Taiwanrundfahrt: Formosa 900 – Von Kaohsiung zurück in die Hauptstadt Taipei

Taiwanrundfahrt: Formosa 900 – 6. Tag  –  von Kaohsiung bis nach Chiayi (138 km )

Gut die Hälfte des Weges ist zurückgelegt, jetzt geht es wieder stramm nach Norden in Richtung Hauptstadt durch die dichtbesiedelte Westhälfte der Insel. Die heutige Etappe führte uns von Kaohsiung über Tainan bis nach Chiayi, mit 140 km stand die längste Etappe auf dem Programm.

 Weiterhin wunderschönes Wetter bei 30 Grad, allerdings stellte ging es diesmal nur sehr schleppend zum in das eigentlich recht nahe liegende, nur 30 km entfernte Tainan. Kaohsiung ist mit gut 1,5 Mio. Einwohnern Taiwans zweitgrößte Stadt.

Der Verkehr von Kaohsioung war sehr intenstiv, etliche knatternde Mopeds PKWs und LKWs sorgten für Geräuschkulisse und dicke Luft, zudem kam man wegen der zahlreichen Ampeln kaum voran.

 Tainan und Kaoshiung wachsen immer mehr zusammen, zudem befindet sich nahezu sämtliche wirtschaftliche Aktivität an der Westküste, entsprechendicht ist es dort besiedelt. Nur ein Drittel der Fläche ist bewohnbar. So kommt man schnell auf eine Bevölkerungsdichte von 2000 Personen pro km2, inklusive unbewohnter landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Rast machten wir in einem Museums-Park für Merkwürdigkeiten mit dem Namen „Glaub es oder glaub es nicht“.

Irgendwann erreichten wir Anping, einen Vorort von Tainan. Dieser Ort hat nicht nur historisch mit die ältesten Gebäude Taiwans aufzuweisen, sondern ist auch für seine kulinarischen Spezialitäten bekannt, vornehmlich Seafood,  Tainan liegt küstennah.

Nach einem ausgezeichneten Mittagesseen ging es bei über 30 Grad weiter, es wurde richtig heiss, doch zum Glück weg von der Hauptstraße, vorbei an Feldern und Fischteichen.

Im Dunkeln erreichte man nach einem langen Tag das etwas verschlafene Chiayi. Dort scheinen die nettesten Taiwanesen zu leben. Freundlich neugierig zeigten sie sich sehr interessiert, mehrfach wurden wir auf unserem Weg zum Restaurant angesprochen. Durch kleine Gassen ging es, in denen wir zwei auffällig grosse und schöne Tempelanlagen entdecken konnten.

 

Abendessen gab es in einem einfachen Restaurant in der Innenstadt, die aus lediglich einer Hauptstraße zu bestehen scheint.

Gegessen wurde heute mal eine ganz einfache, lokale Küche, die aber immer schmackhaft ist. Sollte es nebenan eine Spezialität geben: Kein Problem, bestellen und rüberbringen lassen!

Kurzum: Chiayi ist zwar nicht spektakulär, die Bewohner vermittelten uns aber ein äußerst positives Lebensgefühl. Von hier kann übrigends man mit der berühmtesten Bergbahn Taiwans den Berg Ali erklimmen. Dieser liegt ca. 70 km von Chiayi entfernt, die Bahn schraubt sich dann bis in 2500 Meter Höhe.

Formosa 900 – 7. Tag – Chiayi nach Taichung (85 km)

Vor dem Start erst ein ausgiebiges Frühstück mit allerlei frischen Dingen. Abgenommen habe ich auf der Fahrt nicht, wahrscheinlich wegen des Muskelzuwachses in den Oberschenkeln.

Nächste Etappe war Taichung, die Metropole Zentraltaiwans und mit gut 1 Mio. Einwohnern drittgrößte Stadt des Landes.  Lediglich 85 km, das war mittlerweile eine kleine Übung. Das Wetter war weiterhin warm und sonnig, etwas mehr Gegenwind gab es, zum Glück führte uns die Strecke weg von den Hauptstraßen durch verkehrsärmere Gegenden.

