„Blumenmeer“ Xinshe

Zentraltaiwan ist für sein im Vergleich zur Hauptstadt Taipei  angenehmeren  Klimas und auch seine Berglandschaft bekannt. Die meisten Touristen fahren von der zentraltaiwanischen Metropole Taichung zum etwa 100 km entfernten Sonne-Monde-See. Seit den letzten 10 bis 15 Jahren führt jedoch für die ortskundigen Einheimischen die Reise immer öfter in den nur 25 km östlich von Taichung  gelegenen Landkreis Xinshe und weckten ihn damit aus seinem Dornröschenschlaf.

Blumenmeer Xinshe

Blumenmeer Xinshe (Foto: Frank Pevec)

Nach dem verheerenden Erdbeben im September 1999  wurden von der Lokalregierung zur Förderung des Wiederaufbaus und der wirtschaftlichen Wiederbelebung dieser Region einige Projekte angeregt, unter anderem auch der Anbau von chinesischen Duftpilzen, den sogenannten Xianggu. War die Gegend früher nur für die Landwirtschaft freigegeben, lockerte man nun die Bestimmungen und gab auch dem Tourismus größeren Freiraum zur Entwicklung. Mit Erfolg.

Mittlerweile ist der etwa 50 Autominuten von Taichung gelegene Kreis zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden . Das Gebiet erstreckt sich auf etwa 20 km Länge in die Berggegend und weist Höhenlagen von 350 bis gut 1100 m auf und ist daher insbesondere in der heißen oder wärmeren Jahreszeit mit Temperaturen über 30 Grad – und die dauert in Taiwan mindestens ein halbes Jahr – wegen seiner angenehmen Temperaturen ein sehr beliebtes Ausflugsziel . Die saubere, sauerstoffreiche  Luft gibt es hier natürlich das ganze Jahr, zudem weht meist ein leichtes Lüftchen.

Lebten die knapp 30.000 Bewohner früher hauptsächlich von der Landwirtschaft, angebaut werden neben diversen Pilzsorten auch Ananas, Khaki, Weintrauben , Birnen, Pfirsiche, Kamelien aber auch Kräuter und Tees, integriert man seit einigen Jahren die Landwirtschaft in den Tourismus und errichtete Tourismusfarmen und Gartenrestaurants.

Der Pilzanbau ist natürlich weiterhin sehr bedeutend und auch für den gaumenfreudigen Taiwaner ein wichtiger Reisegrund. Touristisch wurde das ganze dann aber aufgepeppt, nun hat man die Möglichkeit, einiges über die Pilzzucht   zu erfahren, sich seine eigenen Pilze zu pflücken und diese dann fachmännisch und vor allem  gaumengerecht zubereiten zu lassen.


Unbedingt probieren sollte man das Pilzeis , Pilzchips und getrocknete Pilzstengel, letztere schmecken wie  getrocknetes Rindfleisch, eine der Spezialiäten Taiwans.


Xinshe wird auch als der Garten Taichungs betrachtet und als „Blumenmeer“ bezeichnet. Neben dem Blumenanbau und der Orchideenzucht  gibt es hier an diversen Stellen in der Natur großflächig mit Blumen bewachsene Stellen, die zu einem Spaziergang einladen und den fotofreudigen Taiwaner zu etlichen Schnappschüssen anregen.

Besonders beliebt ist die Zeit von Mitte November bis Mitte Dezember, wenn der Lavendel blüht und die ganze Umgebung mit  dessen Duft erfüllt ist, den man besonders im Lavender Cottage genießen kann. Xinshe wird daher auch als der „lila Landkreis“   beschrieben.


Im subtropischen, gemäßigten Klima blüht es allerdings das ganze Jahr, sodaß etwa jeder Monat im Zeichen einer anderen Blüte steht. Seien es Obstbäume wie Pfirsich, Loquat oder Khaki , als auch Lilien, die Lotusblume oder der im Mai weißblühende Tempelbaum , die Palownia Tomentosa, weiterer Höhepunkt im Frühjahr ist das Bestaunen der zahlreichen Glühwürmchen.


