Hohaiyan Rock Festival 2009 – Rock am Strand

Der Strand von von Fulong an der Nordostküste, etwa 70 km von Taipei entfernt, ist jedes Jahr im Juli Ziel vieler Jugendlicher. Die Aufnahmeprüfungen für das Gymnasium oder die Uniaufnahmerprüfungen sind für die leidgeplagten taiwanischen Jugendlichen absolviert – jetzt darf gefeiert werden. Nicht nur das Wasser und die hohen Temperaturen locken oder ziehen die Leute an, sondern auch das Hohaiyan-Rockkonzert treibt die Leute in Schaaren herbei, für drei Tage raus aus der Stadt, ab an den Strand.

...raus aus der Stadt

…raus aus der Stadt… …(Foto: Frank Pevec)

Raus aus der Stadt!!!

Dieses Rockkonzert findet in Taiwan mittlerweile seit 10 Jahren statt, die Zahl der Besucher stetig ansteigend. Waren es im Jahre 2000 noch geschätzte 30.000 Rockfans, die sich auf den Weg an den schönsten Strand Nordtaiwans machten, soll laut Angaben der Veranstalter in diesem Jahr die 500.000er-Schwelle überschritten worden sein. Wollen wir hoffen, das damit die Besucherzahlen ihr Zenit erreicht haben – immer mehr ist nicht unbedingt immer besser.

Der Name des Konzerts entstammt einer Legende der Ureinwohner Taiwans. Als sie in grauen Vorzeiten das Meer entdeckten, wussten sie nicht, wie es zu benennen sei. Sie lauschten den Geräuschen und erkannten eine Melodie, die wie „Ho-hai-yan“ klang – der Westler kann da nur mit viel Phantasie und Imagination die heuten kehligen Ureinwohnerstimmen in die sehr sehr frühe Vorzeit transplantieren, um einen Zusammenhang zu erahnen, doch so wird es sein.

Also „Ocean Rock“ oder „Wave Rock“ Festival, klingt doch nicht schlecht!

02-Konzert im Gange

Das Rockkonzerte in Taiwan , besser Fulong, etwas anders sind , wurde mir nach meiner Ankunft klar. Statt der erwarteten langen Rocknacht mit Lagerfeuer am Strand, hatte ich gerade noch Gelegenheit, die letzte Gruppe ein wenig zu hören, bevor die Lautsprecher verstummten – früh um Halbzehn am angebrochenen Abend.

High Tec Big Stage

Die Bühne hatte Weltklasseformat, man merkte an der medialen Ausstattung, das Taiwan ein IT-Land ist.Zum Glück verlängerte ein in der Nähe liegender Urlaubsressort mit einer weiteren Veranstaltung den angefangenen Abend.

xxx

Die Band bestand aus einer Sängerin und mehreren Zutänzerinnen.

Women Power

Women Power (Foto: Frank Pevec)

Girls Group Leader

...einige ergriffen die Chance und tanzten die Band fast „an die Wand“...

…das Publikum wurde auch miteinbezogen. Einige ergriffen die Chance und tanzten die Band fast „an die Wand“…(Foto: Frank Pevec)

...einige der Zuschauer wurden später noch ihrer T-Shirts entledigt – doch man nahm es locker und tanzte weiter...

…einige der Zuschauer wurden später noch ihrer T-Shirts entledigt – doch man nahm es locker und tanzte weiter…(Foto: Frank Pevec)

…und dann kam der Regen, der die Zuschauer, die nächste Band und auch deren Ausrüstung auf die Probe stellte.

Double Vision

Moon light shines home

Die nächste Regenpause wurde zur Flucht nach Hause genutzt.
Sunshine!

Der nächste Tag war vielversprechender – Sonne pur bei 37 Grad! (Foto: Frank Pevec)

Nichts wie weg aus Taipei, hin zum Strand!

Nichts wie weg aus Taipei, hin zum Strand!

Die Strandzunge, das Festivalgelände, ist nur über eine Brücke erreichbar.

Die Strandzunge, das Festivalgelände, ist nur über eine Brücke erreichbar.

...endlich baden!!!

…endlich baden!!! (Foto: Frank Pevec)

...doch nur wohin mit dem Handtuch?

