Halloween in Taipei

Waren die Tage bis zum letzten Oktoberwochenende klar von den Sommergeistern beherrscht, meldeten sich die Regengeister am Zombiemonstertag zahlreich zurück – das letzte Samstag des Oktobers ist der Tag,  an dem in Taipei zahlreiche Halloween-Parties steigen.

Der plötzliche Temperatursturz  ließ es den ganzen Tag bis in den späten Abend vom Himmel  triefen. Dies vertrieb etliche , oft deutlich ansprechender aussehende, mehr oder weniger böse Monster.

Doch Regen ist in Taiwan kein Thema, er ist eben da, gefeiert wurde trotzdem und einige  kreative Einfälle  kamen mir trotzdem vor die Fotolinse.

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John W. ist doch nicht tot (Foto:Frank Pevec)

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Etliche Engel verbreiteten Hoffnung (Foto: Frank Pevec)

Text und Fotos: Frank Pevec

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„The Lab Space“ feiert Saisonfinale

Die Theatergruppe “The Lab Space” interpretiert zum Jahresende den us-amerikanischen Thriller „Warte, bis es dunkel wird“ (Wait Until Dark) von Frederik Knott.

Der britische Stückeschreiber Knott wurde 1916 als Sohn von englischen Missionaren in Hankou, China, geboren. Seine schulische Ausbildung genoss er jedoch in England. Zwischen 1939 und 1946 diente er der britischen Armee. Anschließend zog es ihn in die USA, wo er auch sein Stück „Wait Until Dark“ verfasste, welches 1967 verfilmt wurde. In der Hauptrolle Audrey Hepburn, die für die Rolle als Susy zum Oscar nominiert wurde.

Das Theaterstück handelt von der erblindeten Susy Hendrix, gespielt von Esther Veronin, die gemeinsam mit ihrem Mann, dem Photographen Sam, und der kleinen Gloria in einem einfachen Apartment in New York lebt.

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Esther Veronin spielt Susy, eine blinde Frau, die sich gegen Drogendealer behaupten muss. Stück: Warte, bis es dunkel wird (Wait Until Dark). Photo: The Lab Space

Sam hilft seiner Frau die Bürden des neuen Lebens ohne Augenlicht zu meistern. Nach einer Auslandsreise bringt Sam schließlich Tod, Drogen, Angst und Gefahr in ihr kleines Apartment, ausgelöst durch eine harmlos scheinende Puppe, die ihm eine unbekannte Frau in Obhut gab. Wenig später wird die Frau ermordet.

Dem nicht genug locken die finster dreinschauende New Yorker Gangster, angeführt von Harry Roat (Stewart Glen), den ahnungslosen Sam aus seiner Wohnung, um an die mit Heroin gefüllte Puppe zu gelangen.  Sie haben mit Susy kein leichtes Opfer gefunden, da sie das schlechte Spiel der Gangster schnell durchschaut.

Doch zu spät, Susy kann den Gangstern nicht mehr entkommen und findet sich plötzlich im Kampf mit dem brutalen Roat wieder, der zuvor seine Kollegen ermordet hatte. Auf engstem Raum kämpfen die beiden und Susy gelingt es ihre eigentliche Schwäche, ihre Blindheit, zum Vorteil zu nutzen, indem Sie alle Lampen zerschlägt und Roat auch zum Blinden macht. Erst später erfährt man das Gloria die heroingefüllte Puppe an sich genommen hatte.

Das Bühnenbild versetzt die Zuschauer zurück in die 1960er Jahre nach Greenwich Village in New York. Man findet sich in einem einfachen Apartment wieder, ohne Handy und ohne Internet.

Im Gespräch mit Jerome Keating sagt der Regisseur Brook Hall, dass die Taiwanesischen Zuschauer eine solche Art von klassischem Thriller so noch nicht gesehen haben werden.

Hall konnte eine erfahrende Gruppe zusammenbringen, mit dabei Esther Veronin (Susy), Stewart Glen (Roat), Dan O’Shea (Mike), John Brownlie (Carlino).

Zusehen ist „Warte, bis es dunkel ist“ (Wait Until Dark) am 4. und 5. Dezember, am 11. und 13. Dezember und am 18. 19. Dezember jeweils um 20:00 Uhr; und am 6. und 20. Dezember schon um 14:30 Uhr.

Ort: he LAB Space (實演場), 3F, 9, Beitou Rd Sec 1, Taipei City (台北市北投路一段9號3樓)
Tickets: NT$600, http://www.accupass.com/go/dark oder an der Tür.

The Lab Space Flzer

Taiwan, ein Land der Kaffeetrinker

Wenn man zum ersten Mal nach Taiwan kommt und sich durch die Straßen von Taipei bewegt, so wird einem nach kurzer Zeit auffallen, wie groß das Angebot an Kaffee ist. Inzwischen gibt es unzählige kleine Cafés in Taipei, dazu kommen die wachsende Anzahl an Filialen von ausländischen und taiwanischen Kaffeehausketten und außerdem führen inzwischen auch die kleinen Supermarktketten wie 7Eleven, Family Mart und OK Mart erfolgreich ihre eigenes Sortiment an frischem Kaffee. Aber ist dieses Straßenbild denn nicht eigentlich untypisch für ein asiatisches Land, das kulturell von je her eine Nation der Teetrinker war? „Der Kaffee trinkende Taiwaner“ – das entspricht doch nun wirklich nicht dem westlichen Stereotyp.