Zum Mittagessen besuchten wir ein vom Expräsidenten Chen Shui-bian favorisiertes einfaches Restaurant.

Allez , allez, was tut mir alles weh….

Bei der Nachmittagspause mussten doch einige den Temperaturen, der letzten Woche und wohl auch dem guten Essen Tribut zollen.

Langsam näherten wir uns der Stadtgrenze Taichungs. Auf dem Programm stand noch ein Besuch bei der Verkaufszentrale des Tourveranstalters GIANT.

Dort war man natürlich informiert und vorbereitet, lautstark wurden wir von einem Heer taiwanischer Vuvuzeela und  Chinaböllern empfangen.

Tony Lo, der CEO von GIANT, stellte uns dort vor, wie GIANT auf einem justierbaren Modellrad für seine Kunden die optimalen Fahrradmaße ermittelt. Dies soll in allen größeren Zentralen von GIANT möglich sein.

Day 8 (Nov. 17) Taichung – Hsinchu (110 km)

Bei der Rückfahrt Richtung Norden gerieten wir immer stärker unter den Einfluss des Nordwestmonsuns, im Klartext: Es wehte bereits ein recht strammer Gegenwind, zudem war es jetzt Schluss mit dem Sonnenschein.

Heute galt es 110 km bis nach Hsinchu zu bewältigen. Die Kondition war mittlerweile deutlich verbessert, kleiner Steigungen konnten mühelos auch mit dem großen Zahnkranz bewältigt werden, man war gut im Tritt und hatte seinen Lebensrhythmus mühelos an die neuen Anforderungen angepasst:

Aufstehen , Essen , Morgengymnastik, Fahrradfahren, Essen, Schlafen. Um mehr brauchte man sich nicht zu kümmern, der Alltag war weit weg und wurde von niemandem vermisst .

Doch auch am Morgen des achten Tages, im warmen Hotelbett liegend, fühlten sich die Beine etwas dicker, etwas schwerer an und wiesen ein leichte Druckempfindlichkeit auf. Es handelte sich um eine bisher unbekannte, leichtere Form von Muskelkater, welcher zum permanenten Begleiter geworden war und einen erst drei bis vier Tage nach der Radtour verlassen sollte.

Die Geräusche nach dem Weckruf versprachen nichts Gutes: Regen trommelte gegen die Scheiben des angenehmen, nicht ganz unluxuriösen Hotels in Taichung, der Nordostmonsun versteckte sich nicht mehr und ließ die Werbeflaggen heftig im Wind flattern.

Heute hieß es mal wieder hinein in das Plastikregencape., welches unsere aufmerksamen unermüdlichen Helfer des GIANT-Teams zur Verfügung stellten.

Bei ordentlich Wind und nachlassendem Regen raus aus dem Talkessel von Taichung Richtung Küste und Hafen und dann immer dem Gegenwind entlang, auf irgendwelchen Nebenstraßen mit wenig Autoverkehr.

Erster Stop am Samstagmorgen war der berühmte Zhenla-Tempel von Dajia. Hier beginnt jährlich die große Prozession der Tempelgöttin Matzu, ihre Reise in den Süden einschließlich Rückkehr statt.  Matzu ist die Schutzpatronin der Fischersleute und daher in Taiwan sehr beliebt. Der Tempel genießt hohes Ansehen und war an diesem Samstagmorgen gut besucht.

Besonders auffällig war die lange Schlange mit Neuwagen im Vorhof des Tempels.

Der Grund: Der Tempel hat seine Schutzdienste ausgeweitet, professionelle Kräfte sorgen dafür, dass der Wagen im Verkehr gegen böse Geister geschützt ist, eine Art „Geisterversicherung“. Den zuckenden Bewegungen und ausgestoßenen, äußerst seltsam klingenden Tönen des Profi-Beschwörers  nach zu urteilen waren die 6-7 EUR Gebühr gut investiertes Geld.

Mittag hatten wir dann mittlerweile vom Regen pitschnass zusammen mit einer Hochzeitsgruppe im gleichen Restaurant.