Ein idealer Ort zum Entspannen. Der Landkreis Xinshe ist allerdings relativ arm an Wasser. Dies wurde schon während der japanischen Besatzungszeit erkannt und man legte dort  1935 das  größte Aquadukt in Südostasien an, welches fortan das Gebiet mit Wasser versorgte. Das geschah zwar nicht aus reiner Nächstenliebe, geholfen hat es aber trotzdem. Dem japanischen  Wasserbauingenieur errichtete man später ein kleines „Denkmal“, bei einem Spaziergang kann man die Anlage auch besichtigen.


Anschließend bietet sich im Garten von Prinzessin Anne  ein Päuschen an. Erfrischung oder Stärkung kann man dort bei ausgewählten, garantiert frischen Speisen und Getränken finden, die mit selbst angebauten lokalen Kräutern und Gewürzen angereichert sind.

Den touristischen Anfang nahm Xinshe aber durch den Bau einer  einen gewissen neugotischen Stil ausstrahlenden „Burg“-Anlage, drumherum gibt es einen recht weitläufigen Park.  In den diversen Bauten kann natürlich ebenfalls eingekehrt werden, Kaffees und Restaurants befinden sich dort, die Anlage selbst hat sich bereits als passende Kulisse für Hochzeiten etabliert.

Das besondere an der Anlage: man verwendete für dessen Bau nur recycelte Materialien. Nach dem schweren Erdbeben von 1999 wollte der Erbauer damit dem Zerstörten neues Leben einhauchen und hat sich daher zu diesem umweltfreundlichen Schritt entschieden.  Erst ein Zehntel der gesamten Fläche wurde für die Parkanlage verwendet, das restliche Gebiet soll in seinem natürlichen Zustand verbleiben. In der Zukunft soll verstärkt der Ausbau der Wanderwege in die Umgebung fortgesetzt werden.

Unterkunft

Übernachten kann man in Xinshe mittlerweile in einer Reihe zum Teil recht individuell gestalteten Pensionen, große Hotels wird man in dieser Gegend nicht finden, die sind glücklicherweise nicht zugelassen.


Vom Stil aber auch von der subtropischen Vegetation könnte man leicht den Eindruck bekommen, sich auf der indonesischen Insel Bali zu befinden, einige der Anlagen verfügen über weitläufige Gartenanlagen.

Restaurants

Ansonsten lässt sich in Xinshe in einem der mittlerweile zahlreichen, in die Landschaft eingebetteten offenen Restauraunts oder Kaffees mit oft wunderschönem Ausblick und einer ständigen Brise,  hervorragend  die Sommerhitze vergessen.

Der richtige Ort , um eine der zahlreichen lokalen Pilz-Spezialitäten  oder Früchte wie Anananas, Weintrauben oder Kaki zu probieren, neben etlichen anderen kleinen Spezialitäten. Besonders gut ist aber der lokale „Feuertopf“.

Xinshe ist zudem auch ein großer Kräutergarten, der Eingang in die Speisen und Getränke findet. Etliche der Restaurants haben sich der Verwendung von organisch angebauten Zutaten verschrieben, frisch sind sie hier allemal.

Zudem haben sich auch einige Restaurants des gehobenen Stils angesiedelt, auch hier gibt es einiges zu entdecken.

Sei es das „Tausend Birken“ Park-Restaurant, eines  in einem fachmännisch angelegetem privaten botanischen Garten gelegenen Restaurants …

oder auch eines im Grünen gelegenen, im japanischen Stil gehaltenen Restaurants mit Blick in die Berge , in beiden sind erstklassige, frische Speisen garantiert.

Hier findet man eine Kreativküche vor, in der es keine Speisekarte gibt. Der Betreiber möchte sich keine  Begrenzungen auferlegen und wählt lediglich die frischesten verfügbaren Zutaten aus.

Verkehrsanbindungen:

Mit dem Bus oder dem Auto

Bei der Anfahrt mit dem Taxi vom Hauptbahnhof in Taichung muß mit etwa 600-700 NTD gerechnet werden (15 – 18 EUR).

Text und Fotos: Frank Pevec

Kulinarisches und Kultur – Taichung

Heute geht es um die zentraltaiwanische Metropole Taichung. Gab man früher Taichungs Einwohnerzahl mit 1 Mio. Menschen an, wuchs die Stadt durch die Gebietsreform auf über 2,5 Mio. Einwohner und ist dabei flächenmäßig acht mal so groß wie Taipei geworden – etliche ländlichere Kreise wurden der Stadt zugeschlagen.

