Besuch bei der Königin: Yehliu Geopark

Yehliu gilt als eine der Perlen Taiwans und duerfte in kaum einem Reisefuehrer fehlen. Als beliebtes Ziel fuer Tagesausfluege aus Taipei und Nordtaiwan duerfte der Geopark Yehliu nie einen Besucher enttaeuscht haben. Seine bizarren Felsen und kuriose Steinformationen haben den Geopark beruehmt gemacht und locken seit Jahrzehnten die Besuchermassen an den Kuestenort.

Wind, Wasser und Erosionen haben die Felsen mit ihren speziellen Mineralien geformt, sodass durch die Naturgewalten ungewoehnliche Formen entstanden, eine ungewoehnlicher als die andere. Die Meeresskulpturen tragen je nach Aussehen, wobei Fantasie und Vorstellungskraft beim Erkennen dieser Formen gefragt ist, individuelle Namen. So laesst sich beispielsweise ein Fels in Form eines Pantoffels, Tofu oder einem Kelch im Geopark finden. Die eigentliche Perle des Parkes und Touristenattraktion Nr.1 jedoch ist „die Koenigin“. Sie ist ein Fels, welcher in einem bestimmten Blickwinkel die beruehmte Silhouette der aegyptischen Nofretete wiederspiegelt. Als beliebtestes Foto-Objekt ziert die Koenigin ebenfalls diverse Produkte im Souvenirshop und zwingt Touristen in einer lange Warteschlange, um ein Foto mit dem beruechtigten Fels zu ergattern. Wer sich ein Foto mit der Koenigin wuenscht, sollte sich allerdings beeilen. Wind und Wetter haben den augenscheinlichen „Hals“ und „Genick“ der Koenigin abgeschliffen, sodass ein baldiger Sturz der populaeren Felsformation drohen koennte.Bild

Die Koenigin

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Der Geopark

Wer sich allerdings nicht zwischen den Touristenmassen inklusive japanischen, koreanischen und chinesischen Reisebussen quaelen moechte, sollte ein wenig Zeit investieren und auf die Rueckseite der Halbinsel wandern, wo sich meiner Meinung nach die wahre Perle Yehlius offenbart. Sobald man auf den Wanderweg hinter dem eigentlichen Geopark gelangt, laesst man Touristengruppen hinter sich und ist so gut wie allein in der schoenen Natur. Nach einer Wanderung durch wunderschoene Vegetation erwartet einen eine kleine Picknick-Huette auf dem hoechsten Punkt der Halbinsel, wobei ein schoener Blick auf das Festland und kleinere Inseln im Meer die erschoepften Waden versoehnt.

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Sieht man nun eine kleine Treppe durchs gruene Dickicht mit der Warnung „No Passing – Dangerous“, ist es Zeit, diese Warnung zu uebersehen und sich unbedingt auf diesen Weg zu begeben: Er fuehrt zu der schoensten Seite Yehlius!

Eine knappe halbe Stunde vom hoechsten Punkt Richtung Meeresbrandung und man befindet sich mutterseelenallein an der felsigen Kueste. Seekakerlaken und Krabben fliehen in kleine Loecher in den Steinen, sobald man seine Fuesse im klaren, blauen Wasser baumeln laesst. Wurde man im Geopark von Aufsehern ermahnt, die Felsen bloss nicht zu beruehren, darf man hier barfuss umher tollen und ueber die Steine klettern. Der Boden ist besonders faszinierend. Obwohl er hart und felsig ist, scheint er durch Sandstaub oder bestimmte Mineralien weich und angenehm an den Fuessen, sodass man seine Schuhe unbedingt hinter sich lassen sollte. Die Beschaffenheit des Bodens, die beige Oberflaeche und kleine Krater geben einem das Gefuehl, man wuerde auf dem Mond stehen!

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Von diesem noerdlichen Punkt der Halbinsel ist es nochmal eine gute Stunde Wanderung zum Eingang des Geoparks, wobei sich auf der einen Seite wunderschoene Klippen mit Felsformationen und auf der anderen Seite der blaue Pazifik befindet, wobei man dem ein oder anderen Angler begegnet. Man kann buchstaeblich stundenlang die Insel geniessen und sich nicht an dieser einzigartigen Natur satt sehen.

Wer wieder erschoepft am Startpunkt seiner Reise landet, darf sich auf diverse Fisch-Restaurants und kleine Laeden freuen, um seine Batterie wieder aufzuladen. Der Geopark Yehliu liegt auf einer Halbsinsel an der Kleinstadt bzw. Fischerdorf Wanli. Wer von Taipei nach Yehliu moechte, kann einen lila Bus in Richtung Jinshan der Gesellschaft  „Kuo Kuang Hao“ an der MRT Station „Zhongxiao Fuxing“ am Exit 2 nehmen. Wer die gut versteckte Bushaltestation nicht findet, einfach im 7-Eleven nachfragen.

Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde und kostet pro Fahrt NT 91$. Es lohnt sich. Sehr!

Geschrieben von: Alisha Elling

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