Am Nachmittag dann der Härtetest: Starker permanenter Gegenwind mit teils heftigen Schauern bei nur noch 16 Grad ließen die Strecke bis nach Hsinchu deutlich länger erscheinen.

Das Abendessen in Hsinchu wurde diesmal individuell auf dem in der Nähe liegenden Nachtmarkt eingenommen.

9. Tag: Von  Hsinchu nach Taipei  (84 km)

Auch der heutige Tag stand im Zeichen des Nordwestmonsuns, Gegenwind mit Regenfällen bei ungemütlichen Temperaturen von 16 Grad, zum Nachmittag stellte uns dann der Regen nochmals auf die Probe.

Stramm in die Pedale tretend erreichten wir dann am Nachmittag das Rathaus von Taipei , wo wir zur „Siegerehrung“ empfangen wurden, das ganze natürlich notariell beglaubigt.

Eine erlebnisreiche Zeit mit vielen positiven Eindrücken, eine Reise, bei der man etliche nette Leuten kennen gelernt hatte, fand damit ihr Ende. Eine gutgelauntes und engagiertes Begleitteam sorgten für einen reibungslosen Verlauf der Inselumrundung. Die Tour steht übrigends allen offen, es handelt sich um keine geschlossene Gesellschaft. Eine gute Möglichkeit, mit Taiwanesen gmeinsam die Insel zu umrunden und Land und Leute näher als sonst kennenzulernen.

Eine Welt ohne Fahrrad? Unmöglich!

Text und Fotos: Frank Pevec

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Taiwanrundfahrt: Formosa 900 – Vom Südosten bis zur Hafenstadt Kaohsiung

4. Tag: Vom Thermalort Chiben nach Checheng an die Südküste  (108KM)

Heute die Fortführung der Fahrradtour „Formosa 900“, einmal herum um Taiwan.
In der Zwischenzeit kam sie leider etwas ins „stocken“, klassischer Fall von „Hardware-Schwäche“, die letztlich in den Griff bekommen wurde. Die „900“ steht für die Anzahl der Kilometer, die es dabei zurückzulegen galt.

Im ersten Teil ging es von Taipei Richtung Yilan an die Ostküste, weiter nach Hualien und von dort über den Thermalort Ruishui zum Thermalort Chiben, etwa 20 Kilometer südlich von Taidung.

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Das Aufstehen erfolgte am vierten Tag bei herrlichstem Wetter, der Eintritt in die Tropen hatte sich gelohnt. Sonnenschein, aber nicht zu heiss, ein leichte Brise wehte, alles Bestens, bis auf den vermeintlich besiegten Muskelkater.

Die Morgengymnastik erfolgte diesmal im Beisein von neugierigen Reisegruppen vom Festland, denen wir ein beliebtes Fotomotiv darstellten.

Die heutige Etappe war etwa 110 km lang, es ging in das küstennah gelegene Checheng in Südtaiwan, ganz in der Nähe des wohl bekanntesten Badeortes Kending. Eine abwechslungsreiche Strecke wartete auf uns, die alles bot. Küste, Berge und eine schöne Abfahrt ins tropische Binnenland.

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Unendliche Weite des Pazifik

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Im ersten Abschitt führte die Strecke etwa 50 km am Meer entlang. Sanfte Steigungen mit kleineren Abfahrten sorgten für einen abwechslungsreichen beschwingten Rhythmus, dazu gab es weiten Blick auf den Pazifik, auf Wellen und Brandung. Sonne , Wolken und Wasser boten unterhaltsame, fast meditative Lichtspiele, die Küstenstrecke hätte noch viel länger sein können. Der Gedanke an das weit entfernt auf der anderen Seite liegende Amerika verschaffte einem ein Gefühl unendlicher Weite.

Unterwegs hatten wir noch unser tägliches Treffen mit einer weiteren von insgesamt 10 Teilnehmergruppen, die uns entgegen kamen. Am heutigen Tag trafen wir auf die Behinderten-Gruppe, die auf Spezialfahrrädern mit der Kraft ihrer Arme und bei Bedarf elektrisch unterstützt die über 900 km lange Strecke bewältigten.