Rein gefühlt ist die Stadt Taichung mindestens die drittgrößte Taiwans. Die Regierenden der Stadt sind eifrig bemüht, den größeren Städten Kaohsiung und Taipei den Rang abzulaufen.

Ein mächtiger Bauboom hat dort eingesetzt, der auch für architektonisch Interesssierte etwas zu bieten hat. Interessant ist oft der Zusammenprall der Stilrichtungen, wobei die amerikanische Moderne nach wie vor ein wenig die Oberhand behält. Dieser Eindruck entsteht wohl auch durch die zahlreichen Kettenläden und Supermärkte und nicht zu vergessen die Kettenrestaurants, die das Bild der Stadt mitprägen.

Doch es entwickelt sich auch etliches Freieres, wie z.B. das Viertel „Little Europe“ ( meine ganz persönliche Bezeichnung. Es besteht aus einer Aneinanderreihung von unterschiedlichsten Restaurant, die jeweils ein Land in der Vorstellung ihrer Erbauer darstellen. Einen kleinen Eindruck davon können Sie hier
bekommen.

Wirtschaftlich ist Taichung Zentrum des Maschinenbaus und der Metallverabeitung, Taiwans Auto-, Moped- und Fahrradindustrie ist hier ebenfalls angesiedelt. Ferner ist Taichung wohl auch die eindeutige KTV-Hauptstadt Taiwans, etliche große KTV-Paläste lassen sich hier finden. Ebenso beeindruckend ist die Zahl der Motels; von Taichung aus lassen sich zudem leicht Ausflüge in die nahegelegene Berggegend machen, auch der Sonne-Mond-See ist in einer Autostunde zu erreichen.

Doch Taichung hat auch für verfeinerte Gaumenfreuden etwas zu bieten, in der Gegend um Taichung wird Kaffee und auch der beste Tee in Taiwan angebaut, ferner ist die Stadt für ihre Sonnenblumenkekse bekannt.

Berglandschaft bei Taichung

Berglandschaft bei Taichung (Foto: Frank Pevec)

Kaffeeanbau? Das mag ein wenig überraschend klingen, doch gab es hier seit den 50er Jahren bei der landwirtschaftlichen Modernisierung Versuche, die Landwirtschaft auf die Produktion hochwertigerer Agrarprodukte wie z.B. Kaffee anzubauen. Damals analysierte man pragmatisch und mit ökonomischem Sachverstand, was sich denn hier in Taiwan am gewinnträchtigsten anbauen ließe. Man stellte fest, dass das Klima in den Berghöhen um Taichung auf 1500 bis 2000 Metern Höhe dem des Klimas in Jamaika entspricht, und von dort kommt der hocharomatische Blue Mountain Kaffee, einer der besten der Welt.

Danach setzte eine rapide Entwicklung ein , die Landwirtschaft verlor dabei sehr schnell seine Rolle als treibende Kraft . Innerhalb von 30 Jahren gelang Taiwan der Sprung von einem Agrar- zu einem sich entwickelnden Industrieland, doch auch in kulinarischer Hinsicht blieb die Entwicklung ebenfalls nicht stehen.

Davon hatte ich im Rahmen einer Journalisteneinführung Gelegenheit, mich zu überzeugen. Übernachtet hatten wir im City Resort , einem recht neuen in einer Neubaugegend errichtetem Hotel, welches in zwei, drei Jahren – nach Fertigstellung des Messegeländes – dann bestens positioniert sein wird.

Auf Chinesisch trägt es den interpretationsschwangeren Namen Zhongnanhai , auf Deutsch bedeutet dies das Mittelsüdmeer, damit trägt es genau den gleichen Namen wie die kaiserliche Parkanlage im Zentrum von Beijing, die auch Revolutionsführer Mao Zedong jahrelang als das richtige Umfeld für die Entwicklung seiner einzig wahren revolutionären Ideen betrachtete.

Das Hotelmanagment gab auch zu, daß man damit die Aufmerksamkeit der Touristen vom Festland auf sich lenken wollte, welcher Festländer würde nicht gerne davon erzählen, im völlig abbeschotteten Regierungsdomizil übernachtet zu haben.

Doch gleichzeitig versicherte man auch , dass es sich um ein Hotel mit taiwanischem Geist und taiwanischer Prägung handele.