Typisches Café in Taipei

Typisches Café in Taipei

In Wirklichkeit hat sich das Blatt schon vor vielen Jahren gewendet und man kann inzwischen wirklich von Taiwan als einer Insel der Kaffeetrinker sprechen. Anfang der 1990er Jahre begannen japanische Kaffeeketten wie Doutor oder Kohikans sich in Taiwan niederzulassen, ein paar Jahre später folgten dann taiwanesische Ketten wie Dante Coffee, Ikari Coffee, Barista Coffee oder auch Mr. Brown Coffee. 1998 eröffnete die erste Filiale der amerikanischen Kaffehauskette Starbucks, ein paar Jahre später folgten weitere taiwanesische Ketten wie 85C, City Café oder Let`s Café. Allein die Kaffeehauskette Starbucks hat zwischen den Jahren 2007 und 2013 303 neue Läden eröffnet. Weltweit gibt es über 21 000 Starbucks Filialen, zwei Drittel davon sind auf dem amerikanischen Kontinent zu finden. Am stärksten wächst Starbucks allerdings zurzeit in Asien. In China gibt es mehr als 1300 Filialen der erfolgreichen Kaffeehauskette. Kontinuierlich kommen neue Filialen dazu, sodass China neben den USA bald zum zweitgrößten Absatzmarkt für Starbucks wird. In Taiwan gibt es inzwischen mehr als 300 Filialen, die Anzahl ist auch hier exponenziell steigend. Zwischen 2007 und 2013 hat die Anzahl privater Cafés sowie Kaffeehausketten wie zum Beispiel Starbucks, Mr. Brown Coffee oder auch Barista Coffee in Taiwan um 71 Prozent zugenommen.

Zu einer guten Tasse Kaffee lässt es sich gleich viel besser lernen

Zu einer guten Tasse Kaffee lässt es sich gleich viel besser lernen

Dass ein Großteil der Taiwaner inzwischen zu Kaffeetrinkern geworden ist, das belegen auch andere Fakten. So ist Taiwans Import von Kaffee um 525 Prozent in den vergangenen 17 Jahren gestiegen, außerdem hat in den letzten 15 Jahren der Konsum von frisch gebrühtem Kaffee um das 4,5-fache zugenommen. Heutzutage werden etwa sechs Millionen Tassen Kaffee pro Tag in Taiwan getrunken. Am liebsten trinken die Taiwaner Milchkaffee und Cappuccino, gefolgt von schwarzem Kaffee nach amerikanischer Art. Aber trotz des wachsenden Konsums von Kaffee sind Taiwaner im internationalen Vergleich noch weit hinten, was den täglichen Genuss von Kaffee angeht. So kommen in Taiwan pro Kopf etwa 0,3 Tassen Kaffee am Tag, in den USA sind es 1,1 Tassen pro Tag und Deutschland 2,6 Tassen pro Tag. Trotzdem kann man sagen: der Großteil der Taiwaner liebt Kaffee und zieht diesen inzwischen oftmals einer Tasse Tee vor.
Wie schon zu Anfang erwähnt, findet man hier an nahezu jeder Ecke ein kleines Café, das seine Kaffeespezialitäten anbietet.Meiner Meinung nach sind es vor allem diese kleinen, oft unscheinbaren privaten Cafés, die Taipei eine besondere Atmosphäre verleihen. Von schwarzen Kaffee über verschiedene Varianten Milchkaffee bis hin zu Cappuccino kann man hier alles finden, was das Kaffeetrinkerherz begehrt. In diesen Cafés kann man nicht nur nach westlichem Vorbild eine Tasse Kaffee genießen, sondern auch Essen.

DIe Eingangstafel vor einem Café in Taipei

DIe Eingangstafel vor einem Café in Taipei

Auf der Speisekarte stehen gewöhnlich kleinere Gerichte wie Sandwiches, Waffeln, Kuchen oder Salate, in den allermeisten Fällen frisch zubereitet. Diese Cafés haben ihren ganz eigenen Charme. Manchmal sind sie etwas schwer zu finden, da sie sich im zweiten oder dritten Stock eines unscheinbaren Hauses befinden und man nur über einen Aufzug in das Café kommt. Außerdem findet man viele Cafés an Orten, an denen man sie weniger vermuten würde, in kleinen Nebenstraßen oder Wohngebieten.

