Straßenhunde in Taiwan

Die kleine Insel Formosa/Taiwan, ist ein wohlhabendes und wirtschaftlich sehr gut entwickeltes Land mit vielen streunenden Hunden. Bis heute noch scheint das Problem „Straßenhunde in Taiwan“ unlösbar zu sein. Es wurde bereits des öfteren über dieses Thema diskutiert und geredet, aber getan wurde bis heute noch sehr wenig.

Die taiwanesische Regierung versucht mit „Einfangen“ sowie „ Einschläfern“ der Hunde dieses Problem in Griff zu bekommen. Im Juli dieses Jahres hat das Tierschutzamt APO ein Programm names „R2“ gestartet, welches „re-home“ sowie „re-work“ representiert. Dies bedeutet, dass Hundetrainer die Strassenhunde aufziehen und für einen bestimmten Job ausbilden, wie etwa den eines Wachhundes und so ähnliches. Mit dieser Aktion erhofft das Amt, den Hunden die Chance auf ein besseres Leben bzw. überhaupt die Chance zu überleben zu geben. Mit diesem Projekt sollte vor allem großen Hunden eine Überlebenschance gegeben werden, denn diese sind schwer zu vermitteln- egal ob Rassehunde oder Mischlingshunde. Sollte man für die streunenden Hunde kein neues zu Hause findet, werden sie nach 12 Tagen im Tierheim eingeschläfert, früher waren es sogar nur 7 Tage.

Einer von vielen Gründen weshalb es in Taiwan so viele Strassenhunde gibt ist z.B., dass nach jedem Kinofilm in dem ein Hund zu sehen sei, würden vermehrt Hunde in Taiwan gekauft und an Kinder verschenkt, weil Hunde von den meisten Leute als „niedlich- ke ai“ bezeichnet werden. Doch in den meisten Fällen verändert sich die Situation nachdem der Hund immer größer wurde. Viele Familien setzen dann die Hunde aus, da sie immer weniger Zeit für den Hund finden und das Gefühl der „Liebe“ nach einiger Zeit zur „Last“ wird. Daher kann man sagen, dass das Schicksal eines Hundes in Taiwan sich augenblicklich verändern kann. Heute wird ein Hund noch von seinem Herrchen geliebt und verwöhnt und am nächsten Morgen könnte es sein, dass er einfach auf der Straße ausgesetzt wird. Ab dann besteht sein Leben nur noch aus Krankheiten und dem täglichen Kampf ums Überleben. Es hat wie bei jeder „Epidemie“ klein angefangen, und heutzutage hat die Regierung es nicht mehr im Griff. Da ein Grossteil der ausgesetzten Hunde nicht sterilisert wurde, wuchs die Anzahl der Hunde schnell an.

Die meisten Strassenhunde sterben in der Regel qualvoll durch Misshandlungen, Hunger und Krankheiten. Da die Tierschutzgesetze in Taiwan nicht sehr ernst genommen werden, oder mit anderen Worten „niemanden interessiert es wirklich“, kommen brutale Hundefänger oder Hundemörder praktisch immer straflos davon. Im Jahre 1998 wurde in Taiwan, dank internationalem Druck, ein Tierschutzgesetz erlassen. Dieses sollte vor allem die Lage der streunenden Hunde verbessern. Die Durchführung des Tierschutzgesetzes scheitert jedoch, meinte Huang Qingrong, Generalsekretär des taiwanischen Tierschutzvereins.

Die Hunde werden nach wie vor eingefangen und in eines der vielen Tierheime gesperrt. In der regionalen Verwaltungsebene werden auch noch Quoten auf jeden Kopf eines eingefangenen Hunde gesetzt um die Anzahl der Strassenhunde effizient zu verringern.

Alexander Willer, Sprecher der Tierschutzorganisation V.E.T.O, meinte dazu: „Das neue Gesetz in Taiwan ist ein guter Anfang für den Tierschutz. Es muss jedoch noch erweitert und verbessert werden, damit die ausgesetzten Hunde, die ihr Zuhause verloren hatten, trotzdem eine tierfreundliche Zukunft haben.“

von Jennifer Y.

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