 

Das man sich hier nicht vor großen Mächten zu fürchten musste, verdeutlichten einem die vielen Teddybären in teils imposanter Größe, die in der Hotel-Lobby auf neomingzeitlichen Möbeln verteilt waren. Diese Teddy Bär Aktion mit jeweils neuen Teddy-Themen läuft zur Zeit nicht nur in Taichung, sondern im ganzen Land. Imposant war auch die 6m hohe Hochzeitssuite des Hotels.

Zum Kaffeetrinken ging es in das wohl bekannteste Kaffeehaus in Taichung, welches einem landesweit bekannten Taichunger Bürger gehört: es handelt sich um Lai Beiyuan, auch Lai Sa genannt, der sein Leben schon früh der Verbesserung der Umwelt verschrieben hatte.


Lai Sa, in Taiwan auch König der Bäume oder auch Mr. Tree genannt, bekam damals die Idee, Taiwan zu retten und Bäume zu pflanzen. Taiwans Abholzung begann in größerem Ausmaße während der japanischen Besatzungszeit 1895, etliche der tropischen Baumriesen, meist Zedern und Kampherbäume wurden gefällt, Hartholzarten waren bei den Japanern für den Bau von Schreinen und Särgen sehr beliebt.

Doch auch nach der Wiedererlangung der Souveränität nach dem 2. Weltkrieg ging die Abholzung weiter, erst 1989 wurden diese Machenschaften rechtlich unterbunden. War Taiwan Ende des 19. Jhdt. noch zu über 90% bewaldet, sind es heute nur noch 47%.
Mr. Tree, Lai Sa bemerkte die negativen Einflüsse der rapiden Industrialisierung, verkaufte seine Unternehmen und investierte sein Geld in den Kauf von Bergen, die er wieder aufforstete. Mittlerweile hat er eine Fläche von 130 ha Land gekauft, und mit einheimischen, tiefwurzelnden Zedern und Zimtbäumen aufgeforstet. Dafür inklusive der Wiederaufforstungsanstrengungen sollen bisher 50 bis 70 Mio. USD investiert worden sein. Für seine Anstrengungen wurde Lai mit diversen Auszeichnungen bedacht, auch Präsident Ma Ying-jeou lobte ihn mehrmals. Um Geld habe man bei der Regierung für die Umsetzung der Projekte aber noch nie gefragt.
Bäume werden laut der Philosophie von Lai Sa nicht gefällt, lediglich eine Teilfläche stellte Lai Sa seinen Söhnen für den Kaffeeeanbau zur wirtschaftlichen Verwertung zur Verfügung. Von diesen Geldern und den Einnahmen aus dem Kaffeehausgeschäft gehen 95% in die Wiederaufforstung.

Bei der Herstellung des Kaffees und der Kekse ließ man auch geschmacklich den Wald mit in den Kaffeegeschmack durch Kräuter und Blätter des Waldes und durch Osmanthusblüten einfließen.

Auf den König der Bäume wird mittlerweile auch im Schulunterricht hingewiesen, nicht wenige Kinder sollen ihre Mutter um einen Besuch des Kaffeehauses bitten und haben ihr auch schon deutlich gemacht, Baumpflanzer werden zu wollen, wenn sie einmal groß sind.

Die von Lai Sas Söhnen angebaute Kaffeesorte „Wolkenweg “ überzeugte in diesem Jahr beim „15 Uhr 15 Teatime“ – Wettbewerb der Stadt Taichung die Jury und wurde mit einem Hauptpreis dekoriert.

Danach ging es weiter zur nächsten kulinarischen Spezilität, zum Gebäckhaus Fengdan, einem weiteren Preisträger beim Teatime Wettbewerb von Kunst und Kulinarsichem , der Wahl der besten Kaffee- und Teehäuser bzw. von Produkten für den Tee oder Kaffee am Nachmittag.

Fengdan bedeutet üppiges Zinnoberrot, die Farbe Rot ist im chinesischen Kulturraum generell positiv belegt. Von der Bedeutung her spielt der Name auf eine Geschichte im alten China in der Stadt Kaifeng in der Provinz Henan an.

Geröstete Datteln mit Longan- und Walnußfüllung erwies sich als außergewöhnlich schmackhafte Kombination, die besonders bekömmlich für Frauen sein sollte.

