RTI im Fußballfieber

Auch RTI ist im Fußballfieber – ein wenig zumindest.

Die Fußballfans der Frendsprachenredaktionen trafen sich vor dem Sender, um sich für die nächsten Spiele in Stimmung zu bringen

 

Mitarbeiter verschiedener Sprachredaktionen beim Gruppenbild zur WM 2014:

RTI im Fußballfieber

RTI im Fußballfieber

 

Die deutsche Redaktion stark vertreten. Der Ball beweist, dass es sich nicht nur um Fans handelt, sondern dass (zumindest einer davon) auch selbst Fußball spielt:

Dominik und Frank von der deutschen Redaktion

Dominik und Frank von der deutschen Redaktion

 

Die französische Redaktion ist fast vollständig dabei:

Stark vertreten: die französische Redaktion

Stark vertreten: die französische Redaktion

 

Auch aus der vietnamesischen Redaktion fanden sich die Fußball-Fans ein:

Die Fans von der vietnamesischen Redaktion

Die Fans von der vietnamesischen Redaktion

 

 

Voll im Bild:

Dominik und Frank

Dominik und Frank

 

…. hier noch mal alle in der Aufstellung bei der 2. Fan-Halbzeit:

RTI-Fußballfans

RTI-Fußballfans

 

 

… falls Sie sich fragen, wer denn nun der Mitarbeiter der deutschen Redaktion ist, der nicht nur Fußball guckt, sondern auch selbst spielt, hier ein kleiner Hinweis ….

Frank

San Tai Zi (三太子) beim Karneval der Kulturen in Berlin

San Tai Zi beim Karneval der Kulturen in Berlin

San Tai Zi beim Karneval der Kulturen in Berlin

In Berlin fand vom 6. Juni bis 9. Juni der Karneval der Kulturen statt. In diesem Jahr wurde der Karneval der Kulturen in Berlin zum 19. Mal gefeiert.

Am Sonntag, den 8. Juni fand ein Umzug durch Kreuzberg statt, an dem rund 80 Gruppen und über 5000 Teilnehmer teilnahmen.

Zum Karneval der Kulturen gehört auch ein großes Straßenfest, das vom 6. bis 9. Juni gefeiert wird.

In diesem Jahr nahm auch Taiwan wieder am Umzug des Karnevals der Kulturen teil – und brachte mit der Gottheit San Tai Zi ein wenig Stimmung eines taiwanischen Tempelumzugs mit – denn  San Tai Zi (三太子) ist in Taiwan oft bei Tempelfesten und Tempelumzügen dabei.

Frank Dombrowski war beim Umzug des Karnevals der Kuturen in Berlin dabei – hier einige seiner Fotos von der taiwanischen Gruppe mit der Gottheit San Tai Zi.

 

Drachenbootrennen

Drachenbootrennen Bitan

Drachenbootrennen

Das Duanwu-Fest (端午節), das Drachenbootfest wird jedes Jahr am 5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender gefeiert, in diesem Jahr am 2. Juni.

Das Drachenbootfest ist nach dem Chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest eines der drei wichtigsten traditionellen Feste im chinesischen Kulturkreis.
Zu Duanwu – dem Beginn der heißen Jahreszeit – gibt es auch einige Bräuche, um Krankheiten oder andere negative Einflüsse abzuwehren. Einer davon sind die Duftbeutel, die man Kindern zum Drachenbootfest um den Hals hängt.

Drachenbootrennen

Der Trainer gibt dem Team vor dem Start noch letzte Anweisungen

Jedes Jahr werden zum Drachenbootfest Drachenbootrennen abgehalten. Die Stadt Taipei veranstaltet ihr Internationales Drachenbootrennen Taipei im Dajia-Riversidepark. Das Drachenbootfest von New Taipei findet in Xidian am Bitan statt. Aber auch in anderen Städten und Landkreisen werden Drachenbootrennen und andere Aktionen zum Drachenbootfest veranstaltet. Die Drachenbootrennen in New Taipei und Taipei City erstrecken sich meist über zwei bis drei Tage.
Ich war in diesem Jahr am Drachenbootfest am Bitan in Xindian, wo die Rennen von New Taipei stattfinden.  Bitan ist sehr bequem mit der U-Bahn zu erreichen. Man fährt einfach mit der grünen Linie bis zur Endstatioin Xindian. Von dort aus sind es nur etwa 5 Minuten zu Fuss zum Fluss – zum Bitan. Auch wenn keine Drachenbootrennen sind, ist Bitan recht beliebt bei den Bewohnern Taipeis. Dort kann man am Fluss entlangspazieren, in den Restaurants oder Cafes an der Uferpromenade etwas essen oder trinken, man kann sich ein Tretboot mieten oder am Abend am Flussufer sitzen und die Abendstimmung genießen.

