt küstennah.

Nach einem ausgezeichneten Mittagesseen ging es bei über 30 Grad weiter, es wurde richtig heiss, doch zum Glück weg von der Hauptstraße, vorbei an Feldern und Fischteichen.

Im Dunkeln erreichte man nach einem langen Tag das etwas verschlafene Chiayi. Dort scheinen die nettesten Taiwanesen zu leben. Freundlich neugierig zeigten sie sich sehr interessiert, mehrfach wurden wir auf unserem Weg zum Restaurant angesprochen. Durch kleine Gassen ging es, in denen wir zwei auffällig grosse und schöne Tempelanlagen entdecken konnten.

 

Abendessen gab es in einem einfachen Restaurant in der Innenstadt, die aus lediglich einer Hauptstraße zu bestehen scheint.

Gegessen wurde heute mal eine ganz einfache, lokale Küche, die aber immer schmackhaft ist. Sollte es nebenan eine Spezialität geben: Kein Problem, bestellen und rüberbringen lassen!

Kurzum: Chiayi ist zwar nicht spektakulär, die Bewohner vermittelten uns aber ein äußerst positives Lebensgefühl. Von hier kann übrigends man mit der berühmtesten Bergbahn Taiwans den Berg Ali erklimmen. Dieser liegt ca. 70 km von Chiayi entfernt, die Bahn schraubt sich dann bis in 2500 Meter Höhe.

Formosa 900 – 7. Tag – Chiayi nach Taichung (85 km)

Vor dem Start erst ein ausgiebiges Frühstück mit allerlei frischen Dingen. Abgenommen habe ich auf der Fahrt nicht, wahrscheinlich wegen des Muskelzuwachses in den Oberschenkeln.

Nächste Etappe war Taichung, die Metropole Zentraltaiwans und mit gut 1 Mio. Einwohnern drittgrößte Stadt des Landes.  Lediglich 85 km, das war mittlerweile eine kleine Übung. Das Wetter war weiterhin warm und sonnig, etwas mehr Gegenwind gab es, zum Glück führte uns die Strecke weg von den Hauptstraßen durch verkehrsärmere Gegenden.

Zum Mittagessen besuchten wir ein vom Expräsidenten Chen Shui-bian favorisiertes einfaches Restaurant.

Allez , allez, was tut mir alles weh….

Bei der Nachmittagspause mussten doch einige den Temperaturen, der letzten Woche und wohl auch dem guten Essen Tribut zollen.

Langsam näherten wir uns der Stadtgrenze Taichungs. Auf dem Programm stand noch ein Besuch bei der Verkaufszentrale des Tourveranstalters GIANT.

Dort war man natürlich informiert und vorbereitet, lautstark wurden wir von einem Heer taiwanischer Vuvuzeela und  Chinaböllern empfangen.

Tony Lo, der CEO von GIANT, stellte uns dort vor, wie GIANT auf einem justierbaren Modellrad für seine Kunden die optimalen Fahrradmaße ermittelt. Dies soll in allen größeren Zentralen von GIANT möglich sein.

Day 8 (Nov. 17) Taichung – Hsinchu (110 km)

Bei der Rückfahrt Richtung Norden gerieten wir immer stärker unter den Einfluss des Nordwestmonsuns, im Klartext: Es wehte bereits ein recht strammer Gegenwind, zudem war es jetzt Schluss mit dem Sonnenschein.

Heute galt es 110 km bis nach Hsinchu zu bewältigen. Die Kondition war mittlerweile deutlich verbessert, kleiner Steigungen konnten mühelos auch mit dem großen Zahnkranz bewältigt werden, man war gut im Tritt und hatte seinen Lebensrhythmus mühelos an die neuen Anforderungen angepasst:

Aufstehen , Essen , Morgengymnastik, Fahrradfahren, Essen, Schlafen. Um mehr brauchte man sich nicht zu kümmern, der Alltag war weit weg und wurde von niemandem vermisst .

Doch auch am Morgen des achten Tages, im warmen Hotelbett liegend, fühlten sich die Beine etwas dicker, etwas schwerer an und wiesen ein leichte Druckempfindlichkeit auf. Es handelte sich um eine bisher unbekannte, leichtere Form von Muskelkater, welcher zum permanenten Begleiter geworden war und einen erst drei bis vier Tage nach der Radtour verlassen sollte.

Die Geräusche nach dem Weckruf versprachen nichts Gutes: Regen trommelte gegen die Scheiben des angenehmen, nicht ganz unluxuriösen Hotels in Taichung, der Nordostmonsun versteckte sich nicht mehr und ließ die Werbeflaggen heftig im Wind flattern.

Heute hieß es mal wieder hinein in das Plastikregencape., welches unsere aufmerksamen unermüdlichen Helfer des GIANT-Teams zur Verfügung stellten.

Bei ordentlich Wind und nachlassendem Regen raus aus dem Talkessel von Taichung Richtung Küste und Hafen und dann immer dem Gegenwind entlang, auf irgendwelchen Nebenstraßen mit wenig Autoverkehr.