Danach machten wir uns zur Herausforderung des Tages , und zwar der Erklimmung des Shouka-Passes. Der Name verspricht ein zusätzliches Leben – wenn man es hinauf geschafft hat!

Photo 4 5 6

Die Sonne lief an dem Novembertag dann zur Hochform auf, 30 Grad wurden erreicht, genau das Richtige für die 10 km lange Steigung. Etwa 450 Meter ging es hinauf, ab und an auch etwas steiler. Eine Höhe, die auch für engagiertere Hobbyradler zu erklimmen ist und eine gute Balance zwischen Anstrengung und Abfahrtsfreuden darstellt. Damit hatten wir denn auch die zweithöchste Erhebung auf unserer Tour erklommen, von nun an war Entspannung angesagt, so glaubte man es zumindest.

Shou-Ka-Pass erledigt, ein Extra-Leben gewonnen

Shou-Ka-Pass erledigt, ein Extra-Leben gewonnen

05 Praerie-Durchquerer aller Laender 06 Alles OK

Wer in Taiwan etwas höher hinaus will, kann dies mit Leichtigkeit tun: Fast alle Pässe sind höher als die von uns erklommenen. Der höchste Pass, der Wuling Pass am oberen Ende der Taroko-Schlucht, liegt in der luftigen Höhe von 3275 Metern und ist damit auch der höchste Pass in Südostasien.

Der Shouka Pass befindet sich an der Kreuzung von der Nationalstraße 9 mit der 199. Weiter ging es dann auf der kleineren 199 in Richtung Chiben durch landschaftlich nahezu unberührte Strecke. Die 9 ist die Hauptverbindung zwischen den Kreisen Pingtung und Kaohsiung mit der Ostküste und entsprechend stärker befahren. Fahrradfahrer sollten diese Strecke daher meiden.

Nach einer kurvigen Abfahrt ging es noch zum Dongyuan See mit Gruppenfoto, vorbei an einer Talsperre in Richtung Chiben.
08 Taiwans Sueden

07 Unberuehrter Sueden
Ein schöner runder Tag ging zu Ende, im Hotel angekommen ging es gleich zur Lockerung in das Schwimmbad und in die Sauna.

09 Rast auf dem Weg nach ChechengKending

5. Tag – Von Checheng nach Kaohsiung (100KM)

Von Chechen aus, gut 20 km vom Badeort Kenting entfernt, ging es am fünften Tag in Richtung Hafenmetropole Kaohsiung Richtung Nordwesten, ca. 100 km waren zurückzulegen.

 01 Checheng

Insbesondere die Südhälfte bietet sich Mitte November zum Fahrradfahren an, eine leichte Brise bei 25 bis 28 Grad, was will man mehr. Die ersten 10 km hatte man noch den Blick auf Berge und Hügel zur Rechten, dann verflachte die Landschaft, Felder wechelten sich mit Gewerbeindustrie ab, man näherte sich der Schwerindustrieregion von Pingdong und Kaohsiung, hier befindet sich ein Großteil von Taiwans Stahl- und Chemieindustrie.

02 Spezilitaet der Region

Etliche Schilder wiesen darauf hin, die besten Wasserkastanien zu beissen gibt, das stimmte wohl auch.

03 Wasserkastanie

Wasserkastanien aus Pingdong

Einige kleinere kulinarische Spezilitäten gab es natürlich ebenfalls, insbesondere die heiße und süße Mehlspeise, mit Bohnen und Früchten angereichert auf geraspeltem Eis, hatte es etlichen angetan.

 04 Kulinarischer Spezialitaetenstop

05 Cycle forever05 Wer sein Moped liebt der schiebt

Nach der wunderschönen Strecke im Osten war dies ein eher normaler Tag, es ging aber mit jetzt strammeren Beinmuskeln flott voran, sodass wir uns recht früh am Nachmittag Kaohsioung näherten. So blieb noch ein wenig Zeit für einen kleinen Stadtbummel.  Das Hotel war zentral am Aihe , dem Liebesfluss, gelegen.