Der Flaggenfänger auf dem Drachenkopf muss am Ziel die Flagge greifen

Der Flaggenfänger auf dem Drachenkopf muss am Ziel die Flagge greifen

Während der Drachenbootrennen geht es am Bitan natürlich besonders lebhaft zu. Alt und Jung sehen den Drachenbootteams zu, die unter Anfeuerungsrufen und Trommelschlägen in den buntbemalten Drachenbooten auf dem Fluss um die Wette rudern.

Es gibt am Bitan auch eine Menge Stände, die alles mögliche Anbieten, von herzhaften Snacks über Süßigkeiten, traditionelle Duftbeutel, Spielzeug und Luftballons für die Kleinen. Außerdem gibt auch Buden mit verschiedenen Nachtmarkt-Vergnügungen, wie mit Darts auf Luftballons werfen, Ringe werfen oder Badeentchen angeln. Außerdem sind während der Drachenbootrennen verschiedene Rahmenprogramme geboten, unter anderem Konzerte am Abend.

 von Eva Triendl

Taiwan auf der Internationalen Tourismusbörse 2014

Vom 5. bis 9. März fand in Berlin die Internationale Tourismusbörse 2014 statt. Es präsentierten sich gemäß der Messe Berlin 10.147 Aussteller aus 189 Ländern – mehr als zwei Drittel davon internationale Aussteller – in 26 Hallen. Insgesamt besuchten rund 114.000 Fachbesucher die Messe.

Am Samstag und Sonntag war die Messe auch für Privatbesucher offen. Über 60.000 Privatbesucher informierten sich an diesem Wochenende auf der ITB Berlin.

Auch Taiwan war wieder auf der Messe mit einem Stand vertreten. Einige RTI-Hörer und Hörerinnen haben  den Stand besucht und uns darüber informiert und Fotos geschickt.

Bernhard Henze vom RTI-Hörerklub Berlin hat uns telefonisch im Briefkasten am Freitag, den 14. März von seinen Eindrücken berichtet: (MP3-Datei)

Bereits im Vorfeld der ITB präsentierte sich Taiwan am 4. März im Sony-Center in Berlin. Frank Dombrowski hat uns Fotos von der Veranstaltung geschickt. Es gab gemäß Frank Dombrowski einen Stand mit Showbühne und es wurde auch Informationsmaterial verteilt, wie Broschüren, Stadtpläne, Reisebröschüren und Hotelführer. Außerdem wurde ein Gewinnspiel veranstaltet und auf der Bühne wurden verschiedene Tänze vorgeführt.
Hier einige Fotos, die uns Frank Dombrowski von der Veranstaltung geschickt hat:

 Fotos vom Taiwan-Stand auf der ITB Berlin von Frank Dombrowski:

RTI-Hörer Dieter Leupold hat uns ebenfalls Fotos vom Taiwan-Stand auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin 2014 geschickt – er traf auf dem Taiwan-Stand auch auf Bernhard und Ilona Henze. Hier einige Fotos:

 

Auch in Berlin wurde das neue Jahr des Pferdes gefeiert

Am 12.Februar fand in Berlin  “Taiwans Neujahrsfest 2014″ statt, bei dem das neue chinesische Jahr des Pferdes begrüßt wurde . Die Feier fand im Rathaus Berlin-Reinickendorf statt – mit Löwentanz, Tombola und der taiwanischen A Cappella Gruppe  O-Kai Singers.

Hier ein kleiner Eindruck von der Feier im Rathaus Berlin-Reinickendorf mit Fotos von Frank Dombrowski.

Frohes Neues Jahr des Pferdes!

Das Laternenfest 2014

Das Laternenfest, oder auch Yuanxiao-Fest, ist der letzte Feiertag des chinesischen Neujahrfestes. Traditionell findet es am 15. Tag des ersten Mondmonats statt. Der Legende nach möchte eine wütende Gottheit den Tod ihres Lieblingsvogels an den Menschen rechnen. Doch mit Hilfe der Laternen gelingt es den Menschen den Gott zu überlisten.