Erster Stop am Samstagmorgen war der berühmte Zhenla-Tempel von Dajia. Hier beginnt jährlich die große Prozession der Tempelgöttin Matzu, ihre Reise in den Süden einschließlich Rückkehr statt.  Matzu ist die Schutzpatronin der Fischersleute und daher in Taiwan sehr beliebt. Der Tempel genießt hohes Ansehen und war an diesem Samstagmorgen gut besucht.

Besonders auffällig war die lange Schlange mit Neuwagen im Vorhof des Tempels.

Der Grund: Der Tempel hat seine Schutzdienste ausgeweitet, professionelle Kräfte sorgen dafür, dass der Wagen im Verkehr gegen böse Geister geschützt ist, eine Art „Geisterversicherung“. Den zuckenden Bewegungen und ausgestoßenen, äußerst seltsam klingenden Tönen des Profi-Beschwörers  nach zu urteilen waren die 6-7 EUR Gebühr gut investiertes Geld.

Mittag hatten wir dann mittlerweile vom Regen pitschnass zusammen mit einer Hochzeitsgruppe im gleichen Restaurant.

Am Nachmittag dann der Härtetest: Starker permanenter Gegenwind mit teils heftigen Schauern bei nur noch 16 Grad ließen die Strecke bis nach Hsinchu deutlich länger erscheinen.

Das Abendessen in Hsinchu wurde diesmal individuell auf dem in der Nähe liegenden Nachtmarkt eingenommen.

9. Tag: Von  Hsinchu nach Taipei  (84 km)

Auch der heutige Tag stand im Zeichen des Nordwestmonsuns, Gegenwind mit Regenfällen bei ungemütlichen Temperaturen von 16 Grad, zum Nachmittag stellte uns dann der Regen nochmals auf die Probe.

Stramm in die Pedale tretend erreichten wir dann am Nachmittag das Rathaus von Taipei , wo wir zur „Siegerehrung“ empfangen wurden, das ganze natürlich notariell beglaubigt.

Eine erlebnisreiche Zeit mit vielen positiven Eindrücken, eine Reise, bei der man etliche nette Leuten kennen gelernt hatte, fand damit ihr Ende. Eine gutgelauntes und engagiertes Begleitteam sorgten für einen reibungslosen Verlauf der Inselumrundung. Die Tour steht übrigends allen offen, es handelt sich um keine geschlossene Gesellschaft. Eine gute Möglichkeit, mit Taiwanesen gmeinsam die Insel zu umrunden und Land und Leute näher als sonst kennenzulernen.

Eine Welt ohne Fahrrad? Unmöglich!

Text und Fotos: Frank Pevec

RTI Hörerclub Berlin dankt Dr. Wu-lien Wei

Auf Wiedersehen!

Am Dienstag, den 18.6.2013 erhielt der Vorsitzende des RTI Hörerclub Berlin die Gelegenheit, sich persönlich vom Repräsentanten Taiwans in der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Dr. Wu-lien Wei, zu verabschieden. Dr. Wei verlässt Ende des Monats Berlin und kehrt nach Taiwan zurück, wo er aus Altersgründen auch aus dem diplomatischen Dienst seines Landes treten wird. Das Gespräch, bei dem der Leiter der Pressestelle der Taiwan Vertretung, Herr SHEN Wen-chiang, zugegen war, fand im Berlin Capital Club statt und verlief in einer sehr angenehmen und vertrauensvollen Atmosphäre.

In den vier Jahren seines Amtes zeigte Dr. Wei nicht nur reges Interesse für die RTI-Hörerclubs in Ottenau und Berlin, sondern unterstützte insbesondere den Hörerclub Berlin nach Kräften, was ihm sicher nicht vergessen werden wird.

Sehr verehrter Herr Dr. Wei, eine gute Heimreise, Gesundheit und persönliches Wohlergehen

und noch einmal herzlichen Dank für alles!

Andreas Bündig

RTI-HC Berlin

Dr. Wu-lien Wei und Andreas Bündig

Dr. Wu-lien Wei und Andreas Bündig

„Weihnachtsfeier“ Weiya-Party ( 尾牙) bei Radio Taiwan International

Was bei uns die betriebliche Weihnachtsfeier ist, entspricht im taiwanischen Kulturkreis die Weiya-Party (Chinesich: 尾牙) und gehört insbesondere in Taiwan zu einem der Höhepunkte zum Jahresende. Einem Jahresende  nach chinesischer Zeitrechnung, genau dem 16. Tag des zwölften Monats des Mondkalenders.

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Vorbereitung

RTI-Präsident mit einigen Mitarbeitern der vietnamesischen Abteilung kurz vor dem Show-Down

Das erste der  beiden Zeichen des Begriffes  bedeuten „Schwanz“ oder auch „Ende“, das letztere „Zahn“, früher wurde damit aber der Markthändler bezeichnet, der sich dann zum Jahresende dem Erdgott gegenüber erkenntlich zeigte.

Traditionell war es früher eine jährlich stattfindenden Dankeszeremonie zu Ehren des Erdgottes, ihm fällt die nicht ganz unwichtige Aufgabe zu, für Reichtum zu sorgen.