Wenn sie sich im Erdgeschoss befinden, so haben sie meistens eine kleine Terasse vor dem Haus oder einen Außenbereich, sodass man, dank Taiwans subtropischen Klima, auch oft im Winter draußen bei Sonnenschein eine Tasse Kaffee genießen kann. Außerdem sind die Cafés selbst immer sehr liebevoll und detailreich eingerichtet, oft in einem etwas älteren Stil mit Möbeln aus dunklem Holz, Sofas oder Sesseln, mottogetreuen Bildern, Bücherregalen oder auch besonders gestalteten Menükarten. In der Nähe der Yuanshan-Metro Station in Taipei gibt es zum Beispiel ein Café, dessen Besitzer eine besondere Liebe zu Katzen pflegen und dies offensichtlich auch bei der Gestaltung des Cafés eine wichtige Rolle gespielt hat. Für Katzenliebhaber ist dies ein besonderes Ereignis, denn zu dem Café selbst gehören ein bis zwei Katzen, die an die Gäste gewöhnt sind.

Doch Kaffeeläden in Taiwan sind inzwischen weit mehr als nur ein guter Ort um Kaffee zu trinken. Sie bieten auch eine gute Möglichkeit um zu lernen, sich mit Freunden zu treffen, für Lerngruppen aber auch für Geschäftstreffen.

Thailändischer Schwarztee mit Milch

Thailändischer Schwarztee mit Milch

Und welche Unterschiede kann man zwischen taiwanischen und deutschen Cafés fesstellen? Meiner Meinung nach ist das vor allem ihre besondere Auswahl an Teegetränken. So kann man in manchen Kaffeeläden zum Beispiel thailändischen Schwarztee kalt oder heiß genießen, der mit Milch zubereitet worden ist und einen ganz eigenen Geschmack hat. Außerdem findet man in nahezu jedem Café in Taiwan den hierzulande sehr beliebten Matcha Tee, welcher ursprünglich aus Japan stammt. Hierbei handelt es sich um zu Pulver gemahlene Grünteeblätter, die dem Tee seinen besonderen Geschmack und seine intensive Grünfärbung geben. Dieser Tee wird gerne heiß oder kalt mit Milch getrunken, mal mehr und mal weniger süß und hat sich inzwischen zu einem Kultgetränk entwickelt, das man in Deutschland leider eher nicht finden wird.
Neben dem „frischen gebrühtem“ Kaffee hat sich auch der Instantkaffee mit großem Erfolg in Taiwan etabliert. Kleine Supermärkte wie 7Eleven und Family Mart bieten eine Bandbreite an verschiedenen kalten Kaffeegetränken an, das weit über das Angebot in deutschen Supermärkten hinaus geht.Taiwaner trinken lieber auswärts ihren Kaffee oder kaufen ihn sich bereits fertig zubereitet in Supermärkten. Während dagegen das Einschalten der Kaffeemaschine in den allermeisten deutschen Haushalten zur alltäglichen Morgenroutine dazu gehört, so ist die eigene Kaffeemaschine in Taiwan (noch) eher unpopulär.

Die Cafés sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet

Die Cafés sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet

Und was lässt sich als Fazit ziehen? Die Kaffeeindustrie hat in den letzten 20 Jahren erfolgreich Taiwan erobert und ist weiter auf dem Vormarsch – in einem Land, welches kulturell eher durch den Tee geprägt ist. Wenn man noch vor einigen Jahren verzweifelt nach einer „vernünftigen Tasse Kaffee“ in Taipei gesucht hat, so erscheint einem die Auwahl inzwischen endlos und Kaffeehausketten trifft man hierzulande inzwischen mehr an als in deutschen Großstädten.

Taiwan- ein Paradies für Kaffeetrinker?

Berühmt ist Taiwan für seinen Tee- besonders die Sorten Oolong Tee, Schwarztee und Grüntee sind international sehr bekannt. Denn Tee wird in Taiwan schon sehr lange getrunken- die ersten Aufzeichungen über Teeanbau in Taiwan gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Doch es ist nicht Tee, worüber in den Medien in den letzen Jahren mehr und mehr gesprochen wird. Ganz im Gegenteil: Kaffee scheint sich als das neue Getränk im Alltag der Bewohner Taiwans zu etablieren- besonders in Taipei boomt die Kaffeeszene. Dabei gibt es Kaffee noch nicht sehr lange hier in Taiwan.

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Ein typischer Cafe Latte in Taipei- Preis: ca. 60 NTD

Die British Trade Company brachte im Jahr 1884 die ersten Kaffeepflanzen nach Taiwan, besonders während der japanischen Kolonialherrschaft wuchs der Kaffeeanbau stetig. Als der zweite Weltkrieg ausbrach, wurden die Kaffeeplantagen beseitigt, um mehr Platz für den Anbau von wichtigeren Lebensmitteln zu schaffen. Im Jahr 1958 suchte das United States Department of Agriculture nach einer Möglichkeit, das Einkommen der Farmer Taiwans zu steigern. Es wurde festgestellt, dass Taiwan durchaus geeignet sei für den Kaffeeanbau. Infolgedessen wurde der Anbau von Kaffee wieder begonnen. Seit dem Jahre 1960 stieg der Kaffee Konsum, allerdings über Jahrzehnte hinweg nur sehr langsam. Jedoch kam es dann ab dem Jahr 1990 zu einem extremen und rasanten Anstieg. Die in Taiwan produzierte Menge an Kaffee reichte infolgedessen nicht mehr aus, um der Nachfrage nachzukommen, daher begann man im größeren Maße mit dem Import von Kaffeebohnen. Der Kaffeekonsum hat sich in den letzten 12 Jahren vervierfacht. Wo im Jahr 1999 noch 5000 Tonnen Kaffeebohnen importiert wurden, waren es im Jahr 2010 bereits schon 18000 Tonnen. Doch was steckt dahinter? Und wie ist das Kaffeeangebot in Taiwan (vor allem Taipei) heute?