Zu diesem Anlass werden aufwendig gerfertigte Laternen ausgestellt. Besonders beliebt sind Laternen in Form der Tierkreiszeichen, aber auch andere Fabelwesen, Pflanzen, Sagenhelden und auch Comicfiguren sind vertreten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Laternen werden aus Pergament, Papier und auch Holz hergestellt.

 

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Neben traditionellen Sagengestalten…

 

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… sind auch Comicfiguren beliebte Motive.

In Taiwan wird jedes Jahr ein anderer Ort ausgewählt um die Hauptfestlichkeiten auszurichten. Aber natürlich feiern die Taiwaner landesweit das Laternenfest. In Taipei finden die Feierlichkeiten in diesem Jahr des Pferdes unter dem Motto „Let Your Dreams Gallop in Vigorous Taipei City“, was so viel bedeutet wie „Lass deine Träume im lebendigen Taipei frei gallopieren“, statt. Die Hauptausstellungsorte befinden sich auf dem Gelände des Taipei Expo Parks und Fine Arts Park. Außer den prächtigen Laternen können die Besucher in der ganzen Stadt auch andere Aktivitäten und Vorführungen bewundern. So werden unter anderem Löwen- und Drachentänze, akrobatische Vorstellungen oder auch Tempelprozessionen dargeboten.

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Im Jahr des Pferdes dürfen Pferdelaternen natürlich nicht fehlen.

Neben der Ausstellung auf dem Gelände des Taipei Expo Parks und Fine Arts Park werden auch Straßen und Plätze mit Laternen und Lichtern geschmückt. Damit die Bevölkerung möglichst lange etwas von dem Laternenfest hat, dauert es an vielen Orten etwa zwei Wochen und beginnt oft schon einige Tage vor dem eigentlichen Tag des Laternenfestes.

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Auch Straßen und Plätze werden mit Lichtern geschmückt.

 

Die Renaissance der taiwanischen Teekultur

Das Teetrinken erlebt in Taiwan zur Zeit eine Renaissance. Obwohl in den letzten Jahren der Konsum von Kaffee und diversen Erfrischungsgetraenken in Taiwan gestiegen ist, ist Tee immer noch das beliebteste Getraenk der Bevoelkerung. Neben dem alltaeglichen Teegenuss zuhause besteht ebenfalls die Moeglichkeit eines der vielen Teehaeuser aufzusuchen um dort im Kreise von Freunden und Familie Tee zu trinken. Bihui Chiu und unsere Praktikantinnen Sophie Spadin und Sarah Finkensiep haben am 16. Januar 2014 das Wistaria Teehaus in Taipei besucht um sich selbst davon zu überzeugen und in die Geiheimnisse der taiwanischen Teekultur eingeweiht zu werden.

Sie berichten darüber in diesem Videobeitrag.

 

 

 

Das Chinesische Neujahr im Schatzkästchen

Am 31 Januar 2014 beginnt laut dem chinesischen Mondkalender das Jahr des Pferdes und das Jahr der Schlange geht zu Ende. Dies ist eine Zeit, in der die Familie zusammen kommt, eine Zeit der Feierlichkeiten, und eine Zeit vieler Gebräuche. Zu vielen dieser Gebräuche gibt es eine Geschichte, zum Beispiel warum auf das Jahr der Schlange das Jahr des Pferdes folgt, bzw. warum die Reihenfolge der chinesischen Tierkreiszeichen so besteht, wie sie besteht. Oder warum zum chinesischen Neujahr rot eine so wichtige Farbe ist, oder warum in dieser Zeit Böller abgebrannt werden, oder wie es zum Laternenfest, das die Feierlichkeiten des Frühlingsfestes abschließt, gekommen ist. Diese Geschichten und Erklärungen können sie in der Zeit des Chinesischen Neujahrs im Schatzkästchen hören.

20. Januar 2014 Auch der Erdgott braucht mal Hilfe

Im Trubel um die Vorbereitungen zum Chinesischen Neujahr ist der Tu Di Gong (土地公), der Erdgott, der immer versucht, den Menschen ihre Bitten zu erfüllen, so mit Bitten überhäuft, dass er nicht mehr weiter weiß. Gut, dass da seine Frau Tu Di Po (土地婆), die nicht immer beliebt ist, Rat weiß.