06 Metropole Kaohsiung am Liebesfluss

Kaohsiung-Zentrum mit dem Liebesfluß

Zum Abendessen ging es dann ein Stück am Fluss entlang und später an den alten Kaianlagen des Hafens zum Abendessen. Diesmal speisten wir auf einer Veranstaltung des Rotary-Clubs von Kaohsiong, die auch im Zeichen von Formosa 900 stand.

07 Kai der wahren Liebe

Hafenmole der „wahren Liebe“

08 Treffen des Rotary Clubs Kaohsiung

Auch der Rotary-Club im Fahrradfieber

 Kaohsiung hat das Gebiet um den Liebesfluß für die innerstädtische Freizeit gestaltet, Radlerwege sind vorhanden, alte Hafengebäude sind jetzt zu Kunstgalerien und Aktionsstätten geworden, das ganze natürlich mit einem Meer von LED-Lichterketten illuminiert. Nach dem Abendessen schlenderte ich dann, völlig unüblich zu Fuß,  über die Nachtmärkte Richtung Hotel zurück.

09 Kaohsiung am Abend 09 Kaoshsiung am Abend 2

09 Vespa-Oldtimer

Vespa-Revival-Werkstatt

Eine taiwanische Handball-Mannschaft bei den Handballtagen in Lübeck

Handball ist alles andere als populär in Taiwan. Die Berichterstattung ist fast nicht existent, so dass man denken könnte, in Taiwan wird überhaupt kein Handball gespielt. Und tatsächlich hörte ich von taiwanischen Handballern das erste Mal in deutschen Medien und zwar wurde gemeldet, dass bei den Handballtagen in Lübeck tatsächlich auch taiwanische Mannschaften am Start seien. Es gelang mir, eine der Mannschaften, eine Schülermannschaft aus Kaoshiung, ausfindig zu machen und die Trainerin der Mannschaft, Chuang Feimin (莊斐旻) , erklärte sich bereit, nicht nur über ihr Erlebnis bei den Handballtagen in Lübeck zu erzählen, sondern auch über Handball in Taiwan zu sprechen. Auch eine der Spielerinnen der Mannschaft, die Mittelschülerin Huang Hsing-ru (黃杏如) war bereit über ihre Reise nach Lübeck zu erzählen. Der erste Teil des Gespräches über Handball in Taiwan kann man in der Sportsendung des deutschsprachigen Programmes von Radio Taiwan International am Sonntag, den 12. Februar 2012 hören. Der zweite Teil über die taiwanische Handballmannschaft bei den Handballtagen in Lübeck folgt dann am Sonntag, den 19 Februar 2012. Natürlich werden auf einer derartigen Reise auch eine Vielzahl von Fotos gemacht, von denen eine Auswahl hier zu sehen sind.

Teil 1, „Handball in Taiwan“, in Sport in Taiwan, am Sonntag, den 12. Februar

Teil 2, „Eine taiwanische Mannschaft bei den Handballtagen in Lübeck“,  in Sport in Taiwan, am Sonntag, den 19. Februar

Zunächst hier noch ein Link zu einer Reportage des NDR über die Mannschaft in Lübeck

http://www.facebook.com/#!/photo.php?v=251990538151379&set=t.100000213033013&type=3&theater

Am Flughafen - das Abenteuer beginnt

Am Flughafen - das Abenteuer beginnt

Flüge von Taiwan nach Deutschland dauern lange und man muss oft ein- oder zweimal umsteigen

Flüge von Taiwan nach Deutschland dauern lange und man muss oft ein- oder zweimal umsteigen

Aber irgendwann hat man es dann doch geschafft

Aber irgendwann hat man es dann doch geschafft

Ganz links Trainerin Chuang Fei-min

Ganz links Trainerin Chuang Fei-min

Bei der Parade durch Lübeck...

Bei der Parade durch Lübeck...

... wehte auch die taiwanische Flagge

... wehte auch die taiwanische Flagge

In den Unterkünften

In den Unterkünften

Bzw. die Räumlichkeiten für die Speisen, die für die taiwanischen Spielerinnen manchmal etwas fremd waren

Bzw. die Räumlichkeiten für die Speisen, die für die taiwanischen Spielerinnen manchmal etwas fremd waren

Die Spiele beginnen...

Die Spiele beginnen...