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Das Wilbeck Cafe in Guting/Taipei. Die Mitarbeiter haben eine zusätzliche Ausbildung gemacht, um professionell Kaffee verkaufen zu können.

Kaffee ist heutzutage in Taiwan mehr als nur ein Modegetränk- mehr und mehr integriert es sich in den Alltag der Taiwanesen und ist auch Symbol eines neuen, modernen Lebensstils geworden. Doch zu den Anfangszeiten des Kaffeekonsums in Taiwan war das anders gewesen. Zu Beginn war Kaffee vor allem ein Getränk der Geschäftsleute, der Intelektuellen, der Politiker und der High-Society gewesen. Durch den Konsum von Kaffee wollte man sich auch von dem normalen Bürger Taiwans abgrenzen. So lässt sich auch erklären, warum der erste Versuch der Convenience Store Kette 7-11 fehlschlug, einen „Kaffee-to-go“ in ihrem Geschäfstkonzept zu integrieren. Im Jahr 1986 wurde frischer Kaffee neu in das Angebot aufgenommen. Allerdings musste nach relativ kurzer Zeit dies wieder eingestellt werden, da der Kaffeeumsatz zu gering war. Da Kaffee damals ein Getränk der oberen Schichten der Gesellschaft war, weigerten sich die Kaffeekonsumenten, diesen in einem Convenience Store zu kaufen. Im Jahr 1998 wurde die erste Starbucks Filiale in Taiwan eröffnet und konnte sich relativ schnell etablieren. Die Kette 7-11 startete dann im Jahr 2004 nochmals einen Versuch. Eigens dafür wurde eine eigene Kaffemarke kreiert, „ City Cafe“. Man bot nun einen günstigen und qualitativ hochwertigeren Kaffee als zuvor an. Dieses Mal ging das Konzept auf, der Konsum von 7-11 Kaffee ist rasant angestiegen und ist mittlerweile sogar Taiwans größte Take-away-Kaffee-Kette. Durch den Eintritt von 7-11 in den Kaffeemarkt war auch der Weg für die weitere Entstehung von günstigen Kaffeeläden in Taiwan geebnet. Besonders in den letzten Jahren sind vor allem in Taipei zahlreiche neue Kaffeeläden entstanden, die preiswerten und qualitativ hochwertigen Kaffee anbieten. Einen sehr guten Cafe Latte bekommt man mittlerweile für einen Preis von 40-70 NTD (ca. 1-1.80 Euro).

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Man kann in dem Wilbeck Cafe in Guting/Taipei sowohl Kaffee trinken als auch frisch geröstete Kaffeebohnen kaufen.

Besonders in Taipei hat sich die Kaffeeszene sehr stark weiterentwickelt. In der Kaffeeindustrie vor Ort kann man mittlerweile vier Hauptbereiche unterscheiden: Spezialitäten-Läden, Kleine Cafes, Ketten-Läden und Convenience Stores. In den Spezialitäten-Läden arbeiten ausgebildete Baristas, es wird frischer und selbst gerösteter Kaffee verkauft. Die kleinen Kaffeeläden haben manchmal auch Sitzmöglichkeiten, das Hauptgeschäft besteht aber in dem Verkauf von „Coffee-to-go“. Der Kaffee ist relativ günstig und qualitativ hochwertig. Die Kaffee-Kettenläden wie Starbucks haben sich trotz des deutlich teuren Preises sehr etabliert und werden vor allem häufig von Studenten als Arbeitsplatz genutzt. Doch woher kommt der Kaffee? Genau 1 Prozent des konsumierten Kaffees kommt aus Taiwan selbst- der Rest wird importiert. Den größten Anteil des Imports haben grüne Kaffeebohnen, das heißt noch ungeröstete Kaffeebohnen. Hauptsächlich wird Kaffee aus Südamerika importiert, teilweise auch aus Afrika. Der Import von Fair Trade Kaffee wächst ebenfalls zunehmend. Wenn man in Taiwan zufällig einen Kaffeeladen der Kaffee-Kette „Bar-Den“ entdeckt, dann sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen, dort einen Kaffee zu probieren! Der Name „Bar Den“ ist sowohl die Bezeichnung für eine taiwanische Kaffeekette als auch für eine Kaffeesorte, die in Gukeng Township/Südtaiwan angebaut wird. Dieses Anbaugebiet hat ein ähnliches Klima wie Jamaika, woher der weltberühmte „Blue Mountain Coffee“ kommt. Es gibt zwar noch andere Kaffeeplantagen in Taiwan, zum Beispiel in Tainan County oder Nantou County, allerdings ist trotz der ebenfalls hervorragenden Qualtiät die produzierte Menge an Kaffee zu gering und reicht nur für den lokalen Bedarf aus. Gukeng hat sich mittlerweile als Kaffeeanbaugebiet etabliert, es gibt bereist über 50 Coffeeshops in Taiwan, die frisch gerösteten taiwanischen Kaffee anbieten. Da Kaffeeanbau eine sehr zeitaufendige Arbeit ist, die Kosten dabei sehr hoch sind und in Taiwan nur begrenzt geeigentes Land für den Anbau vorhanden ist, wird Kaffee aus Taiwan wohl nie mit ausländischen Kaffeesorten konkurrieren können, da der Verkaufspreis von taiwanischem Kaffee zu hoch ist. Das Angebot an Kaffeeläden in Taiwan wird immer besser- besonders Taipei entwickelt sich mittlerweile zu einem regelrechten „Kaffee-Paradies“!

