RTI Hörerclub Berlin dankt Dr. Wu-lien Wei

Auf Wiedersehen!

Am Dienstag, den 18.6.2013 erhielt der Vorsitzende des RTI Hörerclub Berlin die Gelegenheit, sich persönlich vom Repräsentanten Taiwans in der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Dr. Wu-lien Wei, zu verabschieden. Dr. Wei verlässt Ende des Monats Berlin und kehrt nach Taiwan zurück, wo er aus Altersgründen auch aus dem diplomatischen Dienst seines Landes treten wird. Das Gespräch, bei dem der Leiter der Pressestelle der Taiwan Vertretung, Herr SHEN Wen-chiang, zugegen war, fand im Berlin Capital Club statt und verlief in einer sehr angenehmen und vertrauensvollen Atmosphäre.

In den vier Jahren seines Amtes zeigte Dr. Wei nicht nur reges Interesse für die RTI-Hörerclubs in Ottenau und Berlin, sondern unterstützte insbesondere den Hörerclub Berlin nach Kräften, was ihm sicher nicht vergessen werden wird.

Sehr verehrter Herr Dr. Wei, eine gute Heimreise, Gesundheit und persönliches Wohlergehen

und noch einmal herzlichen Dank für alles!

Andreas Bündig

RTI-HC Berlin

Dr. Wu-lien Wei und Andreas Bündig

Dr. Wu-lien Wei und Andreas Bündig

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Mochi stampfen in Wulai (烏來)

Berglandschaft in Wulai

Wulai (烏來) liegt im Süden von Taipei und ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Man kann zum Beisipiel mit der MRT nach Xindian (Endstation der grünen U-Bahnlinie) fahren. Von dort aus mit dem Bus 849 bis zur Endhaltestelle Wulai (烏來).
Wulai ist zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert. Es gibt dort Berglandschaften, Wasserfälle, Wanderwege, Bergpfade, das Neidong Walderholungsgebiet, Küche und Kultur der Ureinwohner Atayal und natürlich – vor allem im Winter – kann man sich in Wulai in den heißen Quellen dort entspannen und aufwärmen.

Der Anlass meines diesmaligen Besuches in Wulai war ein Treffen mit meinem Kurs der Ureinwohner-Volkshochschule (原住民族部落大學) auf der Freizeitfarm Geszyou (葛思悠休閒農場).

Wenn man von der Bushaltestelle Wulai ein kleines Stück die Straße weiter hinaufgeht, kommt man zur alten Straße von Wulai, mit vielen Läden und Geschäften, die unter anderem Spezialitäten der Ureinwohner anbieten, wie Reis in Bambus gekocht, gegrilltes Wildschweinfleisch, Hirsewein und Vieles mehr. Auf dieser Straße befindet sich auch das Wulai Atayal Museum. In diesem Museum kann man sich über die in Wulai lebenden Ureinwohner Atayal informieren, über die Geschichte, Archichtektur Lebensgewohnheiten und Kultur.

Wulai Atayal Museum

Wulai Atayal Museum

Wulai Atayal Museum

Wulai Atayal Museum

Alte Straße in Wulai

Alte Straße in Wulai

Brücke am Ende der alten Straße

Brücke am Ende der alten Straße

Dann ging es weiter über die Brücke am Ende der alten Straße, die Bergstraße hoch  bis zur  Freizeitfarm Geszyou (葛思悠休閒農場).

Blick auf Wulai

Blick auf Wulai

Nach einer etwa einstündigen Wanderung die Bergstraße hinauf bin ich an meinem Ziel angekommen – die  Freizeitfarm Geszyou .

Freizeitfarm Geszyou

Freizeitfarm Geszyou

Auf der Farm werden verschiedene Produkte angebaut, darunter Bambussprossen und Makao, ein Gewürz, das besonders in der Küche der Ureinwohner Atayal oft verwendet wird. Das Restaurant auf der Freizeitfarm hat keine festen Öffnungszeiten und es gibt auch keine Speisekarte. Man muss auch vorher Bescheid sagen, wann man mit wievielen Leuten zum Essen kommen möchte – dann bekommt man dort frisch zubereitetete Gerichte aus den frischesten Zutaten je nach Saison. 