 Der gütige Tu Di Gong (土地公)

Der gütige Tu Di Gong (土地公

Hier mit seiner Frau Tu Di Po (土地婆),

Hier mit seiner Frau Tu Di Po (土地婆),

27. Januar 2014 Die Legende der 12 chinesischen Tierkreiszeichen (生肖)

Wohl die meisten Taiwaner können in Sekundenschnelle die 12 chinesischen Tierkreiszeichen in der richtigen Reihenfolge nennen – auf Hochchinesisch und im MinNan Dialekt. Doch wie ist es zu dieser Reihenfolge gekommen? Warum kommt ausgerechnet die Ratte als erstes? Ein vom Jadegott anberaumtes Rennen und die Listigkeit der Ratte erklärt nicht nur die Reihenfolge der 12 Tierkreiszeichen, sondern auch, warum Katzen und Ratten/Mäuse sich nicht mögen.

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3. Februar 2014 Die Geschichte vom Jahresmonster Nian

Während der Feiertage gibt es eine Vielzahl von Gebräuchen, wie das Abbrennen von Böllern oder das Ankleben von roten Schildern an den Tieren. Das wird heutzutage mit viel Spass gemacht, doch der Ursprung dieser Gebräuche ist blutrünstig. Damit soll nämlich das menschenfressende Monster Nian, das in alten Zeiten die Menschen tyrannisiert hat, ferngehalten werden.

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10. Februar 2014 Die Geschichte vom Laternenfest

Der Abschluss der Neujahrsfeierlichkeiten macht das Laternenfest, und auch dafür gibt es eine Geschichte. Die Laternen sollen einen erbosten Gott, der sich wegen des Todes seines Lieblingsvogels an den Menschen rächen möchte, überlisten.

Ente in Keelung

Auch wir waren bei der Ente in Keelung – und zwar noch bevor sie geplatzt ist.

Bihui Chiu und unsere Praktikantin Sophie Spadin waren am 26. Dezember in der nordtaiwanischen Hafenstadt Keelung und haben die Ente des niederländischen Künstlers Florentijn Hofman im Hafen von Keelung besucht.

Sie berichten darüber in diesem Videobeitrag und in “Reise durch Taiwan” am Samstag, den 4. Januar 2014.

 

RTI

 

Taiwans Baseballgeschichte – im Sonntagsmagazin im Januar

Dr. Andrew Morris, Professor für moderne chinesische und taiwanische von der Cal Poly Universität in Kalifornien, hat neben Geschichte eine weitere Leidenschaft – Sport. In seiner akademischen Tätigkeit hat er diese beiden Leidenschaften immer wieder kombiniert und ist dabei tief in Taiwans Sportgeschichte eingedrungen.

Professor Andrew Morris

Professor Andrew Morris

So hat Professor Andrew Morris z.B. vor einiger Zeit das Buch “Colonial Project, National Game: A History of Baseball in Taiwan” herausgegeben, aber auch sonst sehr viel Forschung über Taiwans und Chinas Sportgeschichte betrieben. Morris Book

 Und ich hatte das Glück, dass Professor Morris sich freundlicherweise bereit erklärte, ein Interview mit mir durchzuführen, was sich so interessant entwickelte, dass es statt der angedachten 15-20 Minuten letztendlich eine Stunde dauerte. Daher steht das Sonntagsmagazin im Januar ganz im Zeichen von Taiwans Sportgeschichte mit dem Schwerpunkt auf Baseball. Eine kleine Übersicht darüber, was sie im Gespräch mit Professor Andrew Morris erwartet:

1. Teil am Sonntag, den 5. Januar 2014

Professor Morris erzählt darüber, was ihn vor gut 20 Jahren das erste Mal nach Taiwan brachte und wie sein Interesse am taiwanischen Sport insbesondere Baseball geweckt wurde. Ausserdem geht Professor Morris auf C. K. Yang ein, den vielleicht ersten taiwanischen Weltklasseathleten, der nicht nur bei den Olympischen Spielen 1960 im Zehnkampf die Silbermedaille gewann, sondern 1963 auch den Weltrekord im Zehnkampf hielt.

