Mit dem Rad von Taipei nach Hsinchu

In diesem Eintrag will ich insbesondere einige Bilder von der Radtour zeigen und nur ein wenig davon erzählen. Wer mehr darüber erfahren will, kann am 27. Oktober in „Reise durch Taiwan“ reinhören.

Hier zunächst eine kurze Vorschau:

Endziel sollte ein Spa Ressort sein, ein Hotel mit heißen Quellen. Die erste Hälfte entwickelte sich sehr einfach, da ich von Xizhi auf der Ostseite von Taipei bis zum Töpfereiort Yingge die ganze Zeit richtige Radwege benutzen konnte.

Wie gemalt

Wie gemalt

Das waren etwa 40 Kilometer ohne die Gefahr, sich zu verfahren und fast ohne die Gefahr, umgefahren zu werden. In ganz Taiwan arbeitet man an einem Fahrradnetzwerk, mit dem Ziel, einmal vom Norden bis in den Süden nur auf Radwegen fahren zu können.

Eine Teekanne lädt zur Pause ein

Eine Teekanne lädt zur Pause ein

Gerade in Taipei hat man schon die drei großen Flüsse und die anliegenden Flussparks benutzt, um dort immer besser werdende Fahrradwege einzurichten. Interessanterweise heisst das insbesondere außerhalb von Taipei Stadt aber nicht immer, dass Fahrradwege nur für Fahrräder sind, doch das ist ein anderes Thema.

Kontrast - Gebäude aus der Qing Dynastie vs. Gebäude aus den 1970ern

Kontrast – Gebäude aus der Qing Dynastie vs. Gebäude aus den 1970ern

So ist eben beispielsweise YingGe per Radweg, der nur für Radfahrer ist, an Taipei angeschlossen. Nach Yingge ging es dann weiter auf normalen Landstrassen, was nicht immer so schön war wie auf dem Radweg. Denn in Taiwan ist gerade am Wochenende auf den Straßen immer viel los und auch Lastwagen rasen am Wochenende unbegrenzt über die Straßen.

Ein kleines Örtchen an einer Nebenstraße - noch hoffe ich, dass ich auf der richtigen Straße bin

Ein kleines Örtchen an einer Nebenstraße – noch hoffe ich, dass ich auf der richtigen Straße bin

Um die großen Straßen zu vermeiden, hatte ich per Internet einige kleine Nebenstraßen gesucht, was das Fahren tatsächlich angenehmer machte. Meistens war es etwas ruhiger und weniger befahren, aber auch weniger bebaut, so dass man auch die Landschaft geniessen konnte und auch einiges vom „alten“ Taiwan sehen konnte.

Ein altes Bauernhaus im Stil der Qing Dynastie

Ein altes Bauernhaus im Stil der Qing Dynastie

Also z.B. kleine Bauernhäuser im Stile der Qing Dynastie. Allerdings waren diese Straßen weniger beschildert, so dass ich mich hin und wieder verfuhr und letztendlich etwa 15 Kilometer mehr zurückgelegt hatte, als für die eigentliche Strecke vorgesehen war.

Bananen- und Pampelmusenbäume

Bananen- und Pampelmusenbäume

Je mehr ich mich dem Ziel näherte, desto bergiger wurde es auch, und wäre ich auf der Hauptstrecke geblieben, wäre es wohl meistens immer langsam stetig bergauf gegangen. Die kleinen Nebenstrecken zeichneten sich aber dadurch auf, dass es immer wieder bergab ging und dann wieder extremer bergauf ging, was das „sich Verfahren“ auch noch anstrengender machte.

Etwas anderes, was mir auffiel, während ich mich dem Ziel näherte, waren die Hinweise auf Ureinwohner. Tatsächlich war dies früher eine Region, die insbesondere von den Atayal bewohnt wurde, ehe sich auch hier die Han-Chinesen insbesondere die Hakka niederliessen. Diese Hinweise sind z.B. (neuere) Gebäude mit den markanten, kunstvollen Mustern, die traditionell auf den Gewändern der Atayal zu sehen waren, oder Schnitzereien und Statuen, die auf Ureinwohner hinweisen.

Endlich der erste Blick auf das Ziel - das Spa Ressort

Endlich der erste Blick auf das Ziel – das Spa Ressort

Nach knapp 105 km statt der vorgesehenen etwa 90 km erreichte ich dann schließlich das Spa Ressort in den Bergen, wo ich mich in der Ansammlung von Wasserbecken (es gab sogar ein Becken mit Fischen, die einem die Haut abknabbern) erst einmal entspannen konnte.

Teile des Ressorts inmitten der Berge

Teile des Ressorts inmitten der Berge

Nach Abendessen, einer nicht so ruhigen Nacht (eine Reisegruppe machte mit Karaoke die Nacht zum Tage) und einem Frühstück mit wunderbarer Aussicht ging es wieder auf den Rückweg, der auch bis auf den Gegenwind ziemlich problemlos verlief. Ich fand sogar noch einen neuen Radweg, der es mir erlaubte, mich schon etwa 10 Kilometer vor Yingge wieder auf den Radweg zu begeben, ehe es von Yingge weiter auf dem Radweg nach Taipei zurückging.

Von Ilon Huang

Ein "Heiße Quellen Bad" auch im Hotelzimmer

Ein „Heiße Quellen Bad“ auch im Hotelzimmer

Auf dem Balkon des Frühstückssaals

Auf dem Balkon des Frühstückssaals

Und die Aussicht vom Balkon

Und die Aussicht vom Balkon

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