In der Tat waren die uns gereichten Süßspeisen auch für Männer recht schmackhaft, leicht kross angebackene aufgeschnittene Datteln, in die Walnüsse und etwas Longan Füllung gelegt wurden, erwiesen sich als äußerst gelungene Kombination.

Die im gehobenen Stil gehaltene Patisserie hatte noch diverse Karamel-Nuss-Süßigkeiten , Kekse als auch eine Reihe von unterschiedlichsten Mondkuchen mit Füllungen neueren Stils im Angebot. Einen Blick in die Bäckerei durften wir auch noch werfen und konnten uns von der Handarbeit der Produkte überzeugen.

Anschließend ging es weiter, endlich zum Mittagstisch ins Biancapasta, ein mit Italien liebäugelndem Restaurant in einer der In-Gegenden Taichungs, im Künstlerviertel in der Nähe der Donghai – Universität.

Das Restaurant und Kaffee ist dort schon seit 1995 anwesend und dort für seinen besonders gelungenen Käsekuchen bekannt. Das Restaurant ist für seine Verwendung von Gemüse und Kräutern aus organischem Anbau geschätzt und wurde im letzten Jahr ebenfalls für ein besondere mit Waldkräutern angerichtete Nachspeise zu einer der besten zehn Speisen Taichungs mit einem Preis ausgezeichnet. Die verwendeten Zutaten kommen alle aus ökologischem Anbau, eine besondere Spezialität ist der in Taiwan wahrscheinlich einzigartige Anbau von Artischocken.

Nach einem ausgedehnten Mal ausreichend gestärkt ging es dann zu einer der weiteren Attraktionen Taichungs, zum Hochzeitsparadies Mon Ceour, auf Chinesisch in etwa „Kammer des Wohlgeruchs des Herzens„.

Hochzeiten in Taiwan können gar nicht romantisch genug sein, am besten noch mit einem ausländischen Touch, und genau dort wurde die Marktlücke gesehen. Am Rande des Talkessels von Taichung gelegen, also oben, platzierte man mit herrlichem Ausblick nach unten. Dort zu finden war ein Hochzeitsparadies mit weissen Gebäuden, Pavillions und der berühmten LOVE Plastik, zu der man sich, umringt von Mutter Natur, ebenfalls ganz in Weiß, von einem der zahlreichen Fotographen Taiwans ablichten lassen kann.

MonCeours ist spezialisiert auf individualisiertere Hochzeiten in westlich anmutendem Ambiente, also dem Duft der großen weiten Welt.

Besonders angetan war man von dem oe im Französischen Wort für Herz, dessen enge Verbundenheit doch so herrlich zur Hochzeit passte.

Der Ort bot alles , was man brauchte: für früher von weiter her kommende Gäste einen Ruheraum, einen Ruheraum für Braut und Bräutigam einen Stock höher mit größerer begrünter Terasse. Zudem zwei Gebäude, natürlich ebenfalls in weiß, für die eigentliche Hochzeitsfeier. Wer wollte, konnte auch ganz romantisch in Häusern europäischen Stils, die je nach Region mit der jeweiligen „Ich liebe Dich“ Aufschrift abgesichert waren, seine Hochzeit begehen.

 

Das Besondere an dem Hochzeitsgeschäftskonzept: Das europäische Viertel bot im Vorfeld die Möglichkeit für einen Schnupperkurs. Es waren Kaffees oder Terassen mit Blick über den Talkessel eingerichtet, etliche Souvernierläden gab es, und die Anlage bot reichlich Gelegenheit zu romantischen Schnappschüssen, mit reichlich Vorfreude auf eine exclusive Hochzeit.

 

Nach einem anschließenden Abendessen  in einem modernen Restaurant und Kaffeehaus im neugebauten Ahornpark von Taichung führte uns unser letzter Weg in das Kunstmuseum von Taichung. Dort gibt es die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre in die Grundlagen der Teezeremonie einführen zu lassen und kann dabei einen Blick auf Kunstinteressierte werfen, die gerade vom großen Meister Unterricht in der Kalligraphie bekommen.

Aus der Gegend von Taichung kommen einige der weltbesten Teesorten, wenn es um grünen Tee geht. Geheimtip: auch  den extra-alten schwarzen Tee probieren!

(von Frank Pevec)