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Das Padouva Cafe in Gongguan/Taipei. Ein gutes Cafe, um zu arbeiten und seinen Kaffee zu genießen (sehr gutes WiFi).

Die Auswahl an Cafes und Kaffeeläden in Taipei ist beeindruckend- manchmal auch etwas erdrückend, weil man gar nicht mehr weiß, in welchen Kaffeeladen man nun gehen soll. Doch es gibt Hilfe- falls man kein Chinesisch spricht, gibt es nun im Internet auch immer mehr Kaffeeratgeber/Blogs, wo man Tipps und Vorschläge bekommt. Wer Kaffee liebt, der wird Taipei nicht mehr verlassen wollen- zu gut und auch günstig ist der Kaffee, den man dort an jeder Straßenecke bekommen kann!

Hier noch ein paar nützliche Links:

http://www.taipeitrends.com.tw/a-coffee-a-day-our-5-favorite-cafes-in-taipei/

http://lifeoftaiwan.com/food-drink/coffee/ http://taiwanlovescoffee.tumblr.com/

von Maria Elisa Legelli

Die Autobahnraststätte als Reiseziel

„Lasst uns zur Autobahnraststätte XYZ fahren, um dort zu bummeln und zu essen.“ Auf so eine Idee kommt doch niemand – denken Sie. Tatsächlich kann das in Taiwan aber passieren und auch wenn ich selber persönlich keinen Tagesausflug zu einer Autobahnraststätte einplanen würde, ist eine derartige Idee bei vielen taiwanischen Autobahnraststätten gar nicht so abwegig.

Kein Cafe in einem Park - sondern ein Autobahnraststätte

Kein Cafe in einem Park – sondern ein Autobahnraststätte

In Taiwan legt man vor allem in den letzten Jahren sehr viel wert auf gepflegte Autobahnraststätten, deren Besuch nicht nur angenehm ist, sondern oft auch als ein eigenständiges Reiserlebnis gilt. Viele dieser Raststätten sind weitläufig angelegt mit Grünanlagen und Spielgelegenheiten für Kinder und Erwachsene.

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Das Innere ist (oft gemütlich) ausgestattet mit einer oft großen Vielzahl von Garküchen und Einkaufsgelegenheiten, in denen man beispielsweise Souveniers aus der Umgebung kaufen kann.

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Sitzgelegenheiten im Freien laden bei entsprechendem Wetter zum Genuß von 7-11 Kaffee im Freien ein. Oder wie auf der Gukeng Raststätte, die ich kürzlich besuchte, zum Genuß des Gukeng-Kaffees (die Region Gukeng ist bekannt für ihren Kaffee).

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Und wie gesagt gibt es tatsächlich nicht wenige, die als Ausflugsziel eine dieser Raststätten, für die es wohl auch eine Rangliste gibt, wählen. Die Gukeng Raststätte, die ich während meiner letzten Reise anfuhr (nicht als primäres Reiseziel, sondern aus menschlichen Bedürfnissen heraus), wurde auf Rang zwei dieser Liste geführt. Hier ein paar Eindrücke.

von Ilon Huang

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Über die Treppe den Taipei 101 hoch

Ich hatte es geschafft – ich konnte endlich mal am „Taipei 101 – Lauf“ teilnehmen. Genau, es ging bei dieser Veranstaltung darum, das einstmals höchste Gebäude der Welt zu Fuß also über die Treppen zu besteigen. Bei dem Lauf ging es nicht ganz in den obersten Stock, sondern „nur“ in den 91. Stock, d.h. insgesamt 390 Meter und 2046 Stufen.

Da sollte es hochgehen

Da sollte es hochgehen

Meine erste Teilnahme bot mir gleich noch eine zweite Premiere – der Besuch der Außenterasse auf der 91. Etage, denn dort würde der Lauf, das Klettern, vielleicht auch das Hochkriechen enden. Ich war zwar schon des öfteren auf der inneren Aussichtsplattform des Taipei 101 im 89. Stock gewesen, doch aus verschiedenen Gründen hatte ich es noch nie auf die Außenterasse geschafft. Das sollte sich nun ändern, wenn ich es denn bis nach oben schaffen würde. Bei wunderschönem Wetter fand ich mich also kurz vor 10 Uhr am Taipei 101 ein, mehr als eine Stunde früher, als ich eigentlich starten sollte, doch ich wollte die Gelegenheit wahrnehmen und ein Programm für RTI produzieren. Dazu wollte ich schon vorher ein wenig der Stimmung vor dem Taipei 101 einfangen (denn natürlich war einiges los) und ich wollte versuchen noch ein oder zwei Interviewpartner vors Mikrofon zu zerren.