Heute ist dies in etlichen Betrieben Taiwans eine soziale Veranstaltung zum Abschluss des Geschäftsjahres, der Boss oder die Geschäftsführung bedankt sich damit bei seinen Angestellten für den harten Einsatz.

Neben dem Beisammensein bei einem opulenten Mahl kommt auch der Spass nicht zu kurz. Es gibt etliche Wettbewerbe, bei denen es Preise zu gewinnen gibt und Darbietungen der Angestellten, teils auch der Chefs.

Wer ist der neue Shooting-Star?

Wer ist der neue Shooting-Star?

Eine besonders gelungene Elvis-Auferstehung gewann den ersten Preis

Eine besonders gelungene Elvis-Auferstehung gewann den ersten Preis

...doch dabeisein ist alles...

…doch dabeisein ist alles…

Die taiwanesischen Angestellten laufen dabei zur Hochform auf. Oft hat man den Eindruck, dass sie förmlich auf diesen Tag warten und die Bühne als Sprungbrett für einen Entritt in das Schowgeschäft nutzen wolllen.

Bei den RTI-Kollegen hat man oft sogar den Eindruck, sie kommen alle aus dem Showgeschäft und haben noch nie etwas anderes gemacht. Hochdotierte deutsche TV-Showmaster und Conferencies wirken da wie biedere Anfänger, dies ist nicht dahergeredet.

Gang Nam Style mit doppeltem Bauchtanz

Gang Nam Style mit doppeltem Bauchtanz

Was nicht fehlen darf , ist eine Verlosung, bei der es oft Sachgewinne und auch mal Geldpreise zu gewinnen gibt.

Wurden im letzten Jahr Handies, Fahrräder und computerähnliche Geräte aller Art verlost, gab es in diesem Jahr Geldpreise. Angefangen von Kleinstgewinnen von 100 NTD bis zu 30.000 NTD, immerhin knapp 800 EUR, der Preis wurde leider nur ein Mal verliehen. Die deutsche Abteilung blieb diesmal vom Glück verschont, doch vielleicht läutet es ja im nächsten Jahr.

RTI-Quiz

Dann wurde es ernst beim beliebten RTI-Quiz

...mit überraschendem Ausgang...

…mit überraschendem Ausgang…

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...kulinarisch kam niemand zu kurz....

…kulinarisch kam niemand zu kurz….

Natürlich wird bei einer echten Weiya-Feier ordentlich gegessen, das beliebte Gericht „Buddha springt über die Wand“  (Chinesisch : 佛跳牆) darf dabei natürlich auch nicht fehlen . Keine Frage, auch für dieses Gericht gibt es eine Legende. Angeblich soll es so gut schmecken, dass man damit auch die sich vegetarisch ernährenden Mönche über die Klosterwand springen lassen kann, wenn dieser Geruch ihre Nasenspitze erreicht. So soll es zumindest dem Volksmund nach einmal geschehen sein, vor einer Weile im südchinesischen Fuzhou.

(von Frank Pevec)

Die Autobahnraststätte als Reiseziel

„Lasst uns zur Autobahnraststätte XYZ fahren, um dort zu bummeln und zu essen.“ Auf so eine Idee kommt doch niemand – denken Sie. Tatsächlich kann das in Taiwan aber passieren und auch wenn ich selber persönlich keinen Tagesausflug zu einer Autobahnraststätte einplanen würde, ist eine derartige Idee bei vielen taiwanischen Autobahnraststätten gar nicht so abwegig.

Kein Cafe in einem Park - sondern ein Autobahnraststätte

Kein Cafe in einem Park – sondern ein Autobahnraststätte

In Taiwan legt man vor allem in den letzten Jahren sehr viel wert auf gepflegte Autobahnraststätten, deren Besuch nicht nur angenehm ist, sondern oft auch als ein eigenständiges Reiserlebnis gilt. Viele dieser Raststätten sind weitläufig angelegt mit Grünanlagen und Spielgelegenheiten für Kinder und Erwachsene.

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Das Innere ist (oft gemütlich) ausgestattet mit einer oft großen Vielzahl von Garküchen und Einkaufsgelegenheiten, in denen man beispielsweise Souveniers aus der Umgebung kaufen kann.

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Sitzgelegenheiten im Freien laden bei entsprechendem Wetter zum Genuß von 7-11 Kaffee im Freien ein. Oder wie auf der Gukeng Raststätte, die ich kürzlich besuchte, zum Genuß des Gukeng-Kaffees (die Region Gukeng ist bekannt für ihren Kaffee).

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Und wie gesagt gibt es tatsächlich nicht wenige, die als Ausflugsziel eine dieser Raststätten, für die es wohl auch eine Rangliste gibt, wählen. Die Gukeng Raststätte, die ich während meiner letzten Reise anfuhr (nicht als primäres Reiseziel, sondern aus menschlichen Bedürfnissen heraus), wurde auf Rang zwei dieser Liste geführt. Hier ein paar Eindrücke.

von Ilon Huang

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