…doch nur wohin mit dem Handtuch? (Foto: Frank Pevec)

...und wohin mit dem Boot?

…und wohin mit dem Boot? (Foto: Frank Pevec)


...auch der Orka fand keinen Platz im Wasser...

…auch der Orka fand keinen Platz im Wasser…(Foto: Frank Pevec)

...doch es gab auch ruhige Orte zum Spielen...

…doch es gab auch ruhige Orte zum Spielen…

...gemeinsam Baden macht mehr Spaß!

…gemeinsam Baden macht mehr Spaß! (Foto: Frank Pevec)

Temelbaden

Tempelbaden

...Wellenbaden...

…Wellenbaden…

...ein wenig Bier wurde doch getrunken...

…ein wenig Bier wurde doch getrunken…

Auffallend war  aber der im Vergleich zu Konzerten im Westen  geringe Alkoholkonsum.  Die hohen Temperaturen und die intensive Sonneneinstrahlung schufen zusammen einen „Alkoholschutzfaktor“ von mindestens 50.  Anregende Mittel für den Kreislauf wurden nicht gebraucht.

Das Rockkonzert wurde von einem breiten Publikum besucht. Einige etwas „rockigere“ Fans gab es aber auch

...blonde Taiwanesen gab es auch einige...

…blonde Taiwanesen gab es auch einige…

Frisurmäßig lag er voll im Trend (Foto: Frank Pevec)

…frisurmäßig lag er voll im Trend…

Fans auf dem Weg zur Hauptbühne

Fans auf dem Weg zur Hauptbühne

…und das Wetter…

...und gerockt wurde natürlich auch...

…und gerockt wurde natürlich auch…

Indie Rock Band

Indie Rock Band (Foto: Frank Pevec)

...sie wollten nicht leise sein...

…sie wollten nicht leise sein…

(Foto: Frank Pevec)

kleine Buehne

...Zuckerrohrsaft schien gefragt zu sein...

…Zuckerrohrsaft schien gefragt zu sein…

Was diese Rockladies anboten, wurde nicht ganz deutlich, Cola war es nicht, Sonnnenbrillen....? Perücken.....? Egal, es sah hip aus und viele Fotographen waren auch da....

Was diese Rockladies anboten, wurde nicht ganz deutlich, Cola war es nicht, Sonnnenbrillen….? Perücken…..? Egal, es sah hip aus und viele Fotographen waren auch da….(Foto: Frank Pevec)

…und dann kam wieder der Regen – und das ausgerechnet beim Auftritt von Taiwans bekanntester Rockikone, der Sängerin A Mit , auch A Mei genannt.

Bratwurstbudenbesucher

Einige Glückliche fanden Unterschlupf im Stand des Würstchenverkäufers,   der nahm es gelassen und machte einfach weiter.

...irgendwann war es dann Zeit, nach Hause zu fahren...

…irgendwann war es dann Zeit, nach Hause zu fahren…

Teilgenommen hatten Gruppen aus etlichen Ländern Asiens, auch eine US-Band, eine Britpop Gruppe und eine Band aus Frankreich waren vertreten. Wie mir die Veranstalterin mitteilte, wünscht man sich im nächsten Jahr auch die Teilnahme einer deutschen Nachwuchs-Gruppe.

ATTENTION:  bei Interesse e-mail an fpevec@rti.org.tw

Kleine Anmerkung zum Begriff „Indie-Rock“: das Festival ist mittlerweile sehr gemischt, wie auch schon die Teilnahme von A Mei, wohl die erfolgreichste Musikerin in Taiwan , die eher dem Establishment zugerechnet werden kann. Indie-Rock scheint hier in Taiwan zudem eher die Bedeutung von „eigener“ Musik zu haben, weniger die von unangepasster Rockmusik mit aggressiverem Charakter. Doch auch ohne den agressiven Touch bleibt der Musik genug Raum für eine eigene Ausrichtung. Etliche Gruppen bedienen sich traditioneller Instrumente und Melodien und schaffen damit etwas Neues –  taiwanische Minderheitenrockmusik.

Der Gewinner des Wettbewerbes war denn auch Matzka & DIHOT, eine Aborigines Band aus Taidong an der Ostküste Taiwans.

von Frank Pevec

2 Antworten

  1. Super , warum habe ich davon nicht eher erfahren!!!!

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