Nicht der älteste Teilnehmer (wie ich fälschlicherweise dachte)

Nicht der älteste Teilnehmer (wie ich fälschlicherweise dachte)

Und durch die nette Hilfe des Organisationsteam hatte ich tatsächlich das Glück ein paar Informationen direkt von Michael Liu (Assistence Vice President/Taipei 101 Financial Center Corp.) zu der Organisation des Laufes zu erhalten. Er erzählte mir, dass sich etwa 4100 LäuferInnen angemeldet hatten, davon etwa 100 Ausländer. Übrigens hatte der diesjährige 101-Lauf ein besonderes Motto: „Run for a reason“, also „Lauf aus einem Grund“. Michael Liu erklärte mir, dass es vielzählige Gründe gebe, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Einer war, sich selber herauszufordern, ein zweiter Grund war, dass Teile der Einnahmen für gute Zwecke gespendet wurden.Außerdem hatte ich im Vorfeld die Möglichkeit gehabt, mich mit Thomas Dold aus Deutschland zu verabreden.

Thomas Dold nach beendetem Lauf

Thomas Dold nach beendetem Lauf

Thomas Dold, der nicht nur den Taipei 101 Lauf einige Male gewonnen hat, sondern auch eine Vielzahl anderer derartiger Läufe. Ich hatte Thomas Dold schon im letzten Jahr nach seinem Sieg ausführlich interviewt, allerdings nur über Telefon. Diesmal hatte ich also die Möglichkeit, ihn persönlich kennenzulernen. Leider konnte er in diesem Jahr seinen 1. Platz nicht verteidigen, sondern verlor ganz knapp mit vier Sekunden gegen Mark Bourne aus Australien.

Hier die 5 schnellsten Männer, mit Zeiten zwischen 11:26 und 12:53 ...

Hier die 5 schnellsten Männer, mit Zeiten zwischen 11:26 und 12:53 …

Die sogenannte Elitegruppen (Männer und Frauen) hatten ihr Rennen bei meinem Eintreffen schon beendet (dazu gleich noch ein paar Details) und so konnte ich Thomas Dold bei der Siegerehrung abfangen.

... und hier die 5 schnellsten Frauen mit Zeiten zwischen 13:21 und 16:46

… und hier die 5 schnellsten Frauen mit Zeiten zwischen 13:21 und 16:46

Wenn ich befürchtet hatte, dass er vielleicht schlecht gelaunt ob des super knapp verpassten Sieges sein würde und keine Lust haben würde, meine Fragen zu beantworten, sah ich mich getäuscht. Er bestätigte meinen frühreren Eindruck von unserem Telefoninterview, dass er ein sehr freundlicher, offener Zeitgenosse ist und beantwortete alle meine Fragen lachend und lebhaft. Zum Schluss gab er mir noch den Tip, langsam anzugehen und dann hinten raus noch mal zuzulegen, denn dieser Taipei 101 sei wirklich ein sehr herausfordernder Turm. Diesen Rat zu Herzen nehmend, machte ich mich also auf zum Start, wobei mir klar war, dass ich langsam anfangen würde und dann noch langsamer aufhören.

Das Drachenbootteam "Team Max", bei dem ich mitlief

Das Drachenbootteam „Team Max“, bei dem ich mitlief

Doch zunächst an dieser Stelle noch ein paar Informationen zum Ablauf. Wie gesagt nahmen an diesem 8. Taipei 101 Lauf (wird seit 2005 durchgeführt) über 4100 LäuferInnen teil. Dass diese nicht auf einmal auf den Treppenturm losgelassen werden konnten, ist wohl selbstverständlich. Also wurden verschiedene Kategorien organisiert, die dann zu verschiedenen Zeiten losgelassen wurden. Einmal die Elite-Läufer, die um 8 Uhr morgens losliefen. Dann die Staffelteams, wobei die jeweiligen Teams ihre Mitglieder in verschiedenen Stockwerken platzieren mussten, und diese starteten um 8:45. Dann waren die Teams an der Reihe, die auch als Team losliefen. Hierbei bestand jedes Team aus 30 LäuferInnen und die Zeiten der 15 schnellsten LäuferInnen aus jedem Team wurden zusammengerechnet, um die Siegermannschaft zu ermitteln. Insgesamt nahmen 52 Teams am „Team-Wettkampf“ teil, der um 9:10 begann.