... hier ist das Wetter noch relativ gut

... hier ist das Wetter noch relativ gut

Aber oft war es nass wie hier

Aber oft war es nass wie hier

Nicht die taiwanische Mannschaft, aber so niedlich, die mussten unbedingt mit rein

Nicht die taiwanische Mannschaft, aber so niedlich, die mussten unbedingt mit rein


Von Ilon Huang

Fotos von Chuang Feimin (莊斐旻) und ihrer Mannschaft

“2009 Kaohsiung City Cup” Drachenbootrennen

 

Das "Chrismas Island" Drachenbootteam
Drachenbootrennen in Kaohsiung

Zu Weihnachten fand in der südtaiwanischen Stadt Kaohsiung ein Drachenbootrennen statt. Ein Drachenbootrennen zu Weihnachten? Normalerweise werden Drachenbootrennen doch mit dem Drachenbootfest in Verbindung gebracht und auch zu dieser Zeit durchgeführt.

Doch tatsächlich sind Drachenbootrennen inzwischen zu einem internationalen Ereignis geworden und viele Länder veranstalten Rennen während des ganzen Jahres. In Taiwan haben Drachenbootrennen bekanntermaßen zwar eine lange Tradition, aber sie werden wohl oft immer noch eher als ein kulturelles denn als ein sportliches Ereignis angesehen und sind daher auch noch stark auf die Zeit des Drachenbootfestes beschränkt.

Lynn Dongli Li, seit 15 Jahren begeisterter Drachenbootfahrer

Lynn Donglong Lee, seit 15 Jahren begeisterter Drachenbootfahrer

Doch nach und nach gibt es auch in Taiwan immer mehr Drachenbootrennen, die zu einer anderen Zeit als während des Drachenbootfestes durchgeführt werden. Und eines dieser Rennen war der „2009 Kaohsiung City Cup“, der auch einen besonderen Grund hatte. Nämlich Mannschaften auszuwählen, die Taiwan im kommenden Jahr Taiwan sozusagen als Nationalmannschaft – als Chinese Taipei – bei internationalen Wettkaempfen vertreten sollen. Eine der teilnehmenden Mannschaften war die „Christmas Island Drachenbootmannschaft“, die aus Ruderern der „Drachenreiter“ und der „Australian New Zealand Chamber of Commerce”. zusammengewürfelt war. Zu der Mannschaft gehörte auch Lynn Donglong Lee, der seit 15 Jahren an Drachenbootwettkämpfen teilnimmt. Lynn, dessen Eltern aus Taiwan kommen, der aber selbst in Tennesse, in den USA aufgewachsen ist, hat uns über den Reiz des Drachenbootfahrens, von den Schwierigkeiten, sozuagen auf den letzten Drücker eine Mannschaft zusammenzukriegen und zu trainieren, und von den Erlebnissen während des Drachenbootrennens in Kaohsiung erzählt:

Lynn: Ich habe mit dem Drachenbootrennen im Jahr 1995 angefangen, also nun etwa 15 Jahre. Was macht Drachenboot für mich so interessant? Es ist die Tatsache, dass es der absolute Mannschaftssport ist. Man kann sich nicht allein auf einen Starspieler verlassen, wie z. Bsp. beim Basketball, American Football oder Fußball, um die Mannschaft voranzutreiben. Jeder muss hart arbeiten, und zwar vollkommen gemeinsam, im gleichen Rythmus und wirklich synchron. Und das macht Drachenboot so interessant für mich. Und der Mannschaftsgeist, der dadurch entsteht, sobald alle vollkommen synchron rudern, und wenn man fühlt, wie das Boot vorwärts gleitet, das ist wirklich ein euphorisches Gefühl.

Warmmachen und die Besprechung der Strategie vor dem Rennen sind äußerst wichtig

Warmmachen und die Besprechung der Strategie vor dem Rennen sind äußerst wichtig.

Was war der 2009 Kaohsiung City Cup, ein Drachenbootrennen sozusagen außerhalb der „Drachensaison“  am Wochenende nach Weihnachten in Kaohsiung in Südtaiwan für ein Ereignis? Weiterlesen