Die Ruhe nach dem Sturm

Von Freitag auf Samstag zog Taifun Soulik über den Norden Taiwans. In der Stadt  Taipei erreichten die Böen um zwei, drei Uhr nachts Geschwindigkeiten Windstärke 12 – da flog natürlich Einiges durch die Gegend – Werbetafeln, Dachteile, Bauzäune, Fenster gingen zu Bruch und viele Bäume wurden entwurzelt. In Taipei war bei diesem Taifun der Wind schlimmer als der Regen – aber in anderen Gegenden Taiwans war der Sturm zwar nicht ganz so stark, aber dafür verursachte der Regen Überschwemmungen, Erdrutsche usw.
Da der Taifun mit über 20 Kilometern pro Stunde über Nordtaiwan zog, liess der Sturm nach einigen Stunden wieder etwas nach – und man hörte draußen bereits die ersten Geräusche der Aufräumarbeiten. Als ich mich auf den Weg zur Arbeit machte herrschte bereits Ruhe nach dem Sturm – aber auch mittags waren auf dem rund halbstündigen Fußweg entlang der Zhongshan North Road die Spuren des Taifuns noch zu sehen – hier einige Eindrücke von meinem Weg zur Arbeit:

Die ganz Nacht über waren Einsatztrupps und die Feuerwehr im Einsatz, um blockierte Straßen freizuräumen, sich um zu Bruch gegangene Fenster- und Glastüren zu kümmern und  gefährliche Orte zu sichern.  Dann kamen die Aufräumtrupps – die Mitarbeiter der Stadt Taipei sagten, sie fingen  gleich am frühen Morgen, nachdem der Sturm etwas nachgelassen hatte, mit den Aufräumarbeiten an. Man konnte das ganze Wochenende über noch Müllabfuhr und Straßenkehrer im Einsatz sehen.

Samstag Mittag sieht es zumindest an der Zhongshan North Road vor dem Kunstmuseum schon wieder so aus, als sei nichts gewesen – und der Aufräumtrupp des Umweltamtes fährt weiter. Wer nicht mehr vorne im Müllwagen Platz findet, fährt eben mit dem Motorroller hinterher.

Pressefotos von Taifun Soulik

von Eva Triendl

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