Vor dem Start

Vor dem Start

Sehr positiv war, dass die Organisatoren schon im Vorfeld die Startzeiten noch genauer eingeteilt hatten. D.h. es wurde nicht einfach gesagt, „Team-Wettkampf um 9:10“ und die späteren Teams hätten dann zwei oder drei Stunden warten müssen, sondern es wurde schon vorher gesagt, z.B. die Teams mit den Startnummern 1651-1950 starten zwischen 10:30 und 11:00. Tatsächlich funktionierte das recht gut und wir mussten nicht einmal eine halbe Stunde anstehen. Dann ging es tatsächlich los, ich mit Aufnahmegerät, Mikrofon und Blackberry (als Videokamera) in beiden Händen. Denn ich wollte ja zwischendurch und vom Zieleinlauf sowohl Ton- als auch Videoaufnahmen machen.

Die Startlinie im ersten Stock des Taipei 101

Die Startlinie im ersten Stock des Taipei 101

Gemäß dem Rat von Thomas Dold liess ich es locker angehen und joggte vor mich hin. Ich muss sagen, dass ich vor dem Taipei 101 schon über ein Jahr nicht mehr gelaufen war und im Vorfeld nur einige Mal bei uns im 10-stöckigen Haus hoch- und runtergelaufen war, also war mir klar, dass ich da nicht hochsprinten könnte. Lustigerweise erinnerten mich viele der anderen Teilnehmer an Kinder, die das erste Mal an einem Rennen teilnehmen. Kinder tendieren oft dazu, mit Elan und Volldampf loszurennen, ehe sie nach einiger Zeit dann keine Kraft mehr haben, um weiterzulaufen. So war es auch hier mit vielen LäuferInnen. Mit Geheul und Jubbel ging es über die Startlinie und die ersten zwei/drei Etagen, ehe viele dann merkten, dass die Beine schon anfingen zu brennen, die Lunge fast platzte und man noch über 80 Etagen vor sich hatte. So konnte man dann Leute sehen, die sich wahrlich die Stufen hochquälten und fast auf allen vieren kletterten. Und nicht wenige mussten sich hinsetzen, um entweder wieder zur Puste zu kommen, oder den Lauf ganz abzubrechen. Aber auch wenn sich dieser Wechsel zwischen anfänglichem Enthusiasmus und folgender Ernüchterung lustig anhört, ist es nicht ganz ungefährlich. Denn 91 Etagen zu steigen, ist tatsächlich körperlich sehr anstrengend und eine fehlende Vorbereitung kann böse enden. Dieses Mal habe ich niemand gesehen, der tatsächlich zusammengebrochen ist, doch ich habe das schon öfter während der Triathlons erlebt. Also, wer mal am Taipei 101 Lauf teilnehmen möchte, sollte im Vorfeld mal die eine oder andere Treppe zu Fuss zurücklegen. Lobenswert fand ich übrigens die gute Atmosphäre im Treppenhaus und das sehr disziplinierte Benehmen der LäuferInnen. Schon im Vorfeld hatten die Organisatoren erklärt, dass vom rücksichtslosen Überholen abzusehen sei und während ich auf den Schwimmstrecken der Triathlon Wettkämpfen schon den einen oder anderen Fuss im Mund oder Ellbogen am Kopf gefühlt habe, war davom beim 101 Lauf nichts zu spüren.

Auf dem Dach der Welt

Auf dem Dach der Welt

So trottete ich also die 91 Etagen langsam vor mich hin (Gott sei Dank, dass es iPods gibt), wobei ich zwar langsam angefangen war, aber leider zum Schluss auch langsam aufhörte. Naja, mit brennenden Oberschenkeln und schwer atmend kam ich dann nach 33 Minuten (eingeschlossen einer zwei-minütigen Toilettenpause im 49 Stock) oben an, wo sich das sehr schöne Wetter doch noch auszahlte. Man hatte eine wunderbare Sicht über Taipei und Umfeld.

Ohne Worte - mir fehlte noch die Puste

Ohne Worte – mir fehlte noch die Puste

Und nach einer kurzen Verschnauffspause ging es wieder runter, und zwar diesmal mit den sehr schnellen Aufzügen. Damit man sich eine kleine Vorstellung machen kann, wie lange es dauert, bis man diese 91 Etagen und 2046 Stufen erklommen hat – Eliteläufer wie Mark Bourne oder Thomas Dold schaffen das schon in unter 11 Minuten, ich selber brauchte 33 Minuten, wobei ich etwas schlechter als das Mittelfeld war, und die längste Zeit war etwas über zwei Stunden.

Und zum Abschluss ein kurzes Video:

Wer an dem Radio-Beitrag interessiert ist, kann diesen auf der Webseite der RTI-Deutschabteilung nachhören. Und zwar im Sonntagsmagazin  vom 10. Juni 2012.

von Ilon Huang

Fotos von Ilon Huang, Lynn Lee, Thomas Dold

Hot Spots Taipei – Hsimenting (西門町)

Heute besuchen wir den bei Taipeis Jugendlichen wohl beliebtesten Bezirk der Stadt, Hsimenting (Ximending). Er beginnt etwas südöstlich vom Hauptbahnhof im Stadtbezirk Wanhua gelegen und streckt sich fast bis zur Heping Rd.

Hsimending

Hsimending (Foto: Frank Pevec)

Wer gut zu Fuß ist, kann von dort auch gleich weiter die Kunming Rd. bis zum sehenswerten Longshan-Tempel laufen – eine Menge Abwechslung ist garantiert.

Bequem zu erreichen ist es mit der MRT, einfach an der gleichnamigen Station am Ausgang 6 aussteigen.

Beim Blick nach links fällt einem gleich das Rote Theater, von den Japanern zu Anfang des 20. Jahrhundertsgebaut auf.

Das Rote Haus , umschlungen von der heutigen Moderne

Das Rote Haus , umschlungen von der Moderne (Foto: Frank Pevec)

Gleich um die Ecke befinden sich Verkleidungspezialisten

Gleich um die Ecke befinden sich Verkleidungspezialisten (Foto: Frank Pevec)

Wendet man sich nach  rechts, geht es hinein in die Fußgängerzone.

Hsimenting weist alles auf, was taiwanesische Jugendliche mögen: schrill, bunt, quirlig, und eine Menge anderer junger Leute, die ebenfalls auf der Suche nach den neuesten Modetrends und Haarfrisuren sind – oder eben hungrig, etliche Restaurants und Snackbars sind natürlich auch zu finden.

Ansonsten findet sich hier eine etliche Zahl an Kinos und Programmkinos, Livemusik, oft auf der Straße, riesige KTV-Karaoke Paläste etc.etc.

Hsimending: Movie Movie Movie (Foto: Frank Pevec)

Hsimending: Movie Movie Movie (Foto: Frank Pevec)

Etliche Kinos sind hier zu finden

Etliche Kinos sind hier zu finden . Movie Movie Movie (Foto: Frank Pevec)

Hsimending: Movie Movie Movie (Foto: Frank Pevec)

Hsimenting: Movie Movie Movie (Foto: Frank Pevec)

Hsimending bedeutet am  Westtor angrenzendes Gebiet (Hsimen 西門), besser: Am Westtor.

Westtor- Überbleibsel der alten Stadtmauer

Westtor- Überbleibsel der alten Stadtmauer

Die Japaner bekamen nach dem gewonnenen Krieg 1894 gegen China ein Jahr später Taiwan zugesprochen und machten sich eifrig ans Werk, die Ressourcen der Insel zu nutzen. Dabei trugen sie auch etliches zur Entwicklung Taiwans bei, man denke an den Bau der Eisenbahn, an die Verbesserung des Irrigationssystems im Süden des Landes etc. – motiviert waren sie natürlich von reinem Eigennutz, Taiwan wurde als Rohstoffquelle und Versorgungsbasis für das ressourcenarme und – hungrige Japan betrachtet.

...auch für den einen oder anderen Tempel ist noch Platz...

Bei der Entwicklung Taipeis zerstörte man zur Straßenerweiterung die alte Stadtmauer und errichteten die breite Zhonghua Rd. , eines der wenigen Zeichen der ehemaligen Stadtmauer ist das Westtor, welches aus allen Richtungen von Straßen geschnitten wird und im nördlichen Bereich von Hsimending relaltiv dicht beim Bahnhof liegt.

In dem bis zur Kunming und Kangding Rd. reichenden Viertel errichteten die Japaner damals anfang des 20. Jahrhunderts ein Geschäfts- und Vergnügungsviertel.

Das kulturelle Herz des Viertels befindet sich um das Rote Theater, einem Backsteingebäude, wie es in dieser Zeit stilmäßig in Shanghai zu finden war.

Heute sind dort ebenfalls noch Kulturveranstaltungen zu sehen, im weiten Hof finden sich etliche Cafes und Bars, im hinteren Teil des Hofes sind einge Gay-Bars oder Cafes entstanden. In der Galerie beim Roten Theater stellen Nachwuchskünstler ihre Werke zum Verkauf dar.

...ausgefallenes Design...

…ausgefallenes Design…was mag da nur vor sich gehen…
(Foto: Frank Pevec)

...verkauft werden dort Schuhe...

…verkauft werden dort Schuhe…

Gleich nebenan beginnt die quirlige Fußgängerzone, in der auf etlichen kleineren Plätzen am Wochenende bis in den Abend etlche Live-Darbietungen, Musik oder Tanz oder…. zu sehen sind. Teilweise finden auch recht auffällige Werbekampagnen statt.

Haus zu verschenken?

Haus zu verschenken? (Foto: Frank Pevec)

Big Present (Foto: Frank Pevec)

Big Present (Foto: Frank Pevec)

Dies nur einige auffällige erste Eindrücke unter vielen, genau dies macht den Reiz von Hsimending aus: die absolute Reizüberflutung, sei es akustisch oder visuell, ständig treffen unterschiedlichste Dinge aufeinander.

Eines nicht vergessen: nach dem Essen noch in eines der großen Karaoke-Häuser gehen und seine Lieblingshits zum Besten geben – englische Versionen sind ebenfalls vorhanden.

 Hsimending Karaoke Paradise (Foto: Frank Pevec)

Karaoke Paradise (Foto: Frank Pevec)

Autor: Frank Pevec

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