Hier wird das Essen für die Besucher serviert

Hier wird das Essen für die Besucher serviert

Bei unserem Eintreffen wurde gerade Bambus geschält – denn heute werden unter anderem frische Bambussprossen gekocht. Die Besucher dürfen auch mal testen, wie gut ihre Bambussprossen-Schälkünste sind – und wir bekommen auch fachkundige Anleitung:

Ein Grund, warum sich die Teilnehmer der zwei Kurse der Ureinwohner-Volkshochschule Taipei auf dieser Farm in Wulai versammeln ist, weil Kursleiter Lin Nan-chi (巴拉•卡夫 , 林南吉老師) den Kursteilnehmern hier die Pflanzen auf der Farm erklärt und auch zeigen will, wie man auf tradtionelle Weise Hirse- und Klebereis Mochi herstellt.

Kursleiter Herr Lin stellt die Pflanzen auf der Farm vor

Kursleiter Herr Lin stellt die Pflanzen auf der Farm vor

Kursteilnehmer bei ihrer Exkursion

Kursteilnehmer bei ihrer Exkursion

Dieser Baum mit den großen Dornen spielt auch eine Rolle bei der Geschichte der Ureinwohner Bunun von der Hundert-Schritte-Schlange, erklärt unser Kursleiter Herr Lin

WulaiPflanzen

Kursleiter Herr Lin hat auch alles für die traditionelle Zubereitung von Hirse- und Klebereis-Mochi dabei – Gasflasche, Gefäße zum Dämpfen von Reis und Hirse, einen großen Holzmörser und Stampfer.

Hirse stampfen

Hirse stampfen

 Zuerst wird die Hirse gestamft, dann gedämpft bzw. gekocht und dann im Mörser zu einem klebrigen Brei zerstampft – was ganz schön anstrengend ist. Die klebrige Masse wird dann – noch heiss zu Mochi verarbeitet.

Mochi machen

Mochi machen

Mochi machen

Mochi machen

… und mit einer Tüte Mochi aus Hirse und Reis, einer großen Tüte frisch geernteter, geschälter und gekochter Bambussprossen und einer Probe Makao (kleiner grüner bzw. brauer Gewürzkörner), machte ich mich dann bei einm kräftigen, aber kühlendem, Regenschauer wieder auf den Weg, die Bergstraße hinunter, Richtung Bushaltestelle Wulai …

mehr über unseren Tagesausflug nach Wulai am Samstag, den 22. Juni 2013 in „Reise durch Taiwan“ mit Chiu Bihui und Eva Triendl

http://www.rti.org.tw/ajax/RtiwebPod/German_VOD.aspx

von Eva Triendl

Djanav Zengor – „Rhythm of Path“

„Laysu“ von Djanav Zengror

聽路 „Rhythm of Path“ ist der Titel des ersten Albums von Djanav Zengor  ( 丹耐夫正若).  Höre die Klänge meines Weges – Die Suche nach einem Weg für traditionelle Gesänge, der Weg zur Rückkehr in die Vergangenheit und der Weg auf der Suche nach der Zukunft.

Die Musik von Taiwans Ureinwohnern wurde in den vergangenen mehr als 400 Jahren durch viele Kolonialmächte und historische Ereignisse beeinflusst. Wie die Holländer, Spanier, die chinesische Qing-Regierung, die Japaner und  die KMT-Regierung. Es wurde versucht, bei der Produktion dieses Albums auch traditionelle Instrumente anderer Kulturen mit einzubeziehen, wie die Suona der Minan- und Hakkamusik, die Pferdekopfgeige des mongolischen Graslandes, außerdem den Klang der Natur – der Zikaden, des Windes, des Wassers, der Felsen, von Holz, Bambus und und traditionelle Instrumente der Ureinwohner Paiwan, wie Nasenflöte und Flöte.

Mehr Lieder aus der CD  „Rythm of Path“ von Djanuv Zengror, am Mittwoch, den 5. Juni  2013 in „Musik aus Taiwan“ bei RTI ( hier der Link zu  on demand )

RhythmOfPath

von Eva Triendl