C K Yang Sports Illustrated

C K Yang auf der Titelseite von Sports Illustrated
(Dezember 1963)

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C K Yang in UCLA
mit Freund und Rivalen Rafer Johnson
und Trainerlegende Ducky Drake

Rafer Johnson (Goldmedaille) und C K Yang (Silbermedaille) nach den abschließenden 1500 M des Zehnkampfs bei Olympia 1964

Rafer Johnson (Goldmedaille) und C K Yang (Silbermedaille) nach den abschließenden 1500 M des Zehnkampfs bei Olympia 1964

2. Teil am Sonntag, den 12. Januar 2014

Im zweiten Teil des Gespräches geht Professor Morris darauf ein, wie sich die Idee für das Buch “Colonial Project, National Game: A History of Baseball in Taiwan” entwickelt hat, und geht dann natürlich auf den Inhalt des Buches selber ein. Zunächst geht es darum, welche Rolle Baseball in der japanischen Kolonialzeit bei dem Versuch, Taiwan zu japanisieren, gespielt hat. Denn Baseball kam nicht durch Amerikaner sondern durch die Japaner nach Taiwan und entwickelte sich zu einem wichtigen Werkzeug bei der versuchten Japanisierung der Taiwaner – sowohl der mit hanchinesischem Ursprung als auch der Ureinwohner.

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Das berühmte Kano Team aus Chiayi (1931)

3. Teil am Sonntag, den 19. Januar 2014

Dann endete der zweite Weltkrieg und Taiwan wurde der Republik China zugeführt. Das hatte auch Einfluss auf den Baseball in Taiwan, denn der eigentliche neue Nationalsport der Republik China war in erster Linie Basketball und Baseball wurde von der neuen chinesischen Regierung als Teil der japanischen Kultur angesehen. Doch auch wenn Baseball nicht die gleiche Förderung erfuhr wie Basketball, wurde er jedoch nicht unterdrückt, denn die Regierung sah Sport als sehr wichtig an, und der beliebteste Sport in Taiwan zu der Zeit war Baseball. Und natürlich erzählt Professor Morris von den berühmten Little League Teams Taiwans, die in den 70er Jahren die Welt dominierten. Doch dabei spielten diese Teams nicht nur eine sportliche Rolle, sondern auch eine politische Rolle. Das mussten die Amerikaner und die amerikanischen Medien mit Erstaunen feststellen, als sie Zeuge davon wurden, dass es während der Endspiele in den USA zwischen Fans, die alle die taiwanischen Little League Teams unterstützten, immer wieder zu Schlägereien kam.

Das Hongye Team, das 1969 als erstes taiwanisches Team die Little League Meisterschaft gewann, ist auf dem 500 NTD Geldschein verewigt.

Das Hongye Team, das 1969 als erstes taiwanisches Team die Little League Meisterschaft gewann, ist auf dem 500 NTD Geldschein verewigt.

Zwei Mitglieder des Hongye Teams von 1969

Zwei Mitglieder des Hongye Teams von 1969

4. Teil am Sonntag, den 26. Januar 2014

Welche Rolle spielt Baseball im modernen Taiwan und welchen Einfluss hatten und haben die Wettskandale? Professor Morris legt seine Schlussfolgerung dar und geht nochmal auf die interessanten Widersprüche der Baseballgeschichte Taiwans ein. Außerdem nimmt er Stellung zu der scheinbaren Widersprüchlichkeit bei der Einstellung vieler Taiwaner zum Sport – das Verlangen nach internationalem Erfolg taiwanischer Athleten bei gleichzeitigem Widerstreben, die eigenen Kinder eine Sportlerkarriere einschlagen zu lassen.

Mehr über Professor Andrew Morris kann man auf dieser Webseite von Cal Poly erfahren:

http://cla.calpoly.edu/hist_morris.html

Und hier mehr zum Buch “Colonial Project, National Game: A History of Baseball in Taiwan”:

http://www.amazon.com/Colonial-Project-National-Game-Baseball/dp/0520262794

Übrigens arbeitet der taiwanische Regisseur We Te-sheng (Cape No. 7, Seediq Bale) an einem Film über das berühmte Kano Baseballteam aus dem zentraltaiwanischen Chiayi, das 1931 an den Oberschulmeisterschaften des gesamten japanischen Reiches teilnahm und den zweiten Platz belegte.

Kano Movie

Dieser Film soll im Februar 2014 in die Kinos kommen -  und hier eine kurze Vorschau:

http://www.youtube.com/watch?v=BlXvc-Nd2xg

